Von Cheater erworben: User kauft gebrauchte CPU und wird in Spiel gesperrt
Riot Games nutzt für Spiele wie League of Legends und Valorant ein Anticheat-Tool mit Kernel-Level-Zugriff. Das wurde wohl dem Käufer einer gebrauchten CPU zum Verhängnis. Die Person kaufte sich laut eigenen Aussagen einen Ryzen 7 5800X3D, konnte damit aber kein Valorant spielen.
"Gestern habe ich Valorant angemacht und wurde direkt rausgeschmissen, was ich komisch fand", schreibt die Person in einem Post auf Reddit(öffnet im neuen Fenster). Sie wandte sich anschließend an den technischen Support bei Riot Games. Der teilte mit, dass die besagte CPU über die Seriennummer auf einer Blacklist steht. Offenbar hat die Person, die den Prozessor verkaufte, in Valorant Cheats genutzt, wurde erwischt und vom Spiel ausgeschlossen.
Viele Games mit Kernel-Level-AC
Nach einigen Gesprächen mit dem Riot-Support gibt es wohl auch keinen Ausweg. Riot verweigert die Freischaltung des Systems für Valorant. Neben der CPU stehen wohl auch andere Komponenten wie Mainboard und Festplatte auf der Sperrliste. Die Person kann mit ihrem Computer kein Valorant spielen.
Riot Games ist nicht das einzige Unternehmen, das Anti-Cheat-Tools auf Kernel-Ebene verwendet. Der Multiplayer-Shooter Battlefield 6 verwendet ebenfalls ein ähnliches System, genauso wie Apex Legends, Fortnite, Ark Survival Evolved und andere Games(öffnet im neuen Fenster).
Der Taktik-Shooter Counter-Strike 2 setzt weiterhin auf ein klassisches Anti-Cheat-System mit Heuristik und dem Melden durch die Community selbst. Diese Form des Anti-Cheat-Tools ist weniger invasiv, kann Cheating aber im Zweifel auch nicht ganz so effizient bekämpfen.