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Immer wieder neue Überraschungen

Die Google-Startseite wird (fehlerhaft) gerendert, nutzen lässt sie sich nicht. Auch unter Wayland läuft der Browser aber nicht so stabil, wie wir zunächst annahmen. Hier stürzt nach einiger Zeit der Renderer ab, was alle Tabs unbrauchbar macht.

Apropos Tabs: Auch die sind mehr Mock-up als echte Funktion. Wir können zwar welche öffnen und schließen, ein Wechsel ist allerdings nicht möglich. Es wird immer nur der zuletzt geöffnete Tab angezeigt. Gelegentlich taucht auch unerwartet ein neuer Fehler auf: So lässt uns der Browser einmal keine Änderungen mehr in der Adresszeile vornehmen, ein gelöschtes Zeichen wird einfach wieder angehangen.

Versuchsobjekt, kein ernst zu nehmender Browser

Zugegeben: Eine echte Konkurrenz zu Chrome, Edge, Safari oder Firefox zu sein, war auch nicht das Ziel von Entwickler Lin. Ihn interessierte, wie KI-Agenten kooperativ an einem großen Projekt arbeiten können. Diesem Ziel ist er mit dem Projekt ein wenig nähergekommen.

Zunächst konnten sich die Agenten nicht einmal koordinieren, mit einem Locking-Mechanismus kamen sie nicht klar oder ignorierten ihn teils einfach. Lins Lösung: Er führte eine Hierarchie ein, bei der einige Agenten als Planer arbeiten und Aufgaben erstellen. Die wiederum schnappen sich Arbeiter, um sie zu bearbeiten.

Wie gut und sinnvoll der Code ist, ist angesichts des schieren Umfangs schwer zu bewerten. In einigen zufällig ausgewählten Dateien fielen uns viele Funktionen auf, die lediglich nach Wrapper-Code aussahen – die vielen Code-Zeilen könnten also irreführend sein.

Aus Lins Blogpost geht hingegen hervor, dass viel Experimentieren erforderlich war, um überhaupt halbwegs effizient Code generiert zu bekommen: Wie viel Struktur ist erforderlich, welches Modell funktioniert am besten?

Auch das Formulieren gut funktionierender Prompts ist, wenig verwunderlich, eine Herausforderung. Ob daraus tatsächlich einmal eine echte Konkurrenz für menschliche Teams wird, lässt sich derzeit aber nicht abschätzen. Bild- und Videogeneratoren haben gezeigt, dass in kurzer Zeit enorme Fortschritte möglich sind. Dass sich das auf Code-Generierung übertragen lässt, ist aber alles andere als klar.


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