Der BFFS verteidigt die geschlossene KI-Regelung
"Während das Training als Nutzung von Daten pauschal erlaubt werden kann, erfordert jede konkrete Verwendung – etwa die Nachbildung einer Stimme oder der Einsatz synthetischer Stimmen – immer eine gesonderte, ausdrückliche Zustimmung", heißt es vom BFFS. Der VDS kritisiert, dass das KI-Training mit der eigenen Stimme bisher nicht vergütet werde.
In künftigen Verhandlungen wolle der BFFS ein faires Vergütungsmodell für KI-Nutzung von Stimmen erarbeiten, um diese Formen der Nutzung angemessen vergüten zu können. Der BFFS zitiert den Sprecher und Schauspieler Alexander Döring mit den Worten: "Wer zum Boykott dieser Regelung aufruft, muss eine bessere Lösung anbieten, realistisch betrachtet wüsste ich nicht welche."
VDS ist mit der KI-Regelung unzufrieden
So sieht es auch Sprecher und Schauspieler Marcus Off: "Ohne den Vertrag des BFFS mit Netflix gäbe es keine KI-Regeln mit Netflix, keine Folgevergütungen und keinerlei Schutz vor willkürlichem KI-Einsatz." Auch Ricardo Richter, Ilona Brokowski und Uschi Hugo begrüßen die vom BFFS erzielten Regeln.
Der VDS kritisiert die KI-Klausel in der jetzigen Form und verlangt, dass Sprecher "frei darüber entscheiden dürfen, ob ihre persönlichen Daten, ihr Instrument, ihre Essenz unwiederbringlich in KI-Software eingespeist werden dürfen oder nicht". Sie müssten die "Nutzung ihrer persönlichen Daten ablehnen dürfen, ohne negative Konsequenzen für zukünftige Projekte zu fürchten".
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