Volkswagen: Elektroautos gefährden Arbeitsplätze

Sollten sich Elektroautos durchsetzen, werden viele Arbeiter nach Ansicht von VW-Personalvorstand Karlheinz Blessing ihren Job verlieren. Auch bei Mercedes sorgte sich der Betriebsrat bereits um Jobs, da Elektroautos weniger Bauteile benötigen.

Artikel veröffentlicht am ,
Motor des neuen E-Golf
Motor des neuen E-Golf (Bild: Volkswagen)

Ein steigender Anteil von Elektroautos wird nach Einschätzung von Experten zu einem Stellenabbau bei Autoherstellern führen. Zwar entstünden auch neue Jobs im Bereich Software und Elektronik, doch unterm Strich sei die Bilanz hinsichtlich der Arbeitsplätze negativ, sagte VW-Personalvorstand Karlheinz Blessing nach einem Bericht von Futurezone.

Stellenmarkt
  1. Fachinformatiker / Informatiker (m/w/d)
    Dr. Hobein (Nachf.) GmbH, med. Hautpflege / EUBOS, Meckenheim bei Bonn
  2. (Junior) Business Analyst (m/w/d) Schwerpunkt Analyse / Reporting
    Bruno Bader GmbH + Co.KG, Pforzheim
Detailsuche

Elektromotoren sind deutlich einfacher aufgebaut als Verbrennungsmotoren. Zudem sind Motorspezialisten keine Elektroniker, die einfach einem anderen Aufgabengebiet zugeteilt werden. Darüber hinaus werden beispielsweise bei Mercedes die Elektromotoren komplett zugeliefert und nicht selbst gebaut.

Die FAZ berichtete im November 2016, dass bei Elektroautos nur noch ein Siebtel des Arbeitsumfangs im Vergleich zu Verbrennungsfahrzeugen nötig sei. Das dürfte Folgen für die Belegschaft der Autohersteller, aber auch deren Zulieferer haben.

Der BMW-Gesamtbetriebsratsvorsitzende Manfred Schoch wies darauf hin, dass ein 8-Zylinder-Motor 1.200 Teile habe, die zusammenmontiert werden müssten, ein Elektromotor nur 17 Teile.

Golem Akademie
  1. IT-Fachseminare der Golem Akademie
    Live-Workshops zu Schlüsselqualifikationen
  2. 1:1-Videocoaching mit Golem Shifoo
    Berufliche Herausforderungen meistern
  3. Online-Sprachkurse mit Golem & Gymglish
    Kurze Lektionen, die funktionieren
Weitere IT-Trainings

Volkswagen will die Veränderungen durch einen sogenannten Zukunftspakt abfangen, der zwischen Management und Betriebsrat abgeschlossen wurde. So soll es keine betriebsbedingten Kündigungen geben, obwohl bis 2025 an deutschen Standorten bis zu 23.000 Arbeitsplätze gestrichen werden und bis zu 30.000 weltweit. Da auch 9.000 neue Stellen, unter anderem für Softwareentwickler, geschaffen werden sollen, ist der Nettoabbau geringer.

In einem Gespräch mit der Zeitschrift Auto, Motor und Sport zeichnete der Zukunftsforscher Stephan Rammler im November 2016 ein düsteres Bild. Deutsche Autohersteller hätten in ihrer jetzigen Form im Elektromobilitätszeitalter keine Überlebenschance, da Unternehmen aus Asien ebenfalls gute Elektroautos bauen könnten. Wenn sich die asiatische Autoindustrie mit Unternehmen des Silicon Valley verbündete, könnte eine Marktmacht entstehen, der die hiesige Industrie nichts entgegensetzen könne.

Die Automobilindustrie in Deutschland will anderen Ländern das Feld aber nicht einfach so überlassen. So plant Volkswagen eine Aufholjagd bei Elektroautos und will 2025 Weltmarktführer in dieser Sparte sein.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Clubhouse  
3,8 Milliarden Telefonnummern werden im Darknet verkauft

Die Telefonnummern und Kontakte aller Clubhouse-Konten werden wohl im Darknet angeboten. Nummern werden nach ihrer Wichtigkeit eingestuft.

Clubhouse: 3,8 Milliarden Telefonnummern werden im Darknet verkauft
Artikel
  1. iPhone 12: Youtuber findet Akkukapazität von Apples Magsafe-Pack heraus
    iPhone 12
    Youtuber findet Akkukapazität von Apples Magsafe-Pack heraus

    Ein Youtuber nimmt das Apple Magsafe-Akkupack auseinander. Im Video gibt er einen Einblick in die Technik und die Akkuladung des Produktes.

  2. Teilautonomes Fahren: Magna übernimmt Fahrerassistenz-Spezialisten Veoneer
    Teilautonomes Fahren
    Magna übernimmt Fahrerassistenz-Spezialisten Veoneer

    Für insgesamt 3,8 Milliarden US-Dollar will Magna International sein Geschäftsfeld autonome Fahrfunktionen ausbauen und übernimmt Veoneer.

  3. Elon Musk: Tesla Model S bekommt ausschließlich Knight-Rider-Lenkrad
    Elon Musk
    Tesla Model S bekommt ausschließlich Knight-Rider-Lenkrad

    Elon Musk hat klargestellt, dass es für das Model S und das Model X kein normales Lenkrad mehr geben wird. Das D-förmige Lenkrad ist Pflicht.

Anonymer Nutzer 03. Dez 2018

Selbstverständlich gab es fahrbereite Fahrzeuge, sogar zwei. Auf YouTube sind noch...

User_x 04. Mär 2017

wie man sich halt die Zukunft malt... biologisch wäre die Reduzierung auf das Gehirn mit...

Bigfoo29 24. Feb 2017

Die müssen das "mehr" an Batterien nur einbauen? Warum zur Hölle kam man 2001 schon auf...

LinuxMcBook 20. Feb 2017

Seit 1988 hat sich aber an der Meinung vieler, dass in 30 Jahren das Öl alle ist, nichts...

Neuro-Chef 19. Feb 2017

Tja, "letzte Hoffnung: Stückzahl" würde ich mal sagen..



  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Schnäppchen • 30% auf Amazon Warehouse • LG 55NANO867NA 573,10€ • Fractal Design Meshify C Mini 69,90€ • Amazon: PC-Spiele von EA im Angebot (u. a. FIFA 21 19,99€) • Viewsonic VG2719-2K (WQHD, 99% sRGB) 217,99€ • Alternate (u. a. Fractal Design Define S2 106,89€) • Roccat Horde Aimo 49€ [Werbung]
    •  /