Satellitenkonstellationen mit wenig Weltraummüll und Lichtverschmutzung

Aerospace bewirbt den neuen Standard vor allem für Satellitenkonstellationen, die mit vielen leichten Satelliten die ganze Erde abdecken sollen, aber mit Cubesats zu wenig Leistung hätten. Dabei hilft, dass umgekehrt die Luftreibung sehr hoch ist, wenn die Scheibe quer zu Flugrichtung steht oder eine Scheibe außer Kontrolle im Orbit taumelt. Denn durch die hohe Reibung in der Restatmosphäre und die niedrige Masse stürzen die Satelliten auch aus höheren Orbits schneller ab und reduzieren so die Menge an möglichem Weltraummüll.

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Der Standard lässt auch dickere Satelliten zu, die beispielsweise aus zwei Scheiben bestehen, die mit nur einem Scharnier verbunden nach dem Aussetzen auseinandergeklappt werden. Mit der Entwicklung nur eines zuverlässigen Scharniers könnte die Fläche und damit die Leistung verdoppelt werden. Außerdem bliebe mehr Volumen für Instrumente und Elektronik in dem nun 5 cm dicken Satelliten übrig.

In Stapeln von Satelliten können auch noch umfangreichere Komponenten verbaut werden, solange in den jeweils benachbarten Satelliten an der passenden Stelle eine Aussparung dafür vorgesehen ist. Wenn der Satellit selbst ebenso eine Aussparung auf der gegenüberliegenden Seite hat, können die Satelliten durch ihre symmetrische Form um jeweils 180 Grad verdreht gestapelt werden und sich so gegenseitig Platz für größere Komponenten geben.

Erste Satelliten starten 2022

Es scheint offensichtlich, dass Aerospace von den flachen, gestapelten Starlink-Satelliten von SpaceX inspiriert wurde. Auch die Disksats sollen gestapelt und mit kleinen Raketen wie der Electron von Rocketlab gestartet werden.

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Für andere Raketen sollen auch größere Durchmesser oder sogar eine quadratische Form gewählt werden können. Letztere ist für Standardadapter wie im Mitflugdienst von SpaceX mit der Falcon 9 vorgesehen. Anders als bei den Starlinks sieht der Standard vor, dass die Satelliten auch einzeln ausgesetzt werden können, um Kollisionen zu vermeiden.

Die ersten Testsatelliten sollen noch dieses Jahr fertiggestellt werden und 2022 fliegen. Die Disksats scheinen als Formfaktor tatsächlich gut geeignet zu sein, um nachhaltig globale Konstellationen von Kommunikationssatelliten aufzubauen. Solange die Möglichkeiten zum Flug in niedrigen Orbits auch genutzt werden, wären die Satelliten außerdem kaum am Nachthimmel sichtbar und würden wegen der hohen Luftreibung dort auch nicht zum Problem des Weltraumschrotts beitragen.

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 Von Cubesats zu Disksats: Satelliten als fliegende Scheiben
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