IoT und Smartphone sind fast dasselbe

Ebenso fortgeschritten beim Zusammenführen von Systemen scheinen die Arbeiten an übergreifender Technik zu sein, die künftig sowohl auf Geräten für das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) als auch auf Smartphones eingesetzt wird. Hardwareseitig unterscheiden sich diese Produktkategorien nicht sonderlich. Es handelt sich bei beiden um Embedded-Geräte, so dass sich die für die Software zu lösenden Aufgaben ähnlich sind, was übergreifende Entwicklungsansätze ermöglicht.

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Mit Witz und etwas plakativ verdeutlichte diese Entwicklung die Chefin von Ubuntu-Sponsor Canonical, Jane Silber, im Gespräch mit Golem.de in diesem Jahr. Laut Silber ist die derzeit größte Konkurrenz für Ubuntu "das verrückte Bastel-Linux".

Silber meint damit die Linux-Varianten, die von der Entwicklungsabteilung eines Herstellers nur einmal für ein Gerät erstellt werden. "Die haben keine Idee, wie die aktualisiert werden können. Die haben einfach überhaupt keinen Plan", sagte Silber fest. Canonical habe diese Expertise dagegen in den vergangenen Jahren durch sein Smartphoneprojekt sammeln können.

Die damit einhergehenden Veränderungen am System könnte Ubuntu künftig in anderen Bereichen wie eben dem IoT nutzen. Dazu gehören die Aktualisierungen auf Grundlage von Image-Updates oder das Snap-Paketformat. Zwar hat Canonical damit noch keinen Marktdurchbruch erzielen können, einige fertige Produkte wie ein Kühlschrank, eine Drohne oder die Nextcloud-Box sind aber bereits verfügbar.

Google arbeitet an sicherem IoT-Android

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Eine ähnliche Gelegenheit wie Silber sie für Ubuntu anspricht bietet sich auch Google mit seinem Android-System. Denn das Smartphone-Android soll als Grundlage für das IoT-System Android Things dienen, das aus dem Projekt Brillo hervorgegangen ist. Erstmals bekanntgegeben hat Google die Arbeiten an Brillo im Jahr 2015, mit Details dazu hielt sich das Unternehmen seitdem aber zurück. Eine breite Produktpalette, wie sie bei Android existiert, kann Google für Brillo auch noch nicht aufweisen.

Doch wie der an Brillo beteiligte Google-Angestellte Kees Cook auf der Linux Plumbers Conference erklärte, soll Brillo vor allem die für die Sicherheit relevanten Schwierigkeiten des Android-Ökosystems überwinden. Dazu verpflichtet Google seine Hardware-Partner zu Verwendung freier Linux-Treiber.

Anders als bei Android-Telefonen, bei denen solch eine Verpflichtung nicht existiert, soll so eine langfristige Pflege der Geräte mit Android Things gewährleistet werden können. Denn insbesondere die proprietären Treiber der Hersteller sowie eigene, ebenfalls nichtfreie Änderungen gelten als Grund für die seltene oder teils nie stattfindenden Android-Updates auf Smartphones.

Ähnlich wie von Silber für Ubuntu dargestellt könnte Android Things so zu einer starken Konkurrenz für das "Bastel-Linux" werden, da es wesentlich besser abgesichert werden kann. Noch sind sowohl Android Things als auch das IoT-Ubuntu allerdings nicht mehr als weit gereifte Konzepte. Bis diese im Markt ankommen und sich durchsetzen, wird es noch etwas dauern.

Eine ähnliche Einschätzung kann für die Verbindung von Desktop- und Smartphone-Systemen getroffen werden. Für Letzteres gibt es sogar schon verfügbare Produkte, aber auch diese sind alles andere als marktbeherrschend. Immerhin hat das vergangene Jahr gezeigt, dass diese Verschmelzung bei einer guten Umsetzung viel Potential hat.

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