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Das Mitschneiden von Stimmen ist in Deutschland strafbar.
Das Mitschneiden von Stimmen ist in Deutschland strafbar. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Voiceprints allein bieten keine Sicherheit

Mittlerweile baut eine ganze Industrie auf Stimmenerkennung auf. Experten schätzen den Umsatz in diesem Jahr auf mindestens 630 Millionen Euro. Mehrere Firmen, darunter Nuance, Onevault und Voicevault, haben sich auf akustische Biometriesysteme spezialisiert. Anders als die Firmen versprechen, werden Voiceprints aber genau so wenig als alleiniges Sicherheitsmerkmal taugen wie Iris und Fingerabdruck.

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Bislang gelingt es Hackern noch immer, biometrische Systeme zu überwinden. Zuletzt hat das Jan Krissler auf dem Chaos Communication Congress (31C3) in Hamburg gezeigt, als er einen Irisscanner mit einem ausgedruckten Foto eines Gesichts täuschte. Mit Voiceprints wird das früher oder später auch gelingen.

Neuseeland, Mitglied im Geheimdienstverbund Five Eyes, hat trotzdem massiv auf die Technik gesetzt. Das Land hat über eine Million Voiceprints gesammelt. Das neuseeländische Finanzministerium führte 2012 Voiceprints ein, um Betrug vorzubeugen und die Gespräche mit Bürgern zu beschleunigen. Wer sich dafür registrierte, war in der Regel eine Minute schneller fertig als die anderen. Die Authentifizierung erfolgt allein über die Stimme. Zusätzliche Sicherheitsfragen gibt es nicht mehr.

Niemand überwacht die Aufbewahrung sensibler Daten

Das Vertrauen auf ein biometrisches Merkmal ist aber nicht das einzige Risiko: Barclays hat zwölf Millionen Kunden und bereits eine Menge Stimmen gesammelt. Weltweit seien mittlerweile bereits 65 Millionen Voiceprints gesammelt, sagt ein Branchenkenner im AP-Report. Mit anderen Worten: Banken und Biometrie-Dienste sitzen auf einem riesigen Datenschatz, der nur von den Unternehmen selbst überwacht wird. Der macht die Server der Banken auch zum Ziel von Angreifern.

Die Darpa, eine Forschungsstelle des US-Verteidigungsministeriums, forscht seit 1971 an Stimmenerkennung und -analyse. Im RATS-Programm für die US Air Force entwickelt sie eine Software, die Stimmen auch bei besonders schlechten Bedingungen erkennbar macht. RATS soll am Ende vier grundlegende Aufgaben erfüllen: Es soll brüchige Stimmen von Hintergrundgeräuschen trennen können, verschiedene Sprachen erkennen und schließlich Individuen anhand von Stimmmustern sowie Schlüsselwörtern identifizieren. Ein mögliches Szenario wäre der Einsatz in Kriegsgebieten. Ein anderes der Einsatz für Massenüberwachung, wie sie der amerikanische Geheimdienst NSA derzeit betreibt.

Stimmproben bei Grenzübertritt?

Stimmenüberwachung hat damit ein ähnlich problematisches Potenzial wie Videoüberwachung im Verbund mit Gesichtserkennung. Die akustische Überwachung der Umwelt ist aber weit schwieriger zu entdecken und zu überwachen als die per Video. Abhörwanzen gibt es seit Jahrzehnten. Ihre Entdeckung ist heute nahezu unmöglich, es gibt passive Wanzen, die keine Signale abgeben. Räume können von außen mit Radar und Lasermikrofonen abgehört werden.

Bei der Suche nach Stimmproben könnten Staaten auf ein breites Instrumentarium zurückgreifen. Ein einfacher Weg wäre etwa, bei der Einreise eine Stimmprobe zu nehmen. Schon heute müssen Reisende in den USA ein Foto und den Scan aller Finger einer Hand erdulden. Eine Stimmprobe fiele da kaum ins Gewicht.

 Voiceprint: Stimmenerkennung ist die neue Gesichtserkennung

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TheBigLou13 06. Mai 2015

Ohne zu meckern: Bei der Qualität kann man doch gar nicht mehr eindeutig sagen ob eine...

narfomat 05. Mai 2015

stimmt. allerdings ist das bei uns soweit ich weiss ein rechtliches problem, da man die...

Hotohori 30. Apr 2015

den normalen Bürger warnen sie vor einer Welt, die wir auf keinen Fall möchten. Den Rest...

Hotohori 30. Apr 2015

Das ist deine These, aber wer weiß wie gut diese Systeme heute bereits sind und solche...



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