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Oliver Samwer
Oliver Samwer (Bild: Ludwig-Maximilians-Universität München)

Superlativ ist der Ansporn

Samwer selbst sieht das entspannt. "Ich glaube, dass unser Geschäftsmodell zu 100 Prozent intakt ist", erklärt er. Trotz der wachsenden Kritik sammeln die Samwers denn auch munter Millionen für ihre Startups ein. 855 Millionen Euro Gesamtfinanzierungsvolumen sollen es bei Rocket Internet sein; allein der US-Milliardär Len Blavatnik soll laut Szeneportalen mit seiner Beteiligungsgesellschaft Access Industries gerade 200 Millionen US-Dollar, rund 160 Millionen Euro, in Rocket investiert haben. Samwer will das nicht kommentieren, sagt aber: "Wir haben das Vielfache an Finanzierungsmitteln als jeder andere Inkubator."

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Mit so viel Geld fällt es nicht schwer, schneller zu sein als die Konkurrenz. Auch, wenn man nicht immer die besseren Ideen hat. "Rocket hat ein ganz eigenes Modell: Schnell die Fassade aufbauen und potenzielle Wettbewerber damit abschrecken", urteilt einer aus dem Umfeld.

So wird das Trio heute als Klonbrüder angegriffen. "Sie killen damit Innovationen", sagt der schwedische Seriengründer Winbladh vom Startup Wrapp, mit dem Nutzer ihren virtuellen Freunden echte Geschenkgutscheine senden können, das die Brüder mit Dropgifts gerade abgekupfert haben. Die Konkurrenz schmeichle ihm, sagt Winbladh, der Wrapp bald auch in Deutschland starten will. Was ihn aber ärgere: Wenn Gründer ihre Ideen nicht mehr zu Geld machen können, weil der Klon dank üppiger Finanzierung einfach schneller ist, werden sie es künftig ganz sein lassen. In den USA und Europa hat sich die Klon-Debatte so erhitzt, dass die Samwers die gesamte deutsche Gründerszene in Verruf bringen könnten.

Die Samwers sind jetzt nicht mehr Angreifer, sondern Angegriffene. Weil sie Angriffsfläche bieten.

So öffentlichkeitsscheu, wie sie sich in der Vergangenheit gezeigt haben, so sehr versuchen sie nun, ihren Ruf zu polieren. "Wichtig ist es, eine Kultur zu haben, die am Ende darauf zielt, dass wir am Markt das beste Produkt haben", sagt Oliver Samwer.

Er ist es gewohnt, groß zu denken. Der Superlativ ist sein Ansporn. Er vergleicht das, was er macht, schon mal mit der Besteigung von Achttausendern. "Ein Start-up aufzubauen ist wie den Mount Everest zu besteigen. Wenn zwei oder drei dabei sind, die schon auf dem Gipfel waren, ist es einfacher", äußert Samwer. Übersetzt könnte das auch heißen: Er war schon ein paar Mal auf dem Gipfel.

Immer wieder spricht er von McKinsey und Goldman. Bei der Unternehmensberatung und der Investmentbank, die nur die besten Absolventen nehmen, werben die Samwers Mitarbeiter ab. Jung, belastbar, formbar müssen sie offenbar sein. Und wenn es sein muss, schnell wieder loszuwerden.

 Fast wöchentlich ein neues StartupZalando wird zur Probe 

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Technikfreak 25. Jun 2012

Eine Geschäftsidee lässt sich nicht patentieren. Entweder du patentierst ein Produkt oder...

onkel hotte 25. Jun 2012

ist er. man merkt wie er die sätze seines vorlesungsskripts 1:1 wiedergibt.

tomate.salat.inc 25. Jun 2012

+1 ich hab ja immernoch die Hoffnung, dass mit den Smartphones das Jamba sterben wird...

Wary 24. Jun 2012

Wen solls wundern? Manager zeigen überdurchschnittlich oft psychopathische...

RenéMorszeck 23. Jun 2012

Es wird immer über den Tellerrand, bei der Konkurrenz nach geschaut, welche neue...



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