Abo
  • Services:
Anzeige
Vorbild Tintenfisch: Anpassung an die Umgebung durch Farbänderung
Vorbild Tintenfisch: Anpassung an die Umgebung durch Farbänderung (Bild: João Carvalho/CC-BY-SA 2.5)

Vorbild Tintenfisch: Tarnmaterial ändert seine Farbe

Vorbild Tintenfisch: Anpassung an die Umgebung durch Farbänderung
Vorbild Tintenfisch: Anpassung an die Umgebung durch Farbänderung (Bild: João Carvalho/CC-BY-SA 2.5)

Ein kurzer Lichtblitz, und schon ist das Material rot. Oder grün. Oder es zeigt ein Muster oder einen Schriftzug. Forscher aus den USA haben ein Material entwickelt, das seine Farbe durch Lichtblitze ändert.

Anzeige

Droht Gefahr, ist ein Tintenfisch schnell weg. Aber nicht weit: Er nimmt die Farbe seiner Umgebung an und wird so weitgehend unsichtbar. Wissenschaftler aus den USA haben ein Material entwickelt, das diese praktische Funktion erfüllt.

Als Auslöser für die Veränderungen nehmen die Forscher der Universität von Nebraska in Lincoln Licht: Wird das Material Lichtpulsen ausgesetzt, verändert es seine Farbe und seine Textur.

Material aus drei Lagen

Es besteht aus drei Schichten. Die unterste isoliert gegen Wärme. Darüber ist eine Schicht, die Licht absorbiert. Die oberste Schicht schließlich sei flüssig, schreiben die Forscher in der Fachzeitschrift Applied Materials and Interfaces.

Die mittlere und die obere Lage enthalten Kolloide - winzige Partikel, in diesem Fall Natronkalk, Glas und Kupfer. Trifft Licht auf die Partikel, absorbieren diese das Licht entsprechend ihrer Farbe: Rotes Licht etwa wird von grünen Partikeln absorbiert und erwärmt diese.

Erwärmte Partikel werden abgedeckt

Die lokalen Erwärmungen erzeugen Konvektionsströme. Dabei entsteht ein Sog, der die Kolloide zu den Bereichen mit den erwärmten grünen Partikeln zieht. Die Kolloide decken die grünen Farbpartikel ab. Übrig bleiben die roten Farbpartikel - das Material erscheint rot. Wird das Material mit violettem Licht bestrahlt, erwärmen sich die roten Partikel, werden von den Kolloiden abgedeckt und das Material nimmt eine grüne Farbe an.

Dieser Mechanismus aus Licht und Wärme ermöglicht es auch, die Textur zu verändern: Die Forscher bringen Muster auf das Material, indem sie durchsichtige Bilder auflegen. Fällt Licht auf das Material und dieses erwärmt sich, wird das Muster sichtbar. Es verschwindet, wenn das Material abkühlt.

Wenig Licht und schnelle Veränderung

"Die Farbe zu verändern, ist relativ einfach - das kann jeder Fernseher. Die Textur zu verändern, ist schwieriger. Wir wollten die beiden Mechanismen kombinieren", sagt Li Tan, einer der Entwickler des Materials. Dabei werde relativ wenig Licht benötigt und dennoch wechsle die Farbe schnell.

Eine Anwendung dafür könnte - wie beim natürlichen Vorbild - Tarnung sein. Tarnkleidung aus dem Material werde es aber vorerst nicht geben, sagen die Forscher. Sie sehen eher Anwendungen für das photo-thermische Prinzip, etwa bei der Herstellung von winzigen Kolloiden, oder um die Anreicherung von Zellen beim Wachstum von Gewebe zu beschleunigen. "Große Strukturen aus kleinen Bausteinen aufzubauen, dauert normalerweise sehr lange", sagt Tan. Mit ihrem Verfahren lasse sich das deutlich beschleunigen.


eye home zur Startseite



Anzeige

Stellenmarkt
  1. FCR Immobilien AG, München
  2. T-Systems International GmbH, Leinfelden-Echterdingen
  3. DATAGROUP Köln GmbH, Monheim am Rhein
  4. Fachhochschule Südwestfalen, Iserlohn


Anzeige
Top-Angebote
  1. 2.999,00€ (Vergleichspreis ab 3.895€)
  2. 559,00€

Folgen Sie uns
       


  1. Prepaid

    Telefónica verkürzt Optionslaufzeit auf 28 Tage

  2. Amazon Echo und Echo Dot im Test

    Alexa, so wird das nichts!

  3. Petunia Tech

    Wisoccero spielt Fußball

  4. AMD Ryzen 7

    AM4-Mainboards für Ryzen bereits im Handel

  5. Elektroauto

    Der Smart wird elektrisch - erhältlich ab 21.940 Euro

  6. Smartphone

    Samsung stellt Prozessor für Galaxy S8 vor

  7. 5 GHz

    T-Mobile setzt LTE-U im WLAN-Spektrum ein

  8. BiCS3

    Toshibas 512-GBit-Flash-Chips werden in Mustern ausgeliefert

  9. Europäischer Haftbefehl

    Britische Polizei nimmt mutmaßlichen Telekom-Hacker fest

  10. Bodyhacking

    Ich, einfach unverbesserlich



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Fire TV Stick 2 mit Alexa im Hands on: Amazons attraktiver Einstieg in die Streaming-Welt
Fire TV Stick 2 mit Alexa im Hands on
Amazons attraktiver Einstieg in die Streaming-Welt
  1. Fernsehstreaming Fire-TV-App von Waipu TV bietet alle Kanäle kostenlos
  2. Fire TV Amazon bringt Downloader-App wieder zurück
  3. Amazon Downloader-App aus dem Fire-TV-Store entfernt

Intel C2000: Weiter Unklarheit zur Häufung von NAS-Ausfällen
Intel C2000
Weiter Unklarheit zur Häufung von NAS-Ausfällen
  1. Super Bowl Lady Gaga singt unter einer Flagge aus Drohnen
  2. Lake Crest Intels Terminator-Chip mit Terabyte-Bandbreite
  3. Compute Card Intel plant Rechnermodul mit USB Type C

XPS 13 (9360) im Test: Wieder ein tolles Ultrabook von Dell
XPS 13 (9360) im Test
Wieder ein tolles Ultrabook von Dell
  1. Die Woche im Video Die Selbstzerstörungssequenz ist aktiviert
  2. XPS 13 Convertible im Hands on Dells 2-in-1 ist kompakter und kaum langsamer

  1. Re: Wegwerfauto

    Kleba | 12:21

  2. Re: Apple Park vs. BER

    logged_in | 12:20

  3. Re: Unkritischer Journalismus

    ckerazor | 12:20

  4. Re: Wer noch sucht:

    Melanchtor | 12:18

  5. Re: Mit iGPU oder ohne?

    RicoBrassers | 12:17


  1. 12:38

  2. 12:08

  3. 12:00

  4. 11:46

  5. 11:31

  6. 11:15

  7. 11:00

  8. 10:29


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel