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Oliver Samwer
Oliver Samwer (Bild: Ludwig-Maximilians-Universität München)

Von Alando bis Zalando: Stößt die Samwer-Masche an ihre Grenzen?

Oliver Samwer
Oliver Samwer (Bild: Ludwig-Maximilians-Universität München)

Immer wieder überschreiten Oliver Samwer und seine Brüder die Grenzen. Als "jämmerliche Diebe" werden sie beschimpft. Investoren pumpen dennoch Millionen in ihre Projekte. Doch nun droht die Masche zu scheitern.

Mit einem Stift in der Hand steht Oliver Samwer an einem Tag im Herbst in einem Hörsaal der WHU - Otto Beisheim School of Management in Vallendar. Mehr als 300 Studenten hören, was der Seriengründer, der Star der deutschen Internetbranche, zu sagen hat. "Wir sind geboren im Goldzeitalter - oder im Schlaraffenland für Unternehmer", sagt Samwer. Er schreibt Begriffe wie Mut und Durchhaltevermögen auf eine Charttafel, redet sich in Rage, begeistert. Die Botschaft ist klar: Ergreife die Chance und gründe dein eigenes Unternehmen!

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An einem anderen Tag im Herbst sitzt Samwer vor seinem Rechner und tippt sich in Rage. "Ich gebe euch all das Geld, um zu gewinnen, ich gebe euch all das Vertrauen, aber ihr müsst es zurückgeben mit unvergleichlichem Erfolg", schreibt er auf Englisch an seine Mitarbeiter. "Wenn ich aber sehe, dass ihr mein Geld verschwendet, dass ihr nicht typisch deutsch detailverliebt seid, dass ihr nicht schnell seid, dass ihr nicht aggressiv seid, dann werde ich böse." Die Botschaft ist klar: Seid erfolgreich, seid die Besten, aber seid dafür aggressiv!

"Ich bin der aggressivste Typ im Internet auf dieser Welt", schreibt er. "Ich würde sterben, um zu gewinnen und ich erwarte das Gleiche von euch." Er schreibt von "Blitzkrieg", von Blut, von zu überschreitenden Grenzen - und überschreitet mit dieser E-Mail selbst eine. Wieder einmal. Der Aufstieg von Oliver Samwer und seinen Brüdern Marc und Alexander zu den erfolgreichsten und reichsten deutschen Gründern des vergangenen Jahrzehnts ist geprägt von solchen Grenzüberschreitungen.

Jetzt aber könnten selbst sie, deren Vermögen das Manager Magazin auf 350 Millionen Euro schätzt, an ihre Grenzen stoßen: Ihre Masche, anderer Leute Ideen zu kopieren, das Projekt in den Ländern, in denen es noch nicht existiert, groß zu machen und dann an die Ideengeber zu verkaufen, scheint bei gleich mehreren ihrer aktuellen Großprojekte nicht aufzugehen. Die Partnervermittlung Edarling und der Onlineschuhverkäufer Zalando bleiben länger im Samwer-Portfolio als die Brüder es bisher gehandhabt haben. Und die Gründerszene, die die Samwers ob ihres Erfolgs einst, wenn nicht liebte, dann zumindest bewunderte, wendet sich ab.

"Die Samwer-Brüder sind jämmerliche Diebe", sagt der amerikanische Seriengründer Jason Calacanis. "Sie bemühen sich gar nicht erst, die kopierte Idee irgendwie vom Original unterscheidbar zu machen", meint der schwedische Seriengründer Hjalmar Winbladh.

Fast wöchentlich ein neues Startup 

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Technikfreak 25. Jun 2012

Eine Geschäftsidee lässt sich nicht patentieren. Entweder du patentierst ein Produkt oder...

onkel hotte 25. Jun 2012

ist er. man merkt wie er die sätze seines vorlesungsskripts 1:1 wiedergibt.

tomate.salat.inc 25. Jun 2012

+1 ich hab ja immernoch die Hoffnung, dass mit den Smartphones das Jamba sterben wird...

Wary 24. Jun 2012

Wen solls wundern? Manager zeigen überdurchschnittlich oft psychopathische...

RenéMorszeck 23. Jun 2012

Es wird immer über den Tellerrand, bei der Konkurrenz nach geschaut, welche neue...



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