Voice-over-LTE: Vodafone startet mit Telefonaten im LTE-Netz

Vodafone hat damit begonnen, sein Mobilfunknetz auf Voice over LTE (VoLTE) umzustellen. Damit kann der Kunde über LTE telefonieren. Bisher musste beim Telefonieren auf UMTS oder GSM heruntergeschaltet werden. Das erhöht auch den Strombedarf und verringert die Akkulaufzeit. Bei VoLTE ist das nicht mehr erforderlich. Auch der Betrieb der Basisstationen soll weniger energieintensiv sein. Vodafone spricht von einem Einsparpotenzial von bis zu 30 Prozent.
Vodafone ist nach eigenen Angaben der erste Anbieter in Deutschland, der im Mobilfunk die Voraussetzung für ein flächendeckendes All-IP-Netz schafft. Zwischen Wählen und Klingeln auf der Gegenstelle dauert es nur noch zwei Sekunden, wenn über Voice-over-LTE telefoniert wird. Der Rufaufbau dauert im Mobilfunk derzeit etwa fünf bis sieben Sekunden.
Allerdings müssen die Voraussetzungen stimmen, damit VoLTE funktioniert. Die verbundenen Smartphones müssen damit kompatibel sein und damit sieht es derzeit noch schlecht aus. Vodafone(öffnet im neuen Fenster) will künftig LTE-Smartphones vertreiben, die VoLTE beherrschen. Außerdem sollen Firmware-Updates für Samsung, Sony und HTC erscheinen, die die Geräte VoLTE-kompatibel machen sollen.
Das System ermöglicht auch HD-Voice-Telefonate mit erhöhter Tonqualität. Doch diese Übertragungen sind nur möglich, wenn die gesamte Verbindungskette und die beiden Endgeräte zu HD-Voice kompatibel sind. Es dürfte noch lange dauern, bis dies möglich ist.