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Oliver Samwer
Oliver Samwer (Bild: Ludwig-Maximilians-Universität München)

Zalando wird zur Probe

Das von Rocket finanzierte Übernachtungsportal Wimdu, auf dem jeder seine Couch zahlenden Gästen anbieten kann, hatte innerhalb von wenigen Monaten 250 Mitarbeiter. Kurze Zeit später mussten 25 bis 30 gehen. Diese Zahlen bestätigte Wimdu-Chef Arne Bleckwenn in einem Interview. Oliver Samwer begründet das so: "Es ist doch bei keiner Firma so, dass 100 Prozent aller Mitarbeiter direkt passen. Wenn man ein Unternehmen aufbaut, sind immer Mitarbeiter dabei, die nicht so gut sind und die in anderen Aufgaben vielleicht besser sind." Also muss man sie loswerden.

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Oder sie gehen von allein. "Man muss mit Oliver verwandt sein, um ihn auszuhalten", sagt einer aus dem Umfeld. Zwanzig Topleute soll Rocket laut Berichten allein seit Ende 2011 verloren haben. Zwei von ihnen sind Florian Heinemann und Christian Weiß. Beide waren Geschäftsführer von Rocket Internet. Jetzt haben sie mit weiteren ehemaligen Samwer-Getreuen einen eigenen Inkubator gegründet: Project A. Immer nur andere Projekte zu klonen, hat ihnen nicht mehr gereicht. "Wir wollen nicht ausschließlich auf Konzepte setzen, die anderswo erfolgreich waren, sondern auch technologisch neue Themen besetzen", meint Weiß. "Bei unseren Mitarbeitern ist uns wichtig, dass sie alle sehr gut sind, in dem was sie tun, aber alle auch richtig nett sind." Die Sätze lassen erahnen, worauf die Führung bei Rocket Wert legt.

"Es ist nicht leicht, mit den Samwers zusammenzuarbeiten", sagt Christian Vollmann, Geschäftsführer der Partnerbörse Edarling, bei der die Samwers größter Anteilseigner sind. Doch seit etwa zwei Jahren kümmern sie sich nicht mehr um das Unternehmen. "Wir haben viel auch ohne die Samwers gelernt, vor allem, was unsere Werte angeht. Oliver ist sehr auf kurzfristigen Erfolg aus, wir bauen eine langfristige Strategie auf", berichtet Vollmann. Und: "Bei ihnen zählen nur Leistung, Erfolg und messbare Zahlen."

Zumindest bisher war das so. Nun aber halten die Samwers etwa an Zalando, trotz Verlusten, so lange fest wie an kaum einem Projekt zuvor. Weil sie keinen Käufer finden, sagen Kritiker. Weil "E-Commerce auch noch in zwanzig Jahren wachsen" wird, glaubt Oliver Samwer. Fest steht: Zalando wird zur Probe, ob die Samwers auch mehr können als das schnelle Geschäft.

Denn, sagt Christian Vollmann: "Wenn Oliver etwas langfristiger denken würde und er mehr in seine Führungskräfte investieren würde, dann wäre er mir schon fast unheimlich. Dann wäre er nicht mehr zu stoppen."

 Superlativ ist der Ansporn

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Technikfreak 25. Jun 2012

Eine Geschäftsidee lässt sich nicht patentieren. Entweder du patentierst ein Produkt oder...

onkel hotte 25. Jun 2012

ist er. man merkt wie er die sätze seines vorlesungsskripts 1:1 wiedergibt.

tomate.salat.inc 25. Jun 2012

+1 ich hab ja immernoch die Hoffnung, dass mit den Smartphones das Jamba sterben wird...

Wary 24. Jun 2012

Wen solls wundern? Manager zeigen überdurchschnittlich oft psychopathische...

RenéMorszeck 23. Jun 2012

Es wird immer über den Tellerrand, bei der Konkurrenz nach geschaut, welche neue...



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