Abo
  • IT-Karriere:

Vodafone: "Wir konkurrieren da nicht, weil wir dort kein Netz haben"

Gegenüber der Wohnungswirtschaft gebe es durch die regionale Aufteilung keine Konkurrenz zwischen Unitymedia und Vodafone. Das werde sich auch durch einen Zusammenschluss nicht ändern, behauptet Vodafone.

Artikel veröffentlicht am ,
6. März 2019 in Berlin auf den Medientagen Mitteldeutschland Extra
6. März 2019 in Berlin auf den Medientagen Mitteldeutschland Extra (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Durch die Übernahme von Unitymedia durch Vodafone gebe es keine Veränderungen im Wettbewerb, weder beim Gestattungs-, noch beim Einspeisemarkt. Das sagte Stephan Korehnke, Director Regulatory Affairs bei Vodafone, am 6. März 2019 in Berlin auf den Medientagen Mitteldeutschland Extra. Auf dem Gestattungsmarkt, wo die Kabelnetzbetreiber um die Belieferung mit dem TV-Signal vieler Wohneinheiten, meist von Wohnungsbaugesellschaften konkurrieren, gebe es bisher keine Konkurrenz zwischen Unitymedia und Vodafone.

Stellenmarkt
  1. Computacenter AG & Co. oHG, Erfurt, Kerpen
  2. AUDI AG, Ingolstadt

"Wir konkurrieren da heute nicht, in keinen einzigen Fall, weil wir dort kein Netz haben. Das ist auch der Grund, warum wir die Akquisition vornehmen, weil ein Wettbewerber, der schon ein Netz hat, immer zu günstigeren Konditionen anbieten kann, als ein Newcomer", erklärte Korehnke.

Im Mai 2018 hatte Vodafone mit Liberty Global vereinbart, deren Kabelnetze in Deutschland, der Tschechischen Republik, Ungarn und Rumänien für einen Preis von 18,4 Milliarden Euro zu übernehmen. Vodafone betreibt TV-Kabelnetze in 13 deutschen Bundesländern, Unitymedia ist nur in Hessen, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen aktiv, wo Vodafone kein Netz hat.

"Das Wettbewerbsverhältnis besteht gar nicht. Darum kann nach der Fusion auch nicht weniger Wettbewerb sein als zuvor", sagte Korehnke.

Auf dem Einspeisemarkt gebe es auch keine steigende Marktmacht der Kabelnetzbetreiber gegenüber den Fernsehanstalten. "Es gibt ein Kabelnetz und da wird eingespeist, da verändert sich auch nichts", betonte Korehnke. Die Medienregulierung bleibe, die Einspeisebedingungen seien stetig gesunken. "Wir stellen die Einspeisung bereit, zahlen aber auch an den Contentanbietern für die Bereitstellung der Inhalte."

Thomas Fuchs, Direktor der Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein, sagte: "Das stimmt so. Doch die Bedeutung des Zugangs für Inhalteanbieter nimmt durch die OTT-Anbieter (Over The Top) noch stark zu. Die Werbemöglichkeiten wachsen über die Datenhoheit."

Es entsteht laut Fuchs ein sehr marktmächtiges Unternehmen, das bei der Fernsehübertragung und Einspeisung von TV-Inhalten 80 Prozent der Marktanteil auf dem Kabelmarkt kontrolliere und 36 Prozent des gesamten deutschen TV-Marktes. "Das da etwas entsteht, was man sich genau angucken muss, daran besteht kein Zweifel", sagte er.

Laut Harald Flemming, Geschäftsführer bei Vaunet, Verband Privater Medien, "entsteht durch den Zusammenschluss im Kabelnetz ein fast lupenreines Monopol."

Timm Degenhardt, Chef von Tele Columbus, sieht das Zusammengehen der beiden Großen "langfristig zum Nachteil der Wohnungswirtschaft und der Konsumenten. Kurzfristig betrifft uns das nicht, aber in zehn bis 20 Jahren, wie man in anderen Märkten gesehen hat." In Deutschland leben viele Menschen in Mietwohnungen, 20 bis 22 Millionen Haushalte. "Für uns ist dies der primäre Markt. 95 Prozent der Geschäfte sind mit der Wohnungswirtschaft." Tele Columbus habe ein Netz von jeweils kleinen Flecken im ganzen Bundesgebiet und größere Flecken in einigen Regionen. Bedrohlich sei, dass das fusionierte Unternehmen circa 70 bis 80 Prozent der Gestattungen habe.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 26,99€
  2. 4,99€
  3. 1,72€
  4. 48,49€

torrbox 09. Mär 2019

Gedrosselt wird bei P2P und file hostern und betrifft damit zumeist Sauger, aber auch...


Folgen Sie uns
       


Vaio SX 14 - Test

Das Vaio SX14 ist wie schon die Vorgänger ein optisch hochwertiges Notebook mit vielen Anschlüssen und einer sehr guten Tastatur. Im Golem.de-Test zeigen sich allerdings Schwächen beim Display, dem Touchpad und der Akkulaufzeit, was das Comeback der Marke etwas abschwächt.

Vaio SX 14 - Test Video aufrufen
Ursula von der Leyen: Von Zensursula zur EU-Kommissionspräsidentin
Ursula von der Leyen
Von "Zensursula" zur EU-Kommissionspräsidentin

Nach der "Rede ihres Lebens" hat das Europäische Parlament am Dienstagabend Ursula von der Leyen an die Spitze der EU-Kommission gewählt. Die Christdemokratin will sich in ihrem neuen Amt binnen 100 Tagen für einen Ethik-Rahmen für KI und ambitioniertere Klimaziele stark machen. Den Planeten retten, lautet ihr ganz großer Vorsatz.
Ein Bericht von Justus Staufburg

  1. Adsense for Search Neue Milliardenstrafe gegen Google in der EU

Energie: Wo die Wasserstoffqualität getestet wird
Energie
Wo die Wasserstoffqualität getestet wird

Damit eine Brennstoffzelle einwandfrei arbeitet, braucht sie sauberen Wasserstoff. Wie aber lassen sich Verunreinigungen bis auf ein milliardstel Teil erfassen? Am Testfeld Wasserstoff in Duisburg wird das erprobt - und andere Technik für die Wasserstoffwirtschaft.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Autos Elektro, Brennstoffzelle oder Diesel?
  2. Energiespeicher Heiße Steine sind effizienter als Brennstoffzellen
  3. Klimaschutz Großbritannien probt für den Kohleausstieg

Mobilfunktarife fürs IoT: Die Dinge ins Internet bringen
Mobilfunktarife fürs IoT
Die Dinge ins Internet bringen

Kabellos per Mobilfunk bringt man smarte Geräte am leichtesten ins Internet der Dinge. Dafür haben deutsche Netzanbieter Angebote für Unternehmen wie auch für Privatkunden.
Von Jan Raehm

  1. Smart Lock Forscher hacken Türschlösser mit einfachen Mitteln
  2. Brickerbot 2.0 Neue Schadsoftware möchte IoT-Geräte zerstören
  3. Abus-Alarmanlage RFID-Schlüssel lassen sich klonen

    •  /