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Voice over New Radio: Telefónica schafft als erster Telefonie im 5G Livenetz

Derzeit ist VoNR im Live-Netz nur an den ersten 5G -Mobilfunkanlagen von Telefónica /O2 in Potsdam und München möglich.
/ Achim Sawall
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5G New Radio (Bild: Telefónica Deutschland)
5G New Radio Bild: Telefónica Deutschland

Telefónica hat in seinem 5G-Livenetz einen Sprachanruf mit Voice over New Radio (VoNR) durchgeführt. Das gab der Mobilfunkbetreiber am 22. September 2021 bekannt(öffnet im neuen Fenster) . VoNR stellt Telefonie direkt innerhalb des 5G-Netzes her.

Durch Voice over New Radio führt ein Anruf nicht mehr zu Unterbrechungen einer laufenden 5G-Datenverbindung. 5G-Sprachanrufe schonen zudem den Akku des Smartphones, da keine Energie mehr für den Wechsel in die 4G-Netztechnologie verbraucht wird.

"Die Technologie zur Sprachübertragung führen wir deutlich schneller ein als beim LTE-Standard. Bei 4G hat die gleichzeitige Übermittlung von Sprachtelefonie und Daten etwa fünf Jahre nach Einführung des Mobilfunkstandards gebraucht, bei 5G brauchte es nur wenige Monate" , sagte Mallik Rao, Chief Technology & Information Officer von Telefónica Deutschland. Der Betreiber sieht sich mit dem Sprachanruf mit Voice over New Radio im 5G-Netz als erster in Deutschland.

Bei Telefónica Deutschland sollen laut Brancheninformationen, die Golem.de vorliegen, Nokia und Huawei zu gleichen Teilen die Ausrüstung der Mobilfunkstandorte mit 5G-Antennentechnik verantworten. Im Kernnetz kommt Ericsson zum Einsatz.

Derzeit ist VoNR im Live-Netz nur an den ersten 5G-Mobilfunkanlagen von Telefónica/O2 in Potsdam und München möglich. Voraussetzung ist ein VoNR-fähiges Smartphones.

Zum Kernnetz gehören Core und Backbone. Das gegenwärtig genutzte 5G (Non-Standalone) nutzt noch den LTE-Kern. 5G NSA braucht LTE für das Einbuchen in das Netz und für Session Control. Für die User Plane (Up and Down) wird 5G New Radio eingesetzt. 5G im Standalone-Betrieb (SA) bietet mit einem eigenen 5G-Core Network Slicing, URLLC (Ultra Reliable and Low Latency Communications) mit geringer Latenz und eine erweiterte Sicherheitsarchitektur.

Telefónica/O2 hatte im Mai rund 1.300 5G-Antennen in rund 60 deutschen Städten in Betrieb. Alle 5G-Antennen funken laut Unternehmensangaben über 3,6 GHz-Frequenzen. Nur im Bereich 3,6 GHz hat 5G tatsächlich auch 5G-Eigenschaften mit Datenübertragungsraten von 1 GBit/s und mehr. Geboten wird jedoch von Telefónica nur eine Datenrate von maximal 500 MBit/s und bis zu 50 MBit/s im Upload. Offenbar regelt Software die Datenrate herunter.


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