Volocopter 2X: Das Flugtaxi, das noch nicht abheben darf

Der Volocopter ist fertig - bleibt in Hannover aber noch am Boden. Im zweisitzigen Fluggerät stecken jede Menge Ideen, die autonomes Fliegen als Ergänzung zu anderen Nahverkehrsmitteln möglich machen soll. Golem.de hat Platz genommen und mit den Entwicklern gesprochen.

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In Halle 13, am Stand von Intel, steht der Volocopter.
In Halle 13, am Stand von Intel, steht der Volocopter. (Bild: Nico Ernst)

Auf der Cebit steht auch ein Flugtaxi. Allerdings nicht auf dem Freigelände, und ohne voll geladene Akkus, denn abheben darf das Konzept des deutschen Unternehmens Volocopter noch nicht. Es gibt schlicht nicht die rechtlichen Voraussetzungen dafür. "Wir schaffen hier ein neuartiges Fluggerät" gibt sich Mitbegründer Alexander Zosel im Gespräch mit Golem.de äußerst selbstbewusst.

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Der Maschinenbauer erklärt weiter, dass für den autonomen Senkrechtstarter die Flugsicherung neu erfunden werden muss. Nicht nur die Copter, sondern alle anderen Fluggeräte müssen komplett vernetzt werden. Ein erster Schritt dafür soll 5G werden, aber auch andere Techniken - die Zosel noch nicht nennen wollte - sollen für die Ortung und Kommunikation genutzt werden. Weil diese direkte Vernetzung des Luftverkehrs noch nicht existiert, soll das System der Flugtaxis laut Volocopter erst in rund zehn Jahren Realität werden. Testflüge gab es aber schon 2017, unter anderem in Dubai.

Es ist dabei nicht vorgesehen, dass sich jeder, der Geld und Platz dafür hat, einen Volocopter aufs Hausdach stellt. Vielmehr ist an ein Konzept wie Park&Ride bei Autos gedacht, das Flugtaxi soll also das bestehende Verkehrssystem ergänzen. Ein Beispiel dafür könnten Städte wie München sein, bei denen der Flughafen schlecht an die Innenstadt angebunden ist. Angedacht war hier ein Transrapid, der nicht zustande kam, und so braucht man vom Hauptbahnhof zum MUC mit der S-Bahn immer noch über 40 Minuten. Auch wenn der Volocopter bisher bei vernünftiger Reichweite maximal 70 km/h erreicht, sollte sich diese Zeit durch die Nutzung der Luftlinie drastisch verkürzen lassen. Zudem ist auch vorstellbar, dass durch digitales Einchecken die Landung des Copters direkt auf dem Flugfeld möglich wäre.

Die bisherigen technischen Daten (PDF) des Modells 2X von Volocopter geben solche Anwendungen durchaus her. Zwei Personen mit zusammen maximal 160 Kilogramm haben Platz, bei 70 km/h kommen sie 27 Kilometer weit. Die Akkus sind wechselbar, so dass der Copter gleich wieder abheben kann. Wer nur zum Spass fliegt, kann bei maximal 50 km/h 27 Minuten in der Luft bleiben. Die Schnellladung auf 80 Prozent braucht 40 Minuten, vollständig betankt sind die Akkus in zwei Stunden. Die 18 Rotoren finden auf einer ringförmigen Konstruktion mit einem Durchmesser von 9,15 Metern Platz, mit nur 2,15 Metern in der Höhe ist das Gerät ziemlich flach.

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Die Motorsteuerung der Rotoren stammt von Intel, und wurde aus dessen bisherigen Modelldrohnen abgeleitet. Seit 2016 ist der Chiphersteller über seine Beteiligungsgesellschaft Intel Capital an Volocopter beteiligt. Daher wird das Gerät auf der Cebit auch am Stand von Intel gezeigt.

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probeo 19. Jun 2018

Nicht mit der derzeitigen Generation von Akkus. Ist irgendwie alles "knapp auf Kante...

mucpower 19. Jun 2018

Wenn man überhaupt ankommt...

berritorre 15. Jun 2018

Ja, aber selbst da wird es bei zwei Personen recht eng. Selbst Handgepäck dürfte eng...

|=H 15. Jun 2018

Volocopter Reichweite: 27 km Modelleinführung: 2012 Erstflug: November 2013 Und seit dem...



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