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Vollausbau: Telekom will Kunden schneller aufs Glasfasernetz bringen

Netzetag
Die Telekom setzt auf Vollausbau in Mehrfamilienhäusern. Auch technisch und bei der Werbung will sie neue Wege gehen.
/ Achim Sawall
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Rodrigo Diehl, Vorstand Deutschland der Telekom, am 22. Januar 2026 in Berlin (Bild: Deutsche Telekom)
Rodrigo Diehl, Vorstand Deutschland der Telekom, am 22. Januar 2026 in Berlin Bild: Deutsche Telekom

Die Deutsche Telekom will die Auslastung ihrer Glasfasernetze möglichst schnell erhöhen. Rodrigo Diehl, Vorstand Deutschland der Telekom, sagte am 22. Januar 2026 beim Netzetag(öffnet im neuen Fenster) in Berlin. "Wir müssen Kunden schneller auf unser Glasfasernetz bringen. Unser Commitment ist, in 2027 eine Millionen neue Kunden in diesem Netz."

Man werde auch deswegen in den kommenden drei Jahren 800 Millionen Euro zusätzlich zu den bestehenden Investitionen in den Glasfaserausbau stecken. Dafür gebe es drei neue Ansätze.

Diehl betonte: "Erstens gehen wir auf Vollausbau als Default. Das bedeutet, wenn wir jetzt in ein Mehrfamilienhaus gehen, dann machen wir das gesamte Haus, auch wenn es nur einen Vertrag gibt. Zweitens gehen wir stärker in die ländlichen Gebiete. Unsere Wettbewerber haben hauptsächlich in ländlichen Gebieten gebaut. Da wo bei unseren Wettbewerbern die Action war, da gehen wir als Deutsche Telekom auch stärker hin."

"Und das dritte nennen wir 'Shop vor Ort'. Wir müssen auch zu den Kunden kommen. Und 2026 werden wir das Konzept 'Shop vor Ort' implementieren. Das bedeutet, wir werden über 200 Arbeitsplätze in Deutschland generieren."

Diehl schickt mehr Beschäftigte in die Vorort-Werbung

Man bringe die Glasfaser vom Bürgersteig ins Wohnzimmer. "Dafür investieren wir mehr als je zuvor. Wir wollen den Vollausbau von Mehrfamilienhäusern forcieren und starten den Telekom-'Shop-vor-Ort'-Berater, der den Kunden vor Ort Glasfaser erklärt" , sagte Diehl. Dafür habe es im Vorjahr regionale Testphasen gegeben. Nun baue das Unternehmen neue, regional verankerte Teams mit Festangestellten auf, die wohl anders als die Ranger nicht auf Provisionsbasis bezahlt werden.

Auch neue Technik soll helfen, Glasfaser noch unkomplizierter anzuschließen. Mit neuen biegsamen Klebekabeln von Huawei werde das Verlegen im Haus deutlich einfacher, schneller und preiswerter. Und auch das aufwendige Spleißen könne zukünftig durch einfaches Stecken abgelöst werden. "Ziel ist es, den Anschluss so schnell wie möglich betriebsbereit zu haben" , betonte Diehl.


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