• IT-Karriere:
  • Services:

Vom Cloud-Server zum Internet-of-Things: Wenn Systeme verschmelzen

Windows und Linux werden sich dank Microsoft immer ähnlicher: Android läuft auf ChromeOS und vom Internet-of-Things über Telefone und Desktops bis zum Server verschmelzen die Systeme immer mehr. Das vergangene Jahr war der Start in eine neue, andere IT-Welt.

Eine Analyse von veröffentlicht am
IoT, Smartphone und Laptop könnten in Zukunft von nur noch einem System betrieben werden.
IoT, Smartphone und Laptop könnten in Zukunft von nur noch einem System betrieben werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Immer mehr Dienste ziehen in die Cloud um: Das Geschäft mit selbst aufgesetzten Lösungen - oder unter Verwendung der Angebote von Google, Amazon und anderen - wächst stetig und beschert der IT-Industrie große Gewinne. Das Jahr 2016 hat aber gezeigt, dass die Innovationskraft für klassische physische Geräte und darauf abgestimmte Systeme trotzdem noch viel zu bieten hat, was wohl vor allem an der Wandlungsfähigkeit und der Dominanz von Open-Source-Software liegt.

Windows soll mehr sein als Linux

Inhalt:
  1. Vom Cloud-Server zum Internet-of-Things: Wenn Systeme verschmelzen
  2. Der Desktop wird zum Telefon, das Telefon zum Desktop
  3. IoT und Smartphone sind fast dasselbe

Eindrucksvoll zeigt sich die beschriebene Entwicklung an den Veränderungen der Produkte von Microsoft. Denn mit seinem Cloud-Angebot Azure hätte sich Microsoft auch darauf beschränken können, Windows-Server und Dienste anzubieten. Stattdessen wird offiziell Linux unterstützt. Das führt dazu, dass Microsoft auch sein Windows-Betriebssystem anpassen muss, um im Vergleich zu Linux nicht als das schlechtere Angebot dazustehen.

Wohl deshalb bietet Windows eine native Implementierung der Containerverwaltung Docker auf Basis einer eigens erstellten Container-Technik an. Wichtig ist das aber eben nicht nur für den Server- und Cloud-Einsatz, sondern vor allem für die Zielgruppe der Entwickler. Diese können dank der Windows-Container ihre Anwendungen nun - wie unter Linux auch - auf dem eigenen Rechner testen.

Darüber hinaus bekommt Windows endlich eine gute Standard-Shell. Denn die Powershell, die als Open Source weiterentwickelt wird und außer auf Windows auch auf Linux und Mac OS läuft, wird wohl mittelfristig die einfache Kommandozeileneingabe CMD.exe ersetzen. Die Arbeiten an der Powershell begannen vor rund zehn Jahren explizit mit dem Ziel, eine Shell zu erstellen, die ähnlich gut funktioniert wie die Unix-Pendants.

Stellenmarkt
  1. DRÄXLMAIER Group, Vilsbiburg bei Landshut
  2. Allianz Deutschland AG, München Unterföhring

Doch gute Werkzeuge und Grundlagen in Windows allein reichen Microsoft offenbar noch nicht, um zum Funktionsumfang von Linux aufzuschließen. Deshalb läuft mit Bash on Ubuntu der Userspace von Ubuntu nativ in Windows. Dabei verzichtet Microsoft sowohl auf eine Virtualisierung als auch auf den Linux-Kernel selbst. Stattdessen wird versucht, die Systemaufrufe für den Windows-Kernel zu übersetzen. Auch das dürfte vielen Entwicklern helfen, auch wenn die ersten Versionen der Technik noch große Schwierigkeiten haben.

Microsoft expandiert auf Linux

Doch Microsoft übernimmt nicht nur Techniken und Ideen aus Linux für Windows, sondern geht auch den umgekehrten Weg und stellt eigene vormals Windows vorbehaltene Techniken für Linux bereit. Das gilt für die erwähnte Powershell, deren Umsetzung noch einige Probleme bereitet, ebenso wie für eines der wichtigsten Microsoft-Produkte überhaupt: den SQL-Server.

Auch für das schon etwas länger quelloffen entwickelte neue .Net-Core-Framework, das ebenso auf Linux läuft, hat Microsoft seine Ambitionen deutlich erweitert. Denn das Unternehmen hat Xamarin übernommen, den Sponsor der freien .Net-Implementierung Mono. Damit kann Microsoft auch Werkzeuge zur App-Entwicklung mit .Net für iOS und Android bereitstellen.

Ob Microsoft all diese Neuerung nur externen Entwicklern bereitstellt, um weiter über Dienstleistungen wie Azure Geld zu verdienen, oder ob dies auch direkte Auswirkungen auf die Produktpalette haben wird, bleibt abzuwarten. Derzeit absehbar ist wohl aber, dass die meisten Endnutzer nie direkt in Berührung mit diesen Neuerungen kommen werden, sondern höchstens mit damit erstellten Anwendungen.

Bei einschneidenden Veränderungen, die den Umgang von Nutzern mit Technik und ihren Geräten wohl langfristig beeinflussen werden, scheint Microsoft in diesem Jahr hinterherzuhinken. So klappt das Zusammenführen von Laptop und Desktop mit Smartphones zu einer neuen Art Gerät bei anderen wesentlich besser. Denn die Grenzen von Desktop zu Smartphones und eventuell gar dem Internet-of-Things (IoT) werden von anderen Unternehmen einfach aufgelöst.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Der Desktop wird zum Telefon, das Telefon zum Desktop 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4.  


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Seagate FireCuda 510 1 TB für 179,90€ + 6,79€ Versand und Fractal Design Define S2...
  2. 39,90€ (Vergleichspreis 52,70€)
  3. 124,99€
  4. mit täglich wechselnden Angeboten

Hello_World 31. Dez 2016

Wegen des Ökosystems, das nun einmal unter Windows läuft. Das müsste portiert werden...

Lifets2 29. Dez 2016

z.B. schaust Du hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Linux#Linux_und_Sicherheit und als...


Folgen Sie uns
       


Disney Plus - Test

Der Streamingdienst Disney Plus wurde am 24. März 2020 endlich auch in Deutschland gestartet. Golem.de hat die Benutzeroberfläche einem Test unterzogen und auch einen Blick auf das Film- und Serienangebot des Netflix-Mitbewerbers geworfen.

Disney Plus - Test Video aufrufen
Telekom, Vodafone: Wenn LTE schneller als 5G ist
Telekom, Vodafone
Wenn LTE schneller als 5G ist

Dynamic Spectrum Sharing erlaubt 5G und LTE in alten Frequenzbereichen von 3G und DVB-T. Doch wenn man hier nur LTE einsetzen würde, wäre die Datenrate höher.
Ein Bericht von Achim Sawall

  1. Telekom Große Nachfrage nach Campusnetzen bei der Industrie
  2. Redbox Vodafone stellt komplettes 5G-Netz in einer Box vor
  3. 5G N1 Telekom erweitert massiv das 5G-Netz mit Telefónica-Spektrum

Horror-Thriller Unsubscribe: Wie ein Zoom-Film die Nummer 1 an der Kinokasse wurde
Horror-Thriller Unsubscribe
Wie ein Zoom-Film die Nummer 1 an der Kinokasse wurde

Zwei US-Filmemacher haben mit Zoom den Horror-Film Unsubscribe gedreht. Sie landeten damit sogar an der Spitze der US-Box-Office-Charts. Zumindest für einen Tag.
Von Peter Osteried

  1. Film Wie sich Science-Fiction-Autoren das Jahr 2020 vorstellten
  2. Alien Im Weltall hört dich keiner schreien
  3. Terminator: Dark Fate Die einzig wahre Fortsetzung eines Klassikers?

Laravel/Telescope: Die Sicherheitslücke bei einer Bank, die es nicht gibt
Laravel/Telescope
Die Sicherheitslücke bei einer Bank, die es nicht gibt

Ein Leser hat uns auf eine Sicherheitslücke auf der Webseite einer Onlinebank hingewiesen. Die Lücke war echt und betrifft auch andere Seiten - die Bank jedoch scheint es nie gegeben zu haben.
Ein Bericht von Hanno Böck

  1. IT-Sicherheitsgesetz Regierung streicht Passagen zu Darknet und Passwörtern
  2. Callcenter Sicherheitsexperte hackt Microsoft-Betrüger
  3. Sicherheit "E-Mail ist das Fax von morgen"

    •  /