Abo
  • Services:
Anzeige
Holographisches Display: Interaktion wie mit einem Touchscreen
Holographisches Display: Interaktion wie mit einem Touchscreen (Bild: Leia Display System)

Ein unsichtbares Display zum Anfassen

Mit einem 3D-Bild, das sich anfassen lässt, könnte sich ein Mediziner nicht nur die genaue Position eines Tumors im Körper als 3D-Bild anzeigen lassen. Er könnte diesen auch betasten. Bei einem volumetrischen Display wie Perspecta, Volumen oder dem Bollographen ist das indes nicht ratsam. Sie sind von einer Glaskugel umgeben, damit nicht zufällig ein ungeschickter Nutzer den rotierenden Scheiben oder Armen mit seinen Fingern zu nahe kommt.

Anzeige

Britische Forscher um Ben Long haben ein System entwickelt, das ganz anders funktioniert und mit dem sich virtuelle Objekte auch anfassen lassen. Ultrahaptics heißt das Display von der Universität in Bristol, das mit Ultraschall arbeitet.

Ultraschall erzeugt Druck

Es besteht aus kleinen Signalgebern, die in einer Matrix von 20 x 16 angeordnet sind. Die Signalgeber senden Ultraschallwellen aus. Hält der Nutzer eine Hand darüber, nimmt er die Wellen als Druck oder Widerstand wahr. Sichtbar machen lässt sich das, wenn die Ultraschallwellen auf eine Flüssigkeit gelenkt werden.

Ein Sensor zur Bewegungserkennung, der Leap Motion Controller, erkennt die Hände. Das System kann die Signalgeber dann so ansteuern, dass für den Nutzer der Eindruck entsteht, als ertaste er ein unsichtbares Objekt.

Unsichtbare Pyramiden rotieren

Das System kann geometrische Formen wie Kugeln oder Pyramiden erzeugen. Diese können sich auch bewegen, etwa rotieren. Auch mehrere Formen darzustellen, ist schon möglich. Die Auflösung ist jedoch noch recht grob - sehr feine Details lassen sich mit Ultrahaptics nicht modellieren.

  • Das Prinzip eines volumetrischen Displays: Es stellt ein 3D-Bild dar, um das die Nutzer herumgehen können. (Grafik: Angelika Stalinski/Soscho)
  • 3D-Bild eines Schädels, dargestellt vom aktuellen Modell des Bollographen (Soscho/Screenshot: Golem.de)
  • Nicht nur schauen, sondern auch fühlen: Ultrahaptics ermöglicht, virtuelle Objekte anzufassen. (Bild: Bristol Interaction and Graphics Group/University of Bristol)
  • Auto durchbricht Mauer -  aber die ist nur aus Nebel, auf den ein Bild projiziert wird. (Bild: Leia Display System)
  • Sensoren nehmen die Bewegungen eines Nutzers auf - das holographische Display wird zum Touchscreen. (Bild: Leia Display System)
  • Leia kann 3D-Bilder so darstellen wie ein herkömmlicher Bildschirm. Das Unternehmen arbeitet an 3D. (Bild: Leia Display System)
  • Auch andere Interaktionen sind möglich: mit einem virtuellen Schmetterling zu spielen etwa... (Bild: Leia Display System)
  • ... oder sich Flügel wachsen zu lassen. (Bild: Leia Display System)
  • Aerial Burton kommt ohne Projektionsfläche aus: Ein Laser bringt Moleküle zum Leuchten. (Bild: Aerial Burton)
Nicht nur schauen, sondern auch fühlen: Ultrahaptics ermöglicht, virtuelle Objekte anzufassen. (Bild: Bristol Interaction and Graphics Group/University of Bristol)

Diese neue Version, die die Forscher um Long dieser Tage auf der Siggraph Asia vorstellen, ist jedoch schon deutlich besser als die erste aus dem vergangenen Jahr: Diese konnte nur Linien darstellen, etwa die Konturen einer Landkarte. Weiter verbessern wollen die Engländer ihr System, indem sie mehr und kleinere Ultraschallquellen einsetzen.

Museumsbesucher können Kunstwerke anfassen

"Berührbare Hologramme, immersive virtuelle Welten, die man fühlen kann, oder komplexe, berührbare Regler im freien Raum sind Möglichkeiten, um das System einzusetzen", sagt Long. Anwendungsbereiche sieht er beispielsweise in der Medizin oder in Museen - Besucher bekämen so die Möglichkeit, wertvolle Ausstellungsstücke, die sie sonst nur ansehen können, zumindest virtuell einmal anzufassen. Das Team hat ein eigenes Unternehmen gegründet, um das haptische Display zu vermarkten.

Die Displays von Leia Display System hingegen sind so gut wie nicht zu spüren und ebenso wenig zu sehen. Und doch lassen sich Bilder darauf projizieren, so dass es scheint, als schwebten diese in der Luft.

 Perspecta stellt CT-Bilder darWabernde Bilder und ein auferstandener Rapper 

eye home zur Startseite
SelfEsteem 22. Jan 2015

Waehrend du in die rotierende Scheibe langst, solltest du "ihn" lieber nicht in der Hand...

suicicoo 04. Dez 2014

https://what-if.xkcd.com/4/

Arkatrex 03. Dez 2014

Google Glass geht aber auf jeden Fall schon mal in die richtige Richtung, auch wenn die...

Adabi 03. Dez 2014

Bei den aktuellen Zuständen wie lange man auf einen Termin oder eine Untersuchung warten...

wp (Golem.de) 03. Dez 2014

Die Einheit stimmte, die Größe nicht. Danke für den Hinweis - ist korrigiert. wp (Golem.de)



Anzeige

Stellenmarkt
  1. T-Systems International GmbH, Bonn, Darmstadt, Berlin
  2. Brückner Group GmbH, Siegsdorf
  3. T-Systems International GmbH, Leinfelden-Echterdingen
  4. Commerz Finanz GmbH, München


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 18,99€ statt 39,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Apple iPhone 5s

    Hacker veröffentlicht Secure-Enclave-Key für alte iPhones

  2. Forum

    Reddit bietet native Unterstützung von Videos

  3. Biomimetik

    Drohne landet kontrolliert an senkrechter Wand

  4. Schifffahrt

    Yara Birkeland wird der erste autonome E-Frachter

  5. Erste Tests

    Autonome Rollstühle in Krankenhäusern und Flughäfen erprobt

  6. Firmware

    PS4 verbessert Verwaltung von Familien und Freunden

  7. Galaxy Note 4

    Samsung trägt keine Verantwortung für überhitzte Akkus

  8. Nach Anschlag in Charlottesville

    Nazis raus - aber nur aus PR-Gründen

  9. Hilton Digital Key im Kurztest

    Wenn das iPhone die Hoteltür öffnet

  10. Smartphone

    Essential Phone kommt mit zwei Monaten Verspätung



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Mitmachprojekt: HTTPS vermiest uns den Wetterbericht
Mitmachprojekt
HTTPS vermiest uns den Wetterbericht

Breitbandausbau auf Helgoland: Deutschlands Hochseefelsen bekommt nur Vectoring
Breitbandausbau auf Helgoland
Deutschlands Hochseefelsen bekommt nur Vectoring
  1. Provider Dreamhost will keine Daten von Trump-Gegnern herausgeben
  2. Home Sharing Airbnb wehrt sich gegen Vorwürfe zu Großanbietern
  3. Illegale Waffen Migrantenschreck gibt es wieder - jetzt als Betrug

Google Home auf Deutsch im Test: "Tut mir leid, ich verstehe das nicht"
Google Home auf Deutsch im Test
"Tut mir leid, ich verstehe das nicht"
  1. Kompatibilität mit Sprachassistenten Trådfri-Update kommt erst im Herbst
  2. Smarte Lampen Ikeas Trådfri wird kompatibel mit Echo, Home und Homekit
  3. Lautsprecher-Assistent Google Home ab 8. August 2017 in Deutschland erhältlich

  1. Re: Also technisch gesehen...

    CheeponMeth | 12:41

  2. Re: Intelligenter als 1/2 Tonne Akkus mit sich...

    My1 | 12:40

  3. Re: Umweltschützer kritisieren...

    AllDayPiano | 12:39

  4. Re: Terroranschlag gegen linke Demonstranten

    Libertybell | 12:38

  5. Re: Alt-Right = Nazi

    DeathMD | 12:37


  1. 12:55

  2. 12:37

  3. 12:30

  4. 12:00

  5. 11:17

  6. 10:44

  7. 10:00

  8. 09:57


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel