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Vorbeiflug: Bepi Colombo zeigt neue Aufnahmen vom Merkur

Nach dem jüngsten Vorbeiflug der Raumsonde am ersten Adventswochenende ist ein weiteres Manöver im Januar 2025 geplant.
/ Patrick Klapetz
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Eine Illustration der Missionsziele von Bepi Colombo auf dem Weg zum Merkur (Bild: Esa)
Eine Illustration der Missionsziele von Bepi Colombo auf dem Weg zum Merkur Bild: Esa

Die europäisch-japanische Raumsonde Bepi Colombo hat am 1. Dezember 2024(öffnet im neuen Fenster) ihren fünften und damit vorletzten Vorbeiflug am sonnennächsten Planeten absolviert. Dabei entstanden neue Bilder vom Merkur, die auf dem Kurznachrichtendienst X veröffentlicht wurden. Aufgenommen wurden sie mit der Selfiekamera der Raumsonde.

Bepi Colombo flog mit einer Geschwindigkeit von etwa fünf Kilometern pro Sekunde in einer Höhe zwischen 53.700 und 48.000 Kilometern von der Planetenoberfläche entfernt. Damit war die Sonde etwa 200 Mal weiter vom Merkur entfernt als bei ihrem vergangenen Manöver mit Schwerkraftunterstützung. Am 4. September 2024 hatte sich die Sonde der Merkuroberfläche auf bis zu 165 Kilometer angenähert.

Die neuen Aufnahmen und nächsten Pläne

Die Aufnahmen vom 1. Dezember entstanden zwischen 11:26 Uhr und 12:18 Uhr MEZ. Der fünfte Vorbeiflug war der erste, bei dem die Sonde ihr Mertis-Instrument (Mercury Radiometer and Thermal Infrared Spectrometer) einsetzte. Mit diesem werden die Temperatur und Zusammensetzung der Planetenoberfläche gemessen. Außerdem soll das Instrument analysieren, welche Arten von Mineralien sich auf der Planetenoberfläche befinden.

Der ursprüngliche Missionsplan sah vor, dass die Raumsonde im Dezember 2025 in die Umlaufbahn des Planeten eintreten würde. Es gibt jedoch Störungen an den Triebwerken, durch die sich die Missionsziele verzögern. Nun soll die Sonde erst im November 2026 in die Planetenumlaufbahn einschwenken.

Dort angekommen, wird sich die Sonde in zwei separate Orbiter aufteilen: den Mercury Planetary Orbiter der europäischen Raumfahrtbehörde Esa und den Mercury Magnetospheric Orbiter der japanischen Raumfahrtagentur Jaxa. Anschließend wird das Satellitenpaar sein Zielobjekt mit 16 verschiedenen wissenschaftlichen Instrumenten untersuchen. Zuvor wird die Sonde am 8. Januar 2025 noch einmal als Einheit am Merkur ein Gravitationsunterstützungsmanöver durchführen.


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