Vodafone und Telekom: 100 Prozent Versorgung "wirtschaftlich nicht machbar"

Golem.de wollte von den Mobilfunkbetreibern Telekom und Vodafone wissen, was sie von einer Vollversorgung abhält.

Artikel veröffentlicht am ,
v. l. n. r.: Thomas Zwemke (Vodafone), Melhem Daoud (Wirtschaftsministerium), Thomas Fannasch (Telekom)
v. l. n. r.: Thomas Zwemke (Vodafone), Melhem Daoud (Wirtschaftsministerium), Thomas Fannasch (Telekom) (Bild: BZNB/Screenshot: Golem.de)

Eine 100-Prozent-Versorgung mit Mobilfunk sei wirtschaftlich nicht machbar. Das sagte Thomas Zwemke, Beauftragter Region Nord bei Vodafone Deutschland, am 8. Dezember 2021 beim Breitbandgipfel Niedersachsen-Bremen 2021. Vodafone erreiche 98,5 Prozent der Haushalte, in Bremen fast 100 Prozent, aber die Lüneburger Heide sei "eine weiße Fläche", räumte Zwemke ein.

Laut Zwemke gibt es diese Probleme nur im ländlichen Niedersachsen, "in den Städten geht es um die Kapazität". Damit ist gemeint, dass sich zu viele Nutzer eine Funkzelle teilen müssen. In der Fläche gehe es um Funklöcher. "Bei 700 MHz bekommen wir eine Reichweite von 600 bis 700 Quadratkilometern", erklärte Zwemke.

Auch Thomas Fannasch, Kommunalbeauftragter Mobilfunk bei der Deutsche Telekom Technik, bekannte: "Wenn wir 1 Prozent nicht versorgen, dann wohnen 80.000 Menschen weiter im Funkloch."

Melhem Daoud, Referent für digitale Infrastruktur beim niedersächsischen Wirtschaftsministerium, betonte, dass "2,4 Prozent der Landesfläche weiße Flecken" seien. Auch er erklärte, dass man "niemals bei 100 Prozent landen wird, 99 Prozent wäre richtig gut für Niedersachsen."

Mobilfunk: Profite oder Versorgung im Zentrum?

Auf die Frage von Golem.de, ob es im Kern um die Versorgung der Bevölkerung oder um Profite gehe, betonte Fannasch, dass es um "Kundenzufriedenheit und Wirtschaftlichkeit" gehe. Eine hundertprozentige Versorgung sei auch rein physikalisch nicht möglich. "Am Rande der Versorgung reiße ich wieder neue Löcher auf. Hier bin ich als Techniker etwas zurückhaltend", sagte er.

Eigentlich kann man rein physikalisch die Außenflächen trotz Abschattungen durchaus abdecken. Am Rand der Funkzelle wird die Übertragungsqualität tatsächlich immer schlechter. Deshalb überschneiden sich in Funknetzen die Bereiche der einzelnen Funkzellen immer ein wenig. Dazu kommt: Je höher der Frequenzbereich, desto größer ist die Dämpfung der Funksignale in Gebäuden, besonders bei metallhaltigen Materialien wie Folien auf Fenstern.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


TheBlueFire 12. Dez 2021

Hier sprechen mal wieder die Experten in den Kommentaren. Was würde es für einen...

Comicbuchverkäufer 09. Dez 2021

Zum Glück bist du nicht der Nabel der Welt. ;-) Und psst, nicht weiter sagen. Man kann...

Comicbuchverkäufer 09. Dez 2021

Ja zu Hause habe ich 4/5G und mindestens 200 Mbit. Auf meinem Weg zur Arbeit, 30 km über...

Sladen 09. Dez 2021

Dann geh mal nach Süd Korea da hast du im letzten Kaff auf der Grün Tee Farm 5G 1...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Apple M2 Max
Ist der kleinere Kühler im Macbook Pro 14 ein Nachteil?

Die neuen Macbooks sparen laut iFixit an der Kühlung. Wir haben getestet, ob das stimmt und wie sich das auf die Leistung des M2 Max auswirkt.
Eine Analyse von Oliver Nickel

Apple M2 Max: Ist der kleinere Kühler im Macbook Pro 14 ein Nachteil?
Artikel
  1. Streaming: Netflix droht bei unerlaubtem Kontensharing mit Sperrung
    Streaming
    Netflix droht bei unerlaubtem Kontensharing mit Sperrung

    Abonnenten von Netflix müssen sich in Deutschland darauf einstellen, dass das Konto gesperrt wird, falls es unerlaubt mit anderen geteilt wird.

  2. Electronic Arts: Jedi Survivor verspätet und Apex Legends Mobile eingestellt
    Electronic Arts
    Jedi Survivor verspätet und Apex Legends Mobile eingestellt

    Battlefield Mobile erscheint nicht, der Ableger von Apex Legends wird eingestellt und auf Star Wars Jedi Survivor müssen Fans länger warten.

  3. Pyka Pelican Cargo: Weltgrößtes autonomes Elektro-Frachtflugzeug vorgestellt
    Pyka Pelican Cargo
    Weltgrößtes autonomes Elektro-Frachtflugzeug vorgestellt

    Der Pyka Pelican Cargo soll das weltweit größte autonome elektrische Frachtflugzeug sein und 320 km weit fliegen können.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • 15% Extra-Rabatt auf Fernseher bei Otto • Roccat Kone Pro -56% • Xbox Series S + Dead Space 299,99€ • PCGH Cyber Week • MindStar: ASRock RX 7900 XT 949€ • AMD CPU kaufen, SW Jedi Survivor gratis dazu • Philips LED TV 65" 120 Hz Ambilight 999€ • KF DDR4-3600 32GB 91,89€ [Werbung]
    •  /