Vollformat-DSLR: Nikon D800 mit 36 Megapixeln und Videokomfort

Mit der D800 bringt Nikon eine weitere Kamera für professionelle Fotografen und Filmer auf den Markt. Neben hoher Auflösung gibt es auch Mikro- und Kopfhöreranschluss sowie unkomprimiertes Livevideo. Auch eine Spezialversion ohne Tiefpassfilter ist angekündigt.

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D800 mit passendem Zubehör
D800 mit passendem Zubehör (Bild: Nikon)

Es ist nicht der lange erwartete Nachfolger der fast vier Jahre alten D700 geworden - mit der D800 für rund 2.900 Euro spricht Nikon vor allem die professionellen Anwender und sehr ambitionierte Amateure an. Die D700, die derzeit schon ab 2.000 Euro zu haben ist, bleibt weiter im Programm.

Damit kostet die D800 nur rund die Hälfte der vor vier Wochen vorgestellten D4, bietet aber viele der neuen Funktionen von Nikons High-End-Modell. Vor allem beim Filmen gibt es mehr Komfort. So ist nun neben dem Fotoauslöser ein Aufnahmeknopf für Video angebracht, so dass nahtlos zwischen beiden Modi umgeschaltet werden kann. Ein externes Stereomikro sowie Kopfhörer können verwendet werden, was ratsam ist: Das interne Mikrofon beherrscht nur Mono. Tonaufnahmen können sowohl manuell als auch automatisch eingepegelt werden.

  • Die Nikon D800 (Bild: Nikon)
  • D800 mit 16-35-Objektiv (Bild: Nikon)
  • Neuer Umschalter für Fotos und Videos (Bild: Nikon)
  • D800 mit 24-120-Zoom (Bild: Nikon)
  • Der rote Auslöser für Videos ist neu (Bild: Nikon)
  • Nikons D800 (Bild: Nikon)
  • Anschlüsse für Kopfhörer, Mikro und USB 3.0 stecken hinter der Klappe (Bild: Nikon)
  • Gewohnte Hapktik (Bild: Nikon)
  • D800 mit 300-Millimeter-Sportlinse (Bild: Nikon)
  • D800 mit 35mm-Objektiv (Bild: Nikon)
  • D800 mit 85mm-Objektiv (Bild: Nikon)
  • D800 mit typischem Zubehör (Bild: Nikon)
  • Die D800 (Bild: Nikon)
Der rote Auslöser für Videos ist neu (Bild: Nikon)

Über ihren HDMI-Anschluss kann die D800 im Live-View-Modus Bild und Ton unkomprimiert übertragen. Die Aufnahmen lassen sich so im Studio von einem externen Rekorder speichern. Werden beim Filmen simultan Fotos geschossen, so dürfen diese bis zu 6.720 x 3.776 Pixel groß sein (25 Megapixel), sie liegen dann im 16:9-Format vor. Die volle Auflösung des Sensors von 7.360 x 4.912 Punkten (36 Megapixeln) steht nur beim Fotografieren zur Verfügung.

Gefilmt wird mit bis zu 1.920 x 1.080 Pixeln, dabei steht entweder das FX- oder DX-Format des Sensors zur Verfügung. Die Bildrate bei Full-HD kann 24, 25 oder 30 fps betragen, bei 1.280 x 720 Pixeln sind auch 60 fps möglich. Alle Filme werden in Vollbildern, also progressiv gespeichert. Das Containerformat ist MOV, darin stecken H.264-Clips.

Den CMOS-Sensor hat Nikon nur bis ISO 6.400 kalibriert, die extreme Empfindlichkeit der D4 ist also nicht gegeben. In den unkalibrierten "Hi"-Stufen kommt die D800 immerhin auf umgerechnet ISO 25.600. Wie bei den Profikameras üblich, ist auch die höchste Bildrate für Fotos nur mit Zubehör zu erreichen: Mit dem optionalen Batteriegriff sind 6 Bilder pro Sekunde im DX-Format möglich, ohne nur vier - aber auch im FX-Vollformat.

Leichter als die D700

Das Gehäuse der D800 ist gegen Staub und Spritzwasser geschützt und aus Magnesium gefertigt. Inklusive Akku und Speicherkarte soll es laut Nikon 1.000 Gramm wiegen und damit rund 10 Prozent weniger als das der D700. Speicherkarten nach CF (UDMA 7) und SD-Karten bis UHS-1 nimmt die Kamera in je einem Slot entgegen. Wahlweise kann eine Karte automatisch Backups der aufgenommenen Daten anlegen. Weitere technische Daten zeigt Nikons umfangreiche Feature-Liste.

Ende März 2012 soll die D800 verfügbar sein, die Preisempfehlung liegt bei 2.899 Euro. Ein Spezialmodell stellt die D800E für 3.219 Euro dar, die im April auf den Markt kommen soll. Bei dieser Kamera ist der Tiefpassfilter vor dem Sensor nicht vorhanden. Das bringt den letzten Rest der möglichen Schärfe, erhöht aber auch das Risiko von Moiré-Mustern und Farbsäumen an Detailkanten.

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