Von Karlsruhe nach Denver: 100-GBit/s-Verbindung für LHC und Fusionsreaktor ITER

Der Teilchenbeschleuniger LHC und der Fusionsreaktor ITER bekommen für künftige Datenmengen eine internationale 100-GBit/s-Verbindung. Die Rechnersysteme konnten dabei die Bandbreite von 100 GBit/s tatsächlich füllen und die Daten in Echtzeit verarbeiten.

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Am Netzwerkschrank bei der 100-GBit/s-Verbindung
Am Netzwerkschrank bei der 100-GBit/s-Verbindung (Bild: KIT)

Eine internationale 100-GBit/s-Verbindung für die Wissenschaft haben Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) zwischen Karlsruhe und Denver eingerichtet. Auf der internationalen Supercomputing-Konferenz SC13 in Denver demonstrierte das Steinbuch Centre for Computing (SCC) des KIT die Technologie, wie das Institut am 29. November 2013 erklärte. Die Verbindung soll datenintensive Projekte wie die Experimente am Teilchenbeschleuniger LHC in Genf, am Fusionsreaktor ITER in Frankreich und weitere internationale Programme voranbringen.

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Entscheidend sei gewesen, das Zusammenspiel aus Anwendersoftware und durchleitenden Stationen zu regeln und zu optimieren, sagte Professor Bernhard Neumair, Geschäftsführender Direktor des SCC.

Der Verein zur Förderung eines Deutschen Forschungsnetzes (DFN) stellt dabei eine 100-GBit/s-Strecke vom KIT nach Amsterdam bereit. Die transatlantische 100-GBit/s-Netzwerkverbindung "Advanced North Atlantic 100G Pilot Project (ANA-100G)" von Amsterdam nach New York wird von einem Konsortium aus sechs internationalen Wissenschaftsnetzen für zwölf Monate zur Verfügung gestellt.

Der 100-GBit/s-Transatlantik-Netzwerktest sei ein wichtiger Schritt für den Ausbau von verteilter Computing-Umgebung für künftige "sehr viel höhere Datenmengen der nächsten LHC-Datennahme und künftige Experimente", sagte Professor Christian Zeitnitz, stellvertretender Vorsitzender des Komitees für Elementarteilchenphysik (KET).

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Weiter wurde bewiesen, dass derzeit verfügbare Rechnersysteme die Bandbreite von 100 GBit/s tatsächlich füllen und die Daten in Echtzeit verarbeitet werden. Dies sei angesichts der Länge der Transatlantikverbindung eine technische Herausforderung, so einer der Forscher. An der Verbindung sind die Wissenschaftsnetze Internet2 (USA), Nordunet (Nordische Länder), Esnet (U.S. Department of Energy), Surfnet (Niederlande), Canarie (Kanada) und Géant (Europa) beteiligt.

Ein Zusammenschluss von T-Systems, Alcatel-Lucent und anderen stellte im Juni 2013 auf der International Supercomputing Conference in Leipzig bereits Datenverbindungen mit 400 GBit/s vor.

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