Fast wöchentlich ein neues Startup

Die Drei, Jahrgang 1970, 1973 und 1975, haben mit Alando, dem deutschen eBay-Vorläufer, eines der ersten großen Internetstartups in Deutschland überhaupt gegründet, später den Klingeltonanbieter Jamba, den deutschen Groupon-Vorläufer Citydeal und viele andere, haben die Firmen verkauft und damit laut dem Onlineportal Gründerszene mehr als eine Milliarde Euro erzielt. Fast jedes erfolgreiche Internetunternehmen aus den USA hat schnell einen Samwer-Klon: Der Onlineschuhhändler Zalando gleicht Zappos, die Übernachtungsbörse Wimdu gleicht AirBnB, die digitale Pinnwand Pinspire gleicht Pinterest. Mit den Auktionsplattformen Alando und eBay war es so, auch mit dem Videoportal Myvideo und seinem Konkurrenten Youtube.

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Damit das, Copycat-Prinzip genannt, schnell gelingt, geben die Brüder nicht nur Geld, sondern mischen sich bei den Startups ein. Inkubator heißt dieses Modell, der Inkubator der Samwer-Brüder ist Rocket Internet. Laut eigener Darstellung haben sie mehr als 140 Internetunternehmen aufgezogen. Fast wöchentlich geht ein neues Startup an den Start, fast überall auf der Welt. Und jetzt fordern die Brüder den Marktführer heraus - Amazon, die Mutter aller Internetkaufhäuser. Lazada heißt der Klon in Asien, Mizado in den arabischen Ländern. Sie sehen Amazon ähnlich und funktionierten auch so. Großer Plan oder Größenwahn?

Insider trauen Oliver Samwer das Projekt durchaus zu. Scheitern könne es, sagt einer von ihnen, an zwei Dingen: der Finanzierung und der Tatsache, dass auch der Tag eines Oliver Samwer nur 24 Stunden hat.

Denn Samwer muss sich um viele Baustellen kümmern: Die Verluste etwa von Zalando, dem Onlineschuhhandel, sind laut Bundesanzeiger innerhalb eines Jahres von 1,59 Millionen Euro auf 20 Millionen Euro im Jahr 2010 gestiegen. Bei Pinspire mussten Gerüchten zufolge fast alle Mitarbeiter gehen, die Szene spekulierte sogar über die Einstellung des Portals. Samwer sagt dazu: "Pinspire ist nicht eingestellt und wächst sehr gut." Und auch Groupon, das amerikanische Schnäppchenportal, an dem die Samwers beteiligt sind, macht negative Schlagzeilen: Der Aktienkurs ist mit 12 US-Dollar von den 20 US-Dollar Ausgabepreis weit entfernt. Und jeder US-Dollar weniger Aktienwert bedeutet einen Buchverlust für die Brüder.

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Vor dem Hintergrund fragen sich Kenner und Weggefährten der Brüder: Wie will Oliver Samwer, der Kopf des Trios, das alles stemmen?

Oliver, sagt einer, der ihn kennt, müsse lernen, zu delegieren. Täglich soll er mit den Gründern seiner Startups telefonieren, klare Vorgaben machen, dicht am Tagesgeschäft dran sein.

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 Von Alando bis Zalando: Stößt die Samwer-Masche an ihre Grenzen?Superlativ ist der Ansporn 
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Technikfreak 25. Jun 2012

Eine Geschäftsidee lässt sich nicht patentieren. Entweder du patentierst ein Produkt oder...

onkel hotte 25. Jun 2012

ist er. man merkt wie er die sätze seines vorlesungsskripts 1:1 wiedergibt.

tomate.salat.inc 25. Jun 2012

+1 ich hab ja immernoch die Hoffnung, dass mit den Smartphones das Jamba sterben wird...

Wary 24. Jun 2012

Wen solls wundern? Manager zeigen überdurchschnittlich oft psychopathische...

RenéMorszeck 23. Jun 2012

Es wird immer über den Tellerrand, bei der Konkurrenz nach geschaut, welche neue...



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