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Vodafone und Liberty: Vodafone und Unitymedia wollen wieder fusionieren

Der Verkauf von Unitymedia an Vodafone soll wieder im Gespräch sein. Einen entsprechenden Bericht der Financial Times hat Vodafone bestätigt.

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Liberty Global und Vodafone auf dem Cable Congress in Brüssel
Liberty Global und Vodafone auf dem Cable Congress in Brüssel (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Vodafone und der weltgrößte TV-Kabelnetzbetreiber Liberty Global haben ihre Gespräche über einen Tausch von Landestöchtern wieder aufgenommen. Das berichtete die britische Financial Times unter Berufung auf informierte Unternehmenskreise. In den Verhandlungen gehe es um einen Tausch von Konzernteilen in Deutschland, Großbritannien und anderen europäischen Ländern.

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Die Verhandlungen befänden sich noch in einem frühen Stadium. Vodafone bestätigte der Financial Times die Gespräche. Es gehe um eine Übernahme von "bestimmten überlappenden kontinentalen Vermögenswerten im Besitz von Liberty".

Fusion zuvor gescheitert

Vodafone und Liberty Global hatten Ende September 2015 ihre Gespräche über einen Tausch ihrer Firmen in Europa beendet. Die Konzerne konnten sich nicht auf eine Bewertung ihrer Firmen einigen. Bei dem Streit ging es um "Libertys Kabelnetze in Deutschland und anderswo in Europa". Doch die Verhandlungen könnten zu einem späteren Zeitpunkt auch wieder aufgenommen werden, hieß es.

Vodafone-Chef äußert sich eindeutig

Eine Kombination von Mobilfunk und Festnetz wird für Telekommunikationskonzerne immer wichtiger. Besonders, um bis 2020 ein 5G-Netz aufzubauen, brauchen die Mobilfunkbetreiber ein sehr leistungsfähiges Backhaul-Netz, das hauptsächlich aus Glasfaser bestehen muss. Koaxial kann jedoch mit Docsis 3.1 so weit ausgebaut werden, dass Datenübertragungsraten von ungefähr 9,2 GBit/s im Downstream und 1,4 GBit/s Upstream möglich werden. Full Duplex wird dann später die Upstream-Kapazität erhöhen und symmetrisch machen.

In den Niederlanden hatten Liberty Global und Vodafone ihre Landestöchter zu Vodafone Ziggo zusammengelegt und bedienen rund 15 Millionen Kunden. Vodafone zahlte eine Milliarde Euro an den von John Malone geführten US-Kabelkonzern und brachte ein Mobilfunknetz in die Partnerschaft ein. Liberty-Global-Chef Mike Fries sagte jedoch, das Joint Venture mit Vodafone in den Niederlanden sei eine "einmalige Sache". Es gebe keine weiteren Pläne, sich mit Vodafone zusammenzutun.

Auf dem Mobile World Congress in Barcelona im März 2017 hatte Vodafone-Chef Vittorio Colao laut einem Bericht der angesehenen britischen Financial Times ein Zusammengehen der Konzerne weiterhin als eine "attraktive Kombination" bezeichnet. Der Deal werde nicht verhandelt, sei aber "ein interessantes Projekt".

"Wenn Europa die Schaffung von echten Alternativen zu den Etablierten erreichen will, sind Vodafone und Liberty die einzigen, die hier infrage kommen", sagte er.



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