Volkswagen: Powerco kurz vor Start der Batteriezellen-Produktion

Die Volkswagen-Tochter Powerco steht offenbar kurz vor dem Start der Batteriezellproduktion in Salzgitter. Nach Informationen der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung(öffnet im neuen Fenster) (HAZ, Paywall) sollen noch im Jahr 2025 Zellen in der neuen Fabrik gefertigt werden, der reguläre Betrieb ist für 2026 vorgesehen. Damit wird das bisherige Motorenwerk weiter zum Zentrum für Elektromobilität umgebaut.
Laut HAZ ist der Zeitplan eng mit der Modellplanung des Konzerns verknüpft: Wenn die Fertigung im kommenden Jahr in größerem Umfang beginnt, sollen parallel neue Elektroautos wie der Kompaktwagen ID.Polo auf den Markt kommen.
Die in Salzgitter produzierten Batterien sind demnach für Fahrzeuge des Volumensegments vorgesehen und sollen entscheidend dazu beitragen, Volkswagens E-Modelle kostengünstiger und unabhängiger von externen Zelllieferanten zu machen.
Salzgitter-Fabrik als Vorbild
Powerco bündelt seit 2022 das Batteriegeschäft des Konzerns. Die Tochtergesellschaft ist nicht nur für den Aufbau der Zellfertigung zuständig, sondern soll langfristig große Teile der Wertschöpfungskette abdecken, von der Beschaffung zentraler Rohstoffe bis hin zur Entwicklung und Produktion der Batterien.
Salzgitter gilt dabei als Blaupause für weitere Standorte in Europa und Nordamerika, mit denen Volkswagen seine Position im globalen Markt für Elektrofahrzeuge absichern will.
Für die Region rund um Salzgitter bedeutet der nun konkret werdende Produktionsstart den weiteren Strukturwandel weg vom Verbrennungsmotor hin zur Elektromobilität. Gleichzeitig sendet der Konzern das Signal, dass er trotz schwieriger Marktlage an der eigenen Zellfertigung festhält.
Gelingt der Hochlauf wie geplant, könnten schon ab 2026 erste E-Modelle mit Batterien "Made in Salzgitter" bei der Kundschaft ankommen – ein wichtiger Test dafür, ob Volkswagens Batteriestrategie in der Praxis trägt.