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Rückblickend phänomenal

➤ Mein Informatikunterricht war rückblickend phänomenal. Wie gut uns unser Lehrer ausgebildet hat, habe ich erst in der Uni gemerkt, als ich mühelos den praktischen Kurs bestanden habe. In der Schule hatten wir Delphi und in der Uni dann Java und mein Hauptproblem war nur das Umdenken bzgl. der Syntax. Die ganzen Konzepte der objektorientierten Programmierung kannte ich bereits durch die Schule. Dort hatte ich am Ende ein Tamagotchi entwickelt.

In der Uni war das Abschlussprojekt ein Vokabeltrainer und stellte entsprechend keine Herausforderung mehr dar. Sogar theoretische Probleme der Informatik, wie z.B. das Halteproblem, hatten wir damals schon besprochen. Ich denke bis heute dankend an meinen Lehrer zurück. In der letzten Stunde des letzten Jahres haben wir mit einer LAN-Version Counter-Strike gespielt. Das war echt eine schöne Zeit.


➤ Im Computerraum wurde Überwachungssoftware eingesetzt. Auf den Windows-Systemen liefen die Clients, und der Lehrer konnte uns alle beobachten, was wir so für Schabernack machten. Die Client-Software konnte aufgrund der Permissions nicht einfach beendet werden. Glücklicherweise gibt es ja den Task Manager über den man einfach den Prozess abschießen konnte. Voll zum Unverständnis des Lehrers.

Wir haben dann immer so getan, als wäre das ein Systemfehler, und der Lehrer hat das einfach so akzeptiert. Und einmal konnten wir die Credentials vom Admin-Account abspickeln und die Clients ummelden. Tja, dann konnten wir alle anderen überwachen und Dinge tun wie: Remote-Shutdown, Software starten, Files ablegen etc. Und das Beste: Die Software wurde in allen Laboren verwendet. Also konnten wir in der Freistunde die anderen Klassen trollen.


➤ Informatik war für mich Wahlfach in der 9./10. Klasse (2007 bis 2009). Der Lehrer war eher weniger enthusiastisch, aber der Lernstoff war ganz gut, wenn auch an vielen Stellen etwas zu theoretisch. Da ich aber sehr wenig Vorkenntnisse hatte, war das für mich sehr gut. Wir haben gelernt, was Algorithmen sind, wie die funktionieren, über Binärcode etc.

Dann über Betriebssysteme, Computergeschichte etc. Später in der Praxis ging es eher in Richtung Programmierung, wir haben viel mit Niki, dem Roboter, gemacht. Ich fand das sehr gut, um die Funktionen von Schleifen, Bedingungen etc. zu verstehen. Alles in allem waren es halt wirklich Grundlagen, die mir aber geholfen haben, die Richtung als Informatiker einzuschlagen.


➤ Wir hatten zu meiner Informatikzeit 2008/2009 immerhin schon Windows 7 auf den Rechnern. Diese wurden angeblich überwacht, die Lehrer hatten aber keine Ahnung davon, wie das funktionierte. Der Informatikunterricht beschränkte sich auf das Erlernen von Delphi. Der Lehrer war zwar super cool, hatte aber auch nur begrenzt Ahnung. Da wir im Kurs jemanden hatten, der bereits ein Gewerbe als Programmierer angemeldet hatte und alle gängigen Programmiersprachen der Zeit beherrschte, war die Dynamik mitunter spannend zu beobachten.

Ich habe dadurch mehr gelernt, als wenn nur der Lehrer da gewesen wäre. Die Diskussionen bei den beiden schweiften jedoch gern mal ab, sodass eine halbe Stunde mit Zuhören verging, ohne dass der Unterricht weiterging. Ich war eines von zwei Mädchen, dadurch wurde ich immer sehr beäugt von den Jungs damals ...


➤ Ich bin in den frühen 2000ern an ein Gymnasium in Sachsen gegangen. Damals wurde das IT-Kabinett neu ausgestattet und im Nachhinein muss ich wirklich sagen, dass der Informatikunterricht gut war. Wahrscheinlich ist das auch meine rosarote Brille, weil ich schon damals viel mit PCs gemacht habe.

Der Informatikunterricht in der 5. und 6. Klasse war eher rudimentär und drehte sich um EVA (Eingabe, Verarbeitung, Ausgabe) und Office-Produkte. Nichts Besonderes, eben was man so können muss. Später (ab der 9. Klasse) wurde es für mich erst wirklich interessant. Durch den neuen Informatiklehrer kamen wir wirklich zu den interessanten Themen wie Netzwerken, Programmierung und auch damals moderneren Themen.

Angefangen haben wir mit Turbo Pascal, und später ging es mit Delphi weiter. Wir waren dann recht frei in der Ausgestaltung der Aufgaben, was dazu geführt hat, dass wir auch immer wieder kleine Spiele programmiert haben. Nichts Besonderes und für Personen mit weniger IT‑Affinität wahrscheinlich die Hölle. Aber ich habe es gefeiert und tatsächlich hat mich die Programmierung noch bis ins Studium begleitet. Heute habe ich nichts mehr damit am Hut, aber es hilft immer noch, um Programme und die Kommunikation zwischen Systemkomponenten zu verstehen.


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