Vor- und Nachteile: Neue Studie untersucht Homeoffice-Auswirkungen

Das Institut der deutschen Wirtschaft hat die Homeoffice-Erfahrungen von Angestellten und Unternehmen ausgewertet - mit gemischten Ergebnissen.

Artikel veröffentlicht am , Manuel Bauer
Grundsätzlich scheint der Homeoffice-Ansatz zu funktionieren, doch es gibt auch Probleme.
Grundsätzlich scheint der Homeoffice-Ansatz zu funktionieren, doch es gibt auch Probleme. (Bild: ISSOUF SANOGO via Getty Images)

Das Arbeiten im Homeoffice hat im Zuge der Coronapandemie sprunghaft zugenommen. Das Institut der deutschen Wirtschaft in Köln nahm das zum Anlass für eine neue Studie. In deren Rahmen haben die Initiatoren untersucht, welche Schlüsse sich aus den vergangenen zwei Jahren über den Einsatz in den eigenen vier Wänden ziehen lassen. Dazu haben sie sowohl nationale als auch internationale Umfragen und Erhebungen zum Thema ausgewertet, die während der Pandemie von unterschiedlichen Einrichtungen erfasst wurden.

Stellenmarkt
  1. SAP-Basis-Administrator (m/w/d)
    Bayerische Versorgungskammer, München
  2. Full Stack Developer (m/w/d)
    get IT green GmbH, Freiburg
Detailsuche

Das Ergebnis zeigt sowohl Vor- als auch Nachteile des Homeoffice-Konzepts auf, zeichnet insgesamt aber ein positives Bild. Demnach wünscht sich rund die Hälfte der während der Coronapandemie im Homeoffice beschäftigten Deutschen auch in Zukunft die Option, zumindest gelegentlich von zu Hause aus arbeiten zu können.

Als größten Vorzug gaben die Befragten die gesteigerte Produktivität und Effizienz an, die sich durch das konzentriertere Arbeiten eingestellt habe. Auch die teils enorme Zeitersparnis durch den Wegfall von Arbeitswegen steht hoch im Kurs. Viele Unternehmen bestätigten die positiven Erfahrungen, gaben aber an, dass sich die Produktivität der daheim Arbeitenden in circa 13 Prozent der Fälle auch verschlechtert habe.

Nicht alles ist positiv

Dafür verantwortlich sind laut Studie vor allem unzureichende Ausstattung am Heimarbeitsplatz sowie unklare Anforderungen und uninteressante Aufgaben. Als negativ empfanden die Befragten die erschwerte Kommunikation mit Kollegen und Kolleginnen, die unklarere Trennung von Beruf und Freizeit sowie das Gefühl des Isoliertseins.

Golem Karrierewelt
  1. Linux-Shellprogrammierung: virtueller Vier-Tage-Workshop
    04.-07.07.2022, Virtuell
  2. AZ-104 Microsoft Azure Administrator: virtueller Vier-Tage-Workshop
    28.06.-01.07.2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Der Studie zufolge eignen sich etwa ein Drittel aller Jobs in der EU für das Homeoffice. In Deutschland stieg der Anteil der abhängig Beschäftigten in Heimarbeit während der Pandemie von zuvor 10 Prozent vorübergehend auf bis zu 49 Prozent. Dabei waren es vor allem Menschen mit einem höheren Bildungsabschluss, die ihren Dienst von zu Hause aus verrichten konnten.

Wie es nach dem Ende der Pandemie um das Homeoffice bestellt ist, bleibt vorerst offen. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) setzt sich aktuell für einen gesetzlichen Daueranspruch auf Homeoffice ein. Die Urheber der Studie rechnen trotz positiver Erfahrungen mit Widerstand von Arbeitgeberseite, glauben aber, dass das Homeoffice langfristig weiter zunehmen wird.

Weitere Informationen gibt es hier in unserem Karriere-Ratgeber zum Thema Homeoffice

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Sybok 27. Jan 2022

Nein. Das Wort "Großunternehmen" habe ich überhaupt nicht benutzt, damit fingst Du an...

Sybok 21. Jan 2022

Eins stimmt an der Grafik schon mal nicht: Eine drei- oder dreieinhalbjährige...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Ukrainekrieg
Erster Einsatz einer US-Kamikazedrohne dokumentiert

Eine Switchblade-Drohne hat offenbar einen russischen Panzer getroffen. Dessen Besatzung soll sich auf dem Turm mit Alkohol vergnügt haben.

Ukrainekrieg: Erster Einsatz einer US-Kamikazedrohne dokumentiert
Artikel
  1. Deutsche Bahn: 9-Euro-Ticket gilt nicht in allen Nahverkehrszügen
    Deutsche Bahn
    9-Euro-Ticket gilt nicht in allen Nahverkehrszügen

    So einfach ist es dann noch nicht: Das 9-Euro-Ticket gilt nicht in allen Zügen, die mit einem Nahverkehrsticket genutzt werden können.

  2. Verifone: Bundesweite Störung von Girokarten-Terminals
    Verifone
    Bundesweite Störung von Girokarten-Terminals

    In vielen Geschäften lässt sich derzeit nur bar bezahlen. Ursache ist wohl ein Softwarefehler in Kartenzahlungsterminals für Giro- und Kreditkarten.

  3. Cerebras WSE-2: München verbaut riesigen KI-Chip
    Cerebras WSE-2
    München verbaut riesigen KI-Chip

    Als erster Standort in Europa hat das Leibniz-Rechenzentrum (LRZ) ein CS-2-System mit Cerebras' WSE-2 gekauft, welches effizient und schnell ist.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Days of Play: (u. a. PS5-Controller (alle Farben) günstig wie nie: 49,99€, PS5-Headset Sony Pulse 3D günstig wie nie: 79,99€) • Viewsonic Gaming-Monitore günstiger • Mindstar (u. a. MSI RTX 3090 24GB 1.599€) • Xbox Series X bestellbar • Samsung SSD 1TB 79€ [Werbung]
    •  /