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Holographisches Display: Interaktion wie mit einem Touchscreen
Holographisches Display: Interaktion wie mit einem Touchscreen (Bild: Leia Display System)

Die Luft leuchtet

Aerial Burton bringt bei seinem Display die Luft selbst zum Leuchten. So können die Japaner mitten in der Luft dreidimensionale Bilder aus Lichtpunkten erzeugen. Ein zusätzliches Medium brauchen sie dazu nicht.

Aber einen Laser: Der gibt Pulse ab, die an seinem Fokuspunkt die dort vorhandenen Moleküle zu einem Plasma ionisieren. Die Energie wird als Photon, also in Form von Licht abgegeben. Die Lichtpunkte blitzen nur für eine kurze Zeit auf. Der Laser sendet deshalb mehrere hundert Pulse in der Sekunde aus.

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Der Laserpuls wird fokussiert

Der Laser hat eine Frequenz von 1 Kilohertz. Der Laserpuls wird durch ein Gerät geleitet, das Aerial Burton als 3D-Scanner bezeichnet: Der bestimmt die Richtung, in die ein Puls gesendet wird, und den Punkt, auf den er fokussiert wird.

  • Das Prinzip eines volumetrischen Displays: Es stellt ein 3D-Bild dar, um das die Nutzer herumgehen können. (Grafik: Angelika Stalinski/Soscho)
  • 3D-Bild eines Schädels, dargestellt vom aktuellen Modell des Bollographen (Soscho/Screenshot: Golem.de)
  • Nicht nur schauen, sondern auch fühlen: Ultrahaptics ermöglicht, virtuelle Objekte anzufassen. (Bild: Bristol Interaction and Graphics Group/University of Bristol)
  • Auto durchbricht Mauer -  aber die ist nur aus Nebel, auf den ein Bild projiziert wird. (Bild: Leia Display System)
  • Sensoren nehmen die Bewegungen eines Nutzers auf - das holographische Display wird zum Touchscreen. (Bild: Leia Display System)
  • Leia kann 3D-Bilder so darstellen wie ein herkömmlicher Bildschirm. Das Unternehmen arbeitet an 3D. (Bild: Leia Display System)
  • Auch andere Interaktionen sind möglich: mit einem virtuellen Schmetterling zu spielen etwa... (Bild: Leia Display System)
  • ... oder sich Flügel wachsen zu lassen. (Bild: Leia Display System)
  • Aerial Burton kommt ohne Projektionsfläche aus: Ein Laser bringt Moleküle zum Leuchten. (Bild: Aerial Burton)
Aerial Burton kommt ohne Projektionsfläche aus: Ein Laser bringt Moleküle zum Leuchten. (Bild: Aerial Burton)

Ihre Displaytechnik sei die einzige, die es ermögliche, Texte und Bilder in der Luft darzustellen, sagt Geschäftsführer Akira Asano dem japanischen Nachrichtenangebot Diginfo.tv. Gedacht ist das System in erster Linie für Notfalleinsätze. Dann kann es praktisch sein, Inhalte ohne einen Bildschirm in der Luft darzustellen: in welche Richtung Menschen ein gefährdetes Gebiet verlassen sollen, wo sie Hilfe, etwas zu essen oder eine Notunterkunft finden.

Aerial 3D wird transportabel

Dafür will Aerial Burton das System mobil machen: Es soll so gestaltet werden, dass es in einem Auto transportiert werden kann. Das transportable Display soll Anfang 2015 zur Verfügung stehen.

Sicher sind auch Einsätze im Unterhaltungsbereich denkbar. Allerdings ist die Auflösung derzeit noch relativ gering. Zwei Systeme hat das japanische Unternehmen im Angebot: Super Real Vision erzeugt 50.000 grüne Leuchtpunkte in der Sekunde in einem Volumen von zehn Kubikzentimetern. Bei der ersten Version, die 2006 vorgestellt wurde, waren es noch 1.000 Leuchtpunkte in der Sekunde.

Der Schmetterling hat zwei Kubikmeter Platz

Die Auflösung von Aerial Burtons neuem System Aerial 3D ist noch relativ gering: Es erzeuge aber 1.000 weiße Leuchtpunkte in der Sekunde, teilte Unternehmenschef Hideki Kimura Golem.de per E-Mail mit. Dafür ist das Volumen deutlich größer: Bis zu zwei Kubikmeter groß kann ein Schriftzeichen oder ein flatternder Schmetterling sein.

Die Bilder können bis fünf Meter über dem Laser in der Luft schweben. Allerdings arbeite das Unternehmen aus Kawasaki auf der japanischen Hauptinsel Honshu an beiden Systemen, sagt Kimura: "Unser Ziel ist, die Reichweite von Aerial 3D zu vergrößern und klarere Bilder mit Super Real Vision zu erzeugen."

Hinweise aus Licht

Einstweilen sind solche Displays noch Spezialanwendungen vorbehalten, Aerial 3D etwa ist für Katastropheneinsätze gedacht. Mit einem Laser sollen die Einsatzkräfte große, weithin sichtbare Hinweise in die Luft schreiben. Ein Männchen oder ein Schriftzeichen soll den Menschen zeigen, in welche Richtung sie sich in Sicherheit bringen sollen.

Es ist aber durchaus denkbar, dass solche Systeme künftig für daheim zur Verfügung stehen. Leia Display etwa arbeitet daran, die Geräte so zu verkleinern, dass sie für den Hausgebrauch eingesetzt werden können. Das werde aber noch etwas dauern, sagt Karolina Skutela von Leia Display Golem.de. Allerdings habe das Unternehmen auch schon einige wenige Leia S 95 an Privatkunden verkauft - sie machten "aus der Kaminattrappe einen Touchscreen in der Luft".

 Wabernde Bilder und ein auferstandener Rapper

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SelfEsteem 22. Jan 2015

Waehrend du in die rotierende Scheibe langst, solltest du "ihn" lieber nicht in der Hand...

suicicoo 04. Dez 2014

https://what-if.xkcd.com/4/

Arkatrex 03. Dez 2014

Google Glass geht aber auf jeden Fall schon mal in die richtige Richtung, auch wenn die...

Adabi 03. Dez 2014

Bei den aktuellen Zuständen wie lange man auf einen Termin oder eine Untersuchung warten...

wp (Golem.de) 03. Dez 2014

Die Einheit stimmte, die Größe nicht. Danke für den Hinweis - ist korrigiert. wp (Golem.de)



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