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Vor Norwegen: Größter schwimmender Windpark der Welt geht in Betrieb

Der Windpark , der bereits in Teilen seit einigen Monaten in Betrieb ist, liefert den sauberen Strom ausgerechnet an Öl- und Gasplattformen.
/ Werner Pluta
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Schwimmender Offshore-Windpark Hywind Tampen: elf Windräder, 88 Megawatt (Bild: Equinor)
Schwimmender Offshore-Windpark Hywind Tampen: elf Windräder, 88 Megawatt Bild: Equinor

Mit offizieller Unterstützung ist der aktuell größte schwimmende Windpark offiziell in Betrieb gegangen: Norwegens Premierminister Jonas Gahr Støre und Kronprinz Haakon haben ihn eröffnet.

Der Thronfolger steckte zum Start zwei Kabel zusammen, wie ein Video des norwegischen Energiekonzerns Equinor zeigt(öffnet im neuen Fenster) . Equinor ist der Betreiber des Windparks Hywind Tampen(öffnet im neuen Fenster) , der rund 140 Kilometer vor der norwegischen Küste liegt.

Hywind Tampen umfasst elf Windräder mit einer Gesamtleistung von 88 Megawatt. Die Windkraftanlagen sind jeweils 280 Meter hoch. Der Vorteil eines schwimmenden Windparks ist, dass er in größeren Wassertiefen installiert werden kann als Windräder, die fest auf dem Meeresboden stehen. Im Bereich von Hywind Tampen etwa ist das Wasser zwischen 260 und 300 Meter tief.

Der Schwimmkörper ist am Meeresgrund verankert

Die Windräder sind jeweils auf einer schwimmenden Betonkonstruktion errichtet. Die Schwimmkörper sind mit einem gemeinsamen Verankerungssystem am Meeresboden festgemacht.

Schwimmender Windpark Hywind Tampen – Equinor
Schwimmender Windpark Hywind Tampen – Equinor (12:06)

Die Technik ist noch vergleichsweise neu: Der erste schwimmende Windpark wurde etwa 30 Kilometer vor Peterhead, dem östlichsten Punkt Schottlands, von Equinor errichtet , der damals noch Statoil hieß. Hywind Scotland verfügt über fünf Windräder mit einer Leistung von 30 Megawatt und ging 2017 in Betrieb.

Hywind Tampen liefert bereits seit Herbst vergangenen Jahres Strom. Damals waren aber erst sieben Windturbinen im Einsatz.

Der Windpark versorgt die Offshore-Öl- und Gasfelder Gullfaks und Snorre mit Strom. Er soll etwa ein Drittel des Strombedarfs der fünf Plattformen decken. Laut Equinor sollen durch den Windpark 200.000 Tonnen Kohlendioxidemissionen eingespart werden.


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