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Von 500 auf 5.000 MByte: Windows-Updates werden immer größer

Seit September 2024 sind Updates in Windows 11 um den Faktor 10 gewachsen. Das liegt am Betriebssystem selbst, aber auch an Microsofts KI.
/ Oliver Nickel
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Windows-Updates wachsen und gedeihen. (Bild: Pixabay.com)
Windows-Updates wachsen und gedeihen. Bild: Pixabay.com / Pixabay-Inhaltslizenz

Windows-11-Updates werden offenbar immer größer. Eine Untersuchung des Magazins Windows Latest hat ergeben, dass Updatepakete mittlerweile auf mehr als 5 GByte angewachsen sind. Dabei lud das Betriebssystem im September 2024 noch Pakete mit etwa 500 MByte herunter. Das entspricht einem Anstieg um Faktor Zehn. Das Problem sieht Windows Latest(öffnet im neuen Fenster) zum Teil in KI begründet.

Microsoft muss Updates allerdings weiter vergrößern, um viele Millionen Szenarien und Hardwarekombinationen abzudecken, auf denen Windows 11 läuft. Ein Updatepaket enthält dabei oft nicht nur die Informationen und Dateien der jeweils aktuellen Version, sondern auch Daten vergangener Windows-Versionen. User können so etwa ein Update überspringen und bekommen trotzdem alle Änderungen mitgeliefert.

Um dem entgegenzuwirken, führte Microsoft im September 2024 zum ersten Mal Update-Checkpoints ein. Statt alle Änderungen im Vergleich zum letzten Release-to-Manufacturing-Build zu übernehmen, wurden Checkpoints mit kürzeren Zeitabständen gesetzt. Aus diesem Grund waren die meisten Pakete im Verlauf des Jahres 2024 und bis zum April 2025 noch relativ klein.

KI hat Größe stark anwachsen lassen

Zum Mai 2025 sprang die Updategröße allerdings sprungartig auf mehr als 4 GByte an. Dort waren laut Windows Latest viele Dutzend Zusatzdateien und Msix-Files integriert. Dazu gehörten Dateien wie PStokenizer, Text Recognition Sesseion und die PSonyxruntime. Alle diese Daten wurden gebraucht, um KI-Systeme und die semantische Suche auf dem lokalen System zum Laufen zu bringen. Seitdem waren Updates mindestens 2,9 GByte groß und wachsen stetig weiter.

Dabei nutzt Windows 11 bereits das Prinzip der differenziellen Updates. Es werden effektiv also nur die Dateien geladen, die sich im Vergleich zum letzten Build auch wirklich geändert haben. Da Updates aber auf möglichst vielen Systemen funktionieren und auch zu Legacy-Hardware rückwärtskompatibel sein müssen, werden auch Treiber und Dateien Dritter mit jedem Update aufgespielt.

Vor allem für Unternehmen ist das ein Problem, da Windows-Management-Dienste wie etwa WSUS volle Updatepakete herunterladen und oft auf mehrere Systeme verteilen. Das belastet Netzwerk und Massenspeicher. Windows Latest schätzt ein: "Solange KI-Komponenten nicht separat ausgeliefert werden und ein neuer Checkpoint die Ausgangsbasis zurücksetzt, werden Windows-Updates nicht kleiner werden."


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