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Holographisches Display: Interaktion wie mit einem Touchscreen
Holographisches Display: Interaktion wie mit einem Touchscreen (Bild: Leia Display System)

Wabernde Bilder und ein auferstandener Rapper

Das polnische Unternehmen erschafft einen Bildschirm aus einem Schleier aus Wasserdampf. Für einen Betrachter ist er - vor allem bei wenig Licht - kaum sichtbar. Wird aber ein Beamer auf den Dampfschleier gerichtet, wird er zu einer Projektionsfläche.

Der deutsche Autohersteller Daimler hat ein von Leia kürzlich vorgestelltes System für die Präsentation eines Autos eingesetzt: Es sah aus, als durchbreche das Auto eine Wand. Dabei ist die Interaktion mit dem Display völlig harmlos - anders als bei volumetrischen Displays, die von einer Glaskugel umgeben sind, damit nicht zufällig ein ungeschickter Nutzer den rotierenden Scheiben oder Armen mit seinen Fingern zu nahe kommt.

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Der Nutzer interagiert mit Leia

Wird das System um Sensoren ergänzt, kann der Nutzer mit dem Display interagieren. Die Sensoren erfassen seine Bewegungen und setzen sie in Steuerungsbefehle um. So kann er wie auf einem Touchscreen etwas eingeben. Es ist sogar möglich, das Display zu beschreiben.

  • Das Prinzip eines volumetrischen Displays: Es stellt ein 3D-Bild dar, um das die Nutzer herumgehen können. (Grafik: Angelika Stalinski/Soscho)
  • 3D-Bild eines Schädels, dargestellt vom aktuellen Modell des Bollographen (Soscho/Screenshot: Golem.de)
  • Nicht nur schauen, sondern auch fühlen: Ultrahaptics ermöglicht, virtuelle Objekte anzufassen. (Bild: Bristol Interaction and Graphics Group/University of Bristol)
  • Auto durchbricht Mauer -  aber die ist nur aus Nebel, auf den ein Bild projiziert wird. (Bild: Leia Display System)
  • Sensoren nehmen die Bewegungen eines Nutzers auf - das holographische Display wird zum Touchscreen. (Bild: Leia Display System)
  • Leia kann 3D-Bilder so darstellen wie ein herkömmlicher Bildschirm. Das Unternehmen arbeitet an 3D. (Bild: Leia Display System)
  • Auch andere Interaktionen sind möglich: mit einem virtuellen Schmetterling zu spielen etwa... (Bild: Leia Display System)
  • ... oder sich Flügel wachsen zu lassen. (Bild: Leia Display System)
  • Aerial Burton kommt ohne Projektionsfläche aus: Ein Laser bringt Moleküle zum Leuchten. (Bild: Aerial Burton)
Sensoren nehmen die Bewegungen eines Nutzers auf - das holographische Display wird zum Touchscreen. (Bild: Leia Display System)

Eine andere Möglichkeit ist, die Realität durch Darstellungen auf dem Display zu ergänzen: So kann etwa eine Tänzerin vor dem Display agieren. Auf dieses werden virtuelle Gegenstände oder Figuren projiziert, die die Tänzerin in ihre Show einbezieht.

Leia arbeitet an der dritten Dimension

Die Darstellung sei noch zweidimensional, sagt Daniel Skutela, Leia-Technikchef und Entwickler des Systems. Das bedeutet, ein 3D-Bild sieht ähnlich aus wie eine 3D-Darstellung auf einem herkömmlichen Monitor. Das Unternehmen arbeitet laut Skutela aber an der Dreidimensionalität.

Leia Displays gibt es derzeit in zwei verschiedenen Größen. Leia S 95 ist 95 Zentimeter breit und 65 Zentimeter hoch. Leia X 300, die Version für die große Bühne, ist 3 Meter breit und 2,5 Meter hoch. Falls die Bühne breiter ist, lassen sich auch mehrere X-300-Displays kombinieren. Anwendungen für das System gebe es viele, sagt Skutela. Die meisten Anfragen kommen aus der Veranstaltungsbranche.

Snoop Dogg lässt Tupac auferstehen

Welche Effekte sich mit einem schwebenden Display erzielen lassen, bewies 2012 der US-Musiker Snoop Dogg: Er ließ während seines Auftritts beim Coachella Valley Music and Arts Festival in Kalifornien seinen 1996 erschossenen Musikerkollegen Tupac Shakur wiederauferstehen. Tupac rappte zunächst allein. Später gesellte sich Snoop Dogg zu ihm auf die Bühne.

Auf der Bühne war eine Folie in einem Winkel von 45 Grad in Richtung des Publikums aufgespannt. Davor lag - für das Publikum nicht sichtbar - eine reflektierende Fläche. Darüber hing ein Beamer, der ein Video des Rappers auf die reflektierende Fläche projizierte. Diese wiederum spiegelte das Bild auf die Folie. Für das Publikum sah es so aus, als stehe Tupac für einen Song selbst auf der Bühne.

Doch es geht auch ohne Projektionsfläche, wie ein japanisches Unternehmen zeigt.

 Ein unsichtbares Display zum AnfassenDie Luft leuchtet 

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SelfEsteem 22. Jan 2015

Waehrend du in die rotierende Scheibe langst, solltest du "ihn" lieber nicht in der Hand...

suicicoo 04. Dez 2014

https://what-if.xkcd.com/4/

Arkatrex 03. Dez 2014

Google Glass geht aber auf jeden Fall schon mal in die richtige Richtung, auch wenn die...

Adabi 03. Dez 2014

Bei den aktuellen Zuständen wie lange man auf einen Termin oder eine Untersuchung warten...

wp (Golem.de) 03. Dez 2014

Die Einheit stimmte, die Größe nicht. Danke für den Hinweis - ist korrigiert. wp (Golem.de)



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