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Häftling droht Strafverlängerung: Krypto-Diebstahl aus der Gefängniszelle

Ein bereits wegen Geldwäsche verurteilter Mann soll aus der Haft heraus mit mehreren Komplizen beschlagnahmte Krypto-Coins gestohlen und gewaschen haben.
/ Marc Stöckel
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Ein Gefängnisinsasse soll an Diebstahl beschlagnahmter Krypto-Coins beteiligt gewesen sein. (Bild: pexels.com / Jakub Zerdzicki)
Ein Gefängnisinsasse soll an Diebstahl beschlagnahmter Krypto-Coins beteiligt gewesen sein. Bild: pexels.com / Jakub Zerdzicki

Ein bereits 2021 wegen Geldwäsche verurteilter 53-jähriger Mann aus Bulgarien soll während seines Gefängnisaufenthaltes zusammen mit mehreren Komplizen Kryptowährungen im Wert von 290.000 US-Dollar gestohlen haben. Wie Bleeping Computer unter Verweis auf neue Gerichtsdokumente berichtet(öffnet im neuen Fenster), stammt das Geld aus seinen früheren illegalen Aktivitäten und galt eigentlich als beschlagnahmt.

Laut einer Pressemitteilung der US-Staatsanwaltschaft(öffnet im neuen Fenster) verschob der 53-Jährige im Januar 2024 die Krypto-Coins im Wert von 290.000 US-Dollar zusammen mit seinen Komplizen unrechtmäßig und machte sie damit für die US-Behörden unzugänglich. Das Geld soll über mehrere Kryptobörsen und Kryptomixer-Dienste geleitet und dadurch gewaschen worden sein.

Wie der Beschuldigte dabei genau vorging, geht aus der Meldung nicht hervor. Zugang zur für Krypto-Transaktionen nötigen technischen Ausrüstung dürfte er im Gefängnis nicht gehabt haben. Möglicherweise spielte er seinen Komplizen aber Informationen zu, die es ihnen ermöglichten, die beschlagnahmten digitalen Vermögenswerte zu bewegen.

10-jährige Haft könnte verlängert werden

Den Angaben zufolge saß der Mann zum Zeitpunkt der Tat gerade eine 121 Monate lange Haftstrafe ab, die ihm bei seiner Verurteilung im Jahr 2021(öffnet im neuen Fenster) auferlegt worden war. Grund für die Verurteilung waren der Betrieb einer Kryptobörse namens RG Coins, die unter anderem von einem rumänischen Betrugsnetzwerk genutzt wurde, sowie die darüber durchgeführte Geldwäsche von Kryptowährungen im Wert von fast fünf Millionen US-Dollar.

Neben der Haftstrafe wurde der Bulgare 2021 auch zu einer Entschädigungszahlung in Höhe von 2.642.297,43 US-Dollar verurteilt. Diese soll den Opfern der Betrüger zugutekommen. Darüber hinaus ordnete das Gericht die Beschlagnahmung aller mit den Straftaten des Verurteilten verbundenen Kryptowerte an.

Die US-Behörden werfen ihm nun vor, die Beschlagnahme aktiv verhindert und sich abermals zur Geldwäsche verschworen zu haben. Sollte er dafür erneut verurteilt werden, drohen ihm bis zu 25 weitere Jahre Haft.


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