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Volkswagen Payments: VW entlässt Mitarbeiter angeblich wegen Sicherheitsbedenken

Volkswagen hat einem Bericht zufolge einen Mitarbeiter entlassen, nachdem dieser Bedenken hinsichtlich der Cybersicherheit geäußert hatte. Volkswagen Payments dementiert einen Zusammenhang.
/ Andreas Donath
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Volkswagen Payments (Bild: Volkswagen Payments/ Bildmontage: Andreas Donath)
Volkswagen Payments Bild: Volkswagen Payments/ Bildmontage: Andreas Donath

Einem Bericht der Financial Times(öffnet im neuen Fenster) zufolge ist ein ranghoher Volkswagen-Mitarbeiter entlassen worden, nachdem er mehrere Wochen auf angebliche Sicherheitslücken in der Zahlungsverkehrssparte des Autobauers hingewiesen hatte. Dem Bericht nach warnte der Manager im September 2021 davor, dass das System von VW offen für Betrug sei und sogar ermögliche, Geld von Volkswagen zu stehlen. VW bestreitet, dass es einen Zusammenhang zwischen der Warnung und der Entlassung gab.

Betroffen ist laut dem Bericht die Plattform Volkswagen Payments, die 2017 gegründet wurde. Das Unternehmen bietet Händlern und Kunden Finanzierungen an. Anfang September 2021 übernahm JPMorgan 75 Prozent an dem Unternehmen. Die Meldung des Mitarbeiters erfolgte demnach im gleichen Monat, nachdem es angeblich einen Betrugsfall gegeben hatte. VW dementierte dies gegenüber der Financial Times.

Golem.de erhielt folgendes Statement von Volkswagen Payments: "Grundsätzlich gehen wir allen Sicherheitshinweisen unserer Mitarbeiter unverzüglich und gewissenhaft nach. In dem beschriebenen Fall erwiesen sich die Angaben nach unserer Untersuchung als irrelevant. Es lag kein Fall von Betrug vor. Das Arbeitsverhältnis mit dem Mitarbeiter wurde aufgrund grundsätzlicher Differenzen in der Zusammenarbeit aufgelöst."

Nach dem Diesel-Skandal hat Volkswagen seine Unternehmenskultur umgebaut, um sicherzustellen, dass Mitarbeiter ohne Angst vor Repressalien als Whistleblower vorstellig werden können. Dazu wurde das Together4Integrity-Programm ins Leben gerufen. Ein neues Vorstandsmitglied ist sogar ausschließlich für Integrität und Rechtsangelegenheiten zuständig.

Nachtrag vom 25. Januar 2022, 11:43 Uhr

Golem.de hat ein Statement von Volkswagen Payments erhalten und den Artikel daraufhin leicht angepasst.


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