Vorgänger vergrößert und verbessert
Anhand der Parameter lässt sich darauf schließen, dass Hanyuan-2 eine Weiterentwicklung seines Vorgängers ist, der bereits bis zu 200 Atome einfangen konnte. Genutzt wurden aber wohl nur 100.
Hanyuan-2 verdoppelt auf 200 Atome, die hälftig mit den beiden Isotopen befüllt sein sollen. Technisch könnten aber auch andere Verhältnisse möglich sein. Chinesische Medien berichten(öffnet im neuen Fenster) zudem über eine Verbesserung der Genauigkeit von Zwei-Qubit-Gattern von 90 auf 99 Prozent. Die Qubits sollen 100 statt zuvor 20 Sekunden stabil bleiben, die Kohärenzzeit soll von 100 auf 300 ms gesteigert worden sein. Auf der Homepage des Herstellers(öffnet im neuen Fenster) finden sich zudem Angaben zu den langfristigen Plänen von CAS Cold Atom: Ziel sind 500 Qubits mit einer Kohärenzzeit von über einer Sekunde.
Weitere Eckdaten
Die einzelnen Atome werden mittels optischer Pinzetten(öffnet im neuen Fenster) gefangen, die Kühlung erfolgt mittels Laser. Quantengatter werden über Ansteuerung mittels Mikrowellen realisiert. Anders als bei supraleitenden Quantencomputern ist keine aufwendige Kühlkammer erforderlich. Hanyuan-2 besteht weiter aus zwei Racks für die Steuerung und einem, der die Hardware des Quantencomputers enthält. Die Leistungsaufnahme wird mit unter 7 kW angegeben.
CAS Cold Atom steht in enger Verbindung zur Universität Wuhan, die bereits lange an Quantencomputern arbeitet. Auch andere Forscher arbeiten an Neutralatom-Quantencomputern mit zwei Isotopen oder Elementen. CAS Cold Atom ist aktuell aber der einzige kommerzielle Anbieter. Hanyuan-1 soll bereits unter anderem bei China Mobile Cloud eingesetzt werden.