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Hohe oder niedrige Spannung?

Die meisten Elektroautos werden heute mit einer Spannung von 400 Volt betrieben. Bei hohen Spannungen lassen sich hohe Leistungen besser übertragen. Das hat beim Laden beispielsweise den Vorteil, dass Ladekabel nicht so dick sein müssen, um eine hohe Leistung bereitstellen zu können.

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Porsche geht mit seinem kürzlich vorgestellten Elektrosportwagen Taycan sogar noch weiter: Das Auto wird mit einer Spannung von 800 Volt geladen. An einem Gleichstrom-Schnelllader soll das Fahrzeug in fünf Minuten Strom für etwa 100 Kilometer Reichweite laden. Unter Idealbedingungen wird der Akku in 22,5 Minuten von 5 auf 80 Prozent geladen.

Der Nachteil jedoch ist, dass für Arbeiten an einem solchen Auto diverse Sicherheitsmaßnahmen getroffen werden müssen. Wer an dem Auto hantiert, muss speziell geschult sein und Maßnahmen zum Schutz vor Stromschlägen ergreifen. Das gilt für die Mitarbeiter in der Montagehalle oder den Mechaniker einer Werkstatt ebenso wie für Einsatzkräfte von Feuerwehr oder Polizei, die nach einem Unfall die Insassen aus einem Elektroauto holen sollen.

Das entfällt bei Volabo. Denn dieser Antrieb funktioniert mit nur 48 Volt. Das sei "intrinsisch sicher", sagt Patzak. Niedrige Spannung heißt dabei aber nicht, dass der Motor auch schwachbrüstig ist: Einen Prototyp mit einer Leistung von 150 Kilowatt (kW) haben die Münchener schon gebaut, Motoren mit 300 kW hält Patzak für möglich.

Der einfacheren Handhabbarkeit steht jedoch ein großer Nachteil gegenüber, und zwar einer, der ohnehin oft gegen Elektroautos angeführt wird: Mit der niedrigen Spannung ist Schnellladen sehr schwierig. Zwar kann der Akku mit einer Leistung von 150 kW geladen werden. Doch gibt es aktuell auf dem Markt keinen Schnelllader auf 48-Volt-Basis. Um dennoch Schnellladen zu ermöglichen, könnte ein Auto mit einem Gleichspannungswandler ausgestattet werden, der die Spannung von 400 oder 800 Volt in 48 Volt wandelt.

Allerdings, sagt Patzak, gebe es durchaus viele Einsatzmöglichkeiten für 48-Volt-Systeme, beispielsweise in Ländern, wo die Infrastruktur nicht so gut ausgebaut sei, also nicht viele Schnelllader zur Verfügung stehen. Aber auch hierzulande sei bei vielen Autos Gleichstrom-Schnellladen nicht unbedingt notwendig: "Für Lieferfahrzeuge wie den Streetscooter oder Stadtfahrzeuge brauche ich eigentlich kein Laden mit 150 Kilowatt. Damit fahre ich jeden Tag meine 50, 100 oder meinetwegen 200 Kilometer und kann dann über Nacht wieder laden."

Das bedeute aber nicht, dass Volabo das Premiumsegment ausschließt. "Wir haben auch dafür eine gute Idee, und zwar ist das das Thema Brennstoffzelle", sagt Patzak. Die Brennstoffzellen seien heute so teuer, weil sie Hochvolt-Anwendungen seien. "Nach unseren Untersuchungen kann das Brennstoffzellensystem einfacher und günstiger werden, wenn man es auf einer 48-Volt-Basis aufsetzt."

So weit ist das Münchener Unternehmen aber noch nicht.

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 Volabo: Mit Niedrigspannung in die elektromobile ZukunftErst Boote, dann Autos 
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cpt.dirk 19. Okt 2019

Die "3s" sind natürlich sehr relativ zu sehen; je nachdem, wo die Ladeklappe liegt, OB es...

E-Mover 18. Okt 2019

"Versehentlich" würde ich mal ausschließen, da man das mit klarer Akku-Identifikation...

Megusta 15. Okt 2019

Der Asynchronmotor hat nicht die smarte Software und die premium alu-Stäbe aus...

trinkhorn 14. Okt 2019

Ich glaube in der Werkstatt muss trotzdem ein Experte ran, wenn es verbaut ist. Könnte...

trinkhorn 14. Okt 2019

Nachfrage und Verwunderung ist ok (auch wenn es keine offiziellen Infos gibt, und hier...


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