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Volocopter: ADAC erprobt Akku-Multikopter

Das deutsche Unternehmen Volocopter, das senkrecht startende Flugautos mit Elektroantrieb entwickelt, will mit dem ADAC den Einsatz bemannter Multikopter testen. Ab Frühjahr 2019 werden Luftrettungseinsätze mit Volocoptern simuliert – aber vorerst nur am Computer.
/ Andreas Donath
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Volocopter in ADAC-Farben (Bild: ADAC Luftrettung)
Volocopter in ADAC-Farben Bild: ADAC Luftrettung

Der ADAC will den bisher nur als Lufttaxi geplanten Volocopter auch als Rettungshubschrauber einsetzen. Der akkubetriebene Multikopter kann zwar keine Patienten transportieren, dafür aber den Notarzt und den Piloten. Das Luftfahrzeug ist indes nur für extreme Kurzstreckenflüge geeignet.

Der Volocopter erinnert an einen Hubschrauber ohne Heckrotor. Angetrieben wird das Fluggerät von 18 Rotoren, die auf einem Gestell über der Kanzel angeordnet sind. Der Antrieb ist in neun unabhängige Antriebsstränge aufgeteilt, jeweils mit Akku, Elektronik und zwei Rotoren, damit der Volocopter beim Ausfall eines Akkus nicht abstürzt. Die einzeln ansteuerbaren Rotoren haben feststehende Blätter, deren Anstellwinkel nicht verändert werden kann.

Das Fluggerät wiegt mit Akkus 290 kg und kann zwei Passagiere mit einem Gesamtgewicht von 160 kg transportieren. Es kann 100 km/h schnell fliegen und bis zu 2.000 Meter hoch aufsteigen. Bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h beträgt die maximale Flugzeit 27 Minuten.

Der ADAC simuliert ab 2019(öffnet im neuen Fenster) zusammen mit dem deutschen Startup Volocopter den bemannten Einsatz von Multikoptern in einer Machbarkeitsstudie für Modellregionen in Bayern und Rheinland-Pfalz.

Erstflug des Volocopter VC-200
Erstflug des Volocopter VC-200 (02:55)

Der Volocopter soll als sogenannter Notarztzubringer arbeiten und den Arzt schneller als im Einsatzwagen zu Patienten bringen. In den kommenden Monaten soll es laut ADAC erste Forschungsflüge geben. Die Ergebnisse der Studie sollen im Herbst/Winter 2019 vorliegen.


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