Vorhofflimmern: Apple Watch warnte 0,5 Prozent der Studienteilnehmer

Wer Herzprobleme hat, soll mit der Apple Watch immerhin Hinweise darauf bekommen. Das hat laut einer von Apple finanzierten, vorläufigen Studie funktioniert. Bei manchen Nutzern wurde später ein Vorhofflimmern diagnostiziert.

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Der Herzschlagsensor der Apple Watch, hier ein nicht getestetes Modell 4, kann durchaus vor Herzproblemen warnen.
Der Herzschlagsensor der Apple Watch, hier ein nicht getestetes Modell 4, kann durchaus vor Herzproblemen warnen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Finanziert von Apple, hat die Stanford-Universität eine Studie mit 400.000 Teilnehmern durchgeführt, die zeigen sollte, wie gut die Apple Watch als medizinisches Hinweismittel funktioniert. Ziel war es, herauszufinden, ob das sogenannte Vorhofflimmern mit der Apple Watch entdeckt werden kann. Da potenziell Betroffene oft keine Symptome zeigen, ist die Erkennung dieser Herzrhythmusstörung sehr schwer, so die Stanford University. Mittlerweile liegen vorläufige Ergebnisse vor.

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Gestartet wurde die Studie im November 2017, also zu einer Zeit, als die Apple Watch 3 auf den Markt kam. Das integrierte EKG der neueren Apple Watch 4 fehlt dementsprechend in der Bewertung. Die ersten beiden Generationen waren hingegen Teil der Studie. Insgesamt hat die Apple Watch 0,5 Prozent der Teilnehmer gewarnt, dass sie einen unregelmäßigen Herzrhythmus haben. Das ist zunächst nur ein Hinweis auf die Möglichkeit eines Vorhofflimmerns. Laut Stanford ist das eine wichtige Erkenntnis. Offenbar wurde befürchtet, dass die Apple Watch zu viele Nutzer warnt.

Dass der Hinweis tatsächlich nur als Hinweis zu verstehen ist, zeigen weitere Zahlen. Immerhin 34 Prozent der Anwender, die sich nach der Warnung einem EKG-Test über eine Woche unterzogen, zeigten aber tatsächlich bisher nicht entdecktes Vorhofflimmern. Getestet wurde das mit einem zugesandten EKG-Patch, der eine Woche lang den Herzrhythmus aufzeichnet. Da Vorhofflimmern aber nicht immer auftritt, ist laut Stanford zu erwarten, dass sich das nicht zwangsläufig während einer EKG-Testphase zeigt.

Um herauszufinden, wie gut der Herzschlagsensor funktioniert, wurden zudem Tests parallel mit einem EKG durchgeführt. In diesem Fall gibt Stanford an, dass in 84 Prozent der Fälle bei einer Apple-Watch-Warnung auch gleichzeitig tatsächliches Vorhofflimmern festgestellt wurde. Das heißt, von den 66 Prozent, die per EKG nicht mehr entdeckt wurden, dürften noch einige Anwender dabei sein, die während der Testphase keine Symptome zeigten. Vermutlich werden die finalen Resultate der Studie hier mehr Aufschluss geben.

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Laut Stanford sind die gefundenen Werte interessant für die Forschung an vorausahnender Medizin basierend auf neuen technischen Möglichkeiten in der Wearable-Branche. Diese Studie ist aber zunächst nur eine Grundlage für weitere Forschungen. Stanford bezeichnet sie aber, trotz der Vorläufigkeit, bereits als solide Grundlage.

Das Besondere an der Studie ist zudem die enorm hohe Anzahl an Teilnehmern. Ähnliche Studien arbeiten normalerweise nur im Bereich von Tausenden Teilnehmern, nicht zuletzt auch wegen des hohen finanziellen Aufwands. Der dürfte sich hier in Grenzen halten, da die Hardware von den Nutzern gekauft wurde, die sich freiwillig meldeten. Erst im Verdachtsfall wurde medizinisches Equipment verwendet.

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dex2000 19. Mär 2019

Wo finde ich die Information, wieviele der nicht gewarnten danach ein "echtes" EKG...

Peter Brülls 19. Mär 2019

Naja, ich möchte nicht wissen, wie viele Leute an vermeidbaren Dingen starben, weil sie...

LinuxMcBook 18. Mär 2019

Naja irgendwer muss den Leuten ja noch die smart Wearables erläutern. Wir hatten z.B...



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