Von Software bis Auto: Firmen machen Homeoffice zur neuen Normalität

Ein Gutes hat die Coronapandemie: Arbeitgeber und Arbeitnehmer können sich zunehmend für Homeoffice begeistern. Doch das hat nicht nur Vorteile.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Nicht immer ergonomisch, aber bequem: Homeoffice
Nicht immer ergonomisch, aber bequem: Homeoffice (Bild: Anrita1705/Pixabay)

Die Arbeitswelt von morgen erschien für die meisten Menschen bis zum Frühjahr 2020 als reine Utopie. Und wurde dann schlagartig Realität: Binnen weniger Tage drängte die Coronapandemie zu Beginn der Krise Millionen Arbeitnehmer ins Homeoffice. Inzwischen haben sich viele an die Heimarbeit gewöhnt.

Inhalt:
  1. Von Software bis Auto: Firmen machen Homeoffice zur neuen Normalität
  2. Auch die Autobranche setzt auf Homeoffice - das hat nicht nur Vorteile

Angestellte wie Firmen haben die Vorteile zu schätzen gelernt. Einen Weg zurück in eine jahrzehntelang typische Fünf-Tage-Bürowoche dürfte es vielerorts auch nach der Pandemie kaum geben. Etliche Unternehmen haben ihren Mitarbeitern schon flexiblere Arbeitsmodelle für die Zukunft zugesichert - einige gehen noch weiter und wollen das Homeoffice dauerhaft als neue Normalität etablieren.

Zu sehen ist das besonders in der IT-Branche. So versucht Europas größter Softwarekonzern SAP, der seinen Beschäftigten schon vor der Pandemie die Möglichkeit von bis zu vier Homeoffice-Tagen pro Woche einräumte, nochmals an Flexibilität zuzulegen. "Bei den meisten SAP-Mitarbeitern spielt es keine Rolle, von wo aus sie arbeiten. Wenn es die Tätigkeit nicht zwingend verlangt, an einem bestimmten Ort präsent zu sein, haben die Mitarbeiter bei der Wahl ihres Standorts alle Freiheiten", sagt Cawa Younosi, der als Deutschland-Personalchef bei dem Konzern für rund 25.000 Beschäftigte zuständig ist.

Hewlett Packard Enterprise macht Homeoffice zum Standard

Noch etwas weiter geht das IT-Unternehmen Hewlett Packard Enterprise (HPE). Bei der US-Firma, deren deutscher Ableger in Böblingen rund 2.000 Angestellte beschäftigt, wird das Homeoffice generell zum neuen Standard-Arbeitsort für die meisten Angestellten erklärt. Sofern es die Tätigkeit erlaubt, sollen die Beschäftigten künftig möglichst immer von daheim arbeiten, wenn sie nicht gerade unbedingt im Büro anwesend sein müssen.

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Sie müssen dieser Umstellung laut HPE vorab jeweils zustimmen. Im Zuge des Konzepts sollen auch die Büros optisch umgestaltet werden - zu Orten "der Begegnungen und des Austauschs", wie es heißt.

"Man geht dort also vor allem hin, um an Besprechungen, Teammeetings, Workshops, Trainings oder Feiern mit Kollegen, Kunden und Partnern teilzunehmen", sagt ein HPE-Sprecher. Man wisse aus Mitarbeiterumfragen, dass ortsunabhängige Arbeit von einer großen Mehrheit nicht nur sehr geschätzt werde, sondern obendrein zu einer höheren Produktivität führe.

SAP-Personalchef Younosi sieht es ähnlich und argumentiert auch mit einer gestiegenen Erwartungshaltung junger Talente auf dem Arbeitsmarkt. "Während viele Firmen vor der Pandemie möglicherweise Bedenken hatten, ob es funktionieren kann, wenn jemand regelmäßig von ganz woanders als im Büro arbeitet, ist die Sache doch jetzt klar: Ja, es funktioniert für viele Berufe."

Nach den positiven Erfahrungen in der Pandemie habe ein Betrieb, in dem Homeoffice von der Tätigkeit her generell möglich ist, doch "gar keine Argumente mehr, wenn er einem talentierten Mitarbeiter jetzt sagt: Wenn du für uns arbeiten willst, musst du aber von Berlin zum Beispiel nach Schwäbisch Hall umziehen, weil da unsere Firma sitzt".

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