Abo
  • Services:
Anzeige
IoT, Smartphone und Laptop könnten in Zukunft von nur noch einem System betrieben werden.
IoT, Smartphone und Laptop könnten in Zukunft von nur noch einem System betrieben werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Vom Cloud-Server zum Internet-of-Things: Wenn Systeme verschmelzen

IoT, Smartphone und Laptop könnten in Zukunft von nur noch einem System betrieben werden.
IoT, Smartphone und Laptop könnten in Zukunft von nur noch einem System betrieben werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Windows und Linux werden sich dank Microsoft immer ähnlicher: Android läuft auf ChromeOS und vom Internet-of-Things über Telefone und Desktops bis zum Server verschmelzen die Systeme immer mehr. Das vergangene Jahr war der Start in eine neue, andere IT-Welt.
Eine Analyse von Sebastian Grüner

Immer mehr Dienste ziehen in die Cloud um: Das Geschäft mit selbst aufgesetzten Lösungen - oder unter Verwendung der Angebote von Google, Amazon und anderen - wächst stetig und beschert der IT-Industrie große Gewinne. Das Jahr 2016 hat aber gezeigt, dass die Innovationskraft für klassische physische Geräte und darauf abgestimmte Systeme trotzdem noch viel zu bieten hat, was wohl vor allem an der Wandlungsfähigkeit und der Dominanz von Open-Source-Software liegt.

Anzeige

Windows soll mehr sein als Linux

Eindrucksvoll zeigt sich die beschriebene Entwicklung an den Veränderungen der Produkte von Microsoft. Denn mit seinem Cloud-Angebot Azure hätte sich Microsoft auch darauf beschränken können, Windows-Server und Dienste anzubieten. Stattdessen wird offiziell Linux unterstützt. Das führt dazu, dass Microsoft auch sein Windows-Betriebssystem anpassen muss, um im Vergleich zu Linux nicht als das schlechtere Angebot dazustehen.

Wohl deshalb bietet Windows eine native Implementierung der Containerverwaltung Docker auf Basis einer eigens erstellten Container-Technik an. Wichtig ist das aber eben nicht nur für den Server- und Cloud-Einsatz, sondern vor allem für die Zielgruppe der Entwickler. Diese können dank der Windows-Container ihre Anwendungen nun - wie unter Linux auch - auf dem eigenen Rechner testen.

Darüber hinaus bekommt Windows endlich eine gute Standard-Shell. Denn die Powershell, die als Open Source weiterentwickelt wird und außer auf Windows auch auf Linux und Mac OS läuft, wird wohl mittelfristig die einfache Kommandozeileneingabe CMD.exe ersetzen. Die Arbeiten an der Powershell begannen vor rund zehn Jahren explizit mit dem Ziel, eine Shell zu erstellen, die ähnlich gut funktioniert wie die Unix-Pendants.

Doch gute Werkzeuge und Grundlagen in Windows allein reichen Microsoft offenbar noch nicht, um zum Funktionsumfang von Linux aufzuschließen. Deshalb läuft mit Bash on Ubuntu der Userspace von Ubuntu nativ in Windows. Dabei verzichtet Microsoft sowohl auf eine Virtualisierung als auch auf den Linux-Kernel selbst. Stattdessen wird versucht, die Systemaufrufe für den Windows-Kernel zu übersetzen. Auch das dürfte vielen Entwicklern helfen, auch wenn die ersten Versionen der Technik noch große Schwierigkeiten haben.

Microsoft expandiert auf Linux

Doch Microsoft übernimmt nicht nur Techniken und Ideen aus Linux für Windows, sondern geht auch den umgekehrten Weg und stellt eigene vormals Windows vorbehaltene Techniken für Linux bereit. Das gilt für die erwähnte Powershell, deren Umsetzung noch einige Probleme bereitet, ebenso wie für eines der wichtigsten Microsoft-Produkte überhaupt: den SQL-Server.

Auch für das schon etwas länger quelloffen entwickelte neue .Net-Core-Framework, das ebenso auf Linux läuft, hat Microsoft seine Ambitionen deutlich erweitert. Denn das Unternehmen hat Xamarin übernommen, den Sponsor der freien .Net-Implementierung Mono. Damit kann Microsoft auch Werkzeuge zur App-Entwicklung mit .Net für iOS und Android bereitstellen.

Ob Microsoft all diese Neuerung nur externen Entwicklern bereitstellt, um weiter über Dienstleistungen wie Azure Geld zu verdienen, oder ob dies auch direkte Auswirkungen auf die Produktpalette haben wird, bleibt abzuwarten. Derzeit absehbar ist wohl aber, dass die meisten Endnutzer nie direkt in Berührung mit diesen Neuerungen kommen werden, sondern höchstens mit damit erstellten Anwendungen.

Bei einschneidenden Veränderungen, die den Umgang von Nutzern mit Technik und ihren Geräten wohl langfristig beeinflussen werden, scheint Microsoft in diesem Jahr hinterherzuhinken. So klappt das Zusammenführen von Laptop und Desktop mit Smartphones zu einer neuen Art Gerät bei anderen wesentlich besser. Denn die Grenzen von Desktop zu Smartphones und eventuell gar dem Internet-of-Things (IoT) werden von anderen Unternehmen einfach aufgelöst.

Der Desktop wird zum Telefon, das Telefon zum Desktop 

eye home zur Startseite
Hello_World 31. Dez 2016

Wegen des Ökosystems, das nun einmal unter Windows läuft. Das müsste portiert werden...

Themenstart

Lifets2 29. Dez 2016

z.B. schaust Du hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Linux#Linux_und_Sicherheit und als...

Themenstart

Kommentieren



Anzeige

Stellenmarkt
  1. SICK AG, Waldkirch bei Freiburg im Breisgau
  2. Stadtwerke Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main mbH, Frankfurt am Main
  3. ESG Elektroniksystem- und Logistik-GmbH, Fürstenfeldbruck
  4. T-Systems International GmbH, verschiedene Einsatzorte


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 619,00€
  2. 184,90€ + 3,99€ Versand (Bestpreis!)
  3. (Core i7-7700HQ + GeForce GTX 1070)

Folgen Sie uns
       


  1. Classic Factory

    Elextra, der Elektro-Supersportwagen aus der Schweiz

  2. Docsis 3.1

    AVM arbeitet an 10-GBit/s-Kabelrouter

  3. Upspin

    Google-Angestellte basteln an globalem File-Sharing-System

  4. Apple Park

    Apple bezieht das Raumschiff

  5. Google Cloud Platform

    Tesla-Grafik für maschinelles Lernen verfügbar

  6. Ryzen

    AMDs Achtkern-CPUs sind schneller als erwartet

  7. Deutsche Glasfaser

    Gemeinde erreicht Glasfaser-Quote am letzten Tag

  8. Suchmaschine

    Google macht angepasste Site Search dicht

  9. Hawkspex mobile

    Diese App macht das Smartphone zum Spektrometer

  10. Asus Tinker Board im Test

    Buntes Lotterielos rechnet schnell



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Bundesnetzagentur: Puppenverbot gefährdet das Smart Home und Bastler
Bundesnetzagentur
Puppenverbot gefährdet das Smart Home und Bastler
  1. My Friend Cayla Eltern müssen Puppen ihrer Kinder zerstören
  2. Matoi Imagno Wenn die Holzklötzchen zu dir sprechen
  3. Smart Gurlz Programmieren lernen mit Puppen

Intel C2000: Weiter Unklarheit zur Häufung von NAS-Ausfällen
Intel C2000
Weiter Unklarheit zur Häufung von NAS-Ausfällen
  1. Super Bowl Lady Gaga singt unter einer Flagge aus Drohnen
  2. Lake Crest Intels Terminator-Chip mit Terabyte-Bandbreite
  3. Compute Card Intel plant Rechnermodul mit USB Type C

XPS 13 (9360) im Test: Wieder ein tolles Ultrabook von Dell
XPS 13 (9360) im Test
Wieder ein tolles Ultrabook von Dell
  1. Die Woche im Video Die Selbstzerstörungssequenz ist aktiviert
  2. XPS 13 Convertible im Hands on Dells 2-in-1 ist kompakter und kaum langsamer

  1. Re: Erfahrungsbericht aus der echten Praxis...

    amagol | 03:35

  2. Re: Kommt also gar nicht aus der Schweiz ...

    2ge | 03:19

  3. Produktion bei AMG in Affalterbach?

    alpha15 | 02:28

  4. Gibt es schon, nennt sich "SSH" bzw. "SFTP"

    __destruct() | 02:22

  5. Re: 10 Fälle?

    Iomegan | 01:55


  1. 18:05

  2. 16:33

  3. 16:23

  4. 16:12

  5. 15:04

  6. 15:01

  7. 14:16

  8. 13:04


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel