Vodafone und Liberty: Unitymedia-Verkauf an Vodafone soll wieder im Gespräch sein

Liberty Global und Vodafone sollen wieder über einen Tausch ihrer Tochterfirmen reden, so ein britischer Medienbericht. Unitymedia in Deutschland soll verhandelt werden.

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Liberty Global und Vodafone auf dem Cable Congress in Brüssel
Liberty Global und Vodafone auf dem Cable Congress in Brüssel (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Ein Tausch von einzelnen Tochterfirmen zwischen Liberty Global und Vodafone in Europa soll wieder verhandelt werden. Das berichtet das britische IT-Magazin The Register unter Berufung auf mehrere Quellen in den Konzernen. Dabei könnte die deutsche Unitymedia an Vodafone abgegeben werden, habe eine ranghohe Quelle bei Vodafone dem Register gesagt.

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Die vierte Etage im Hauptsitz von Vodafone in Newbury sei für die Gespräche komplett gesperrt worden. Nur das Topmanagement beider Firmen habe Zutritt. Die Verhandlungen würden bei Liberty geleitet von Andrea Salvato, Senior Vice President und Chief Development Officer.

Vodafone und der weltgrößte TV-Kabelnetzbetreiber Liberty Global hatten Ende September 2015 ihre Gespräche über einen Tausch ihrer Firmen in Europa beendet. Die Konzerne konnten sich nicht auf eine Bewertung ihrer Firmen einigen. Bei dem Streit ging es um "Libertys Kabelnetze in Deutschland und anderswo in Europa". Doch die Verhandlungen könnten zu einem späteren Zeitpunkt auch wieder aufgenommen werden, hieß es.

Vodafone reagiert auf Berichte zu einer möglichen Neuaufnahme der Verhandlungen sehr sensibel und versucht, Journalisten zu bewegen, nicht in diesem Sinne zu berichten. Der Konzern fürchtet, dass sein Börsenkurs unter den Berichten leiden könnte. Es wird beteuert, dass ein Zusammengehen der beiden Konzerne eindeutig vom Tisch sei. Daher ist es erstaunlich, dass sich The Register auf eine Quelle bei Vodafone beruft. Register berichtet jedoch oft stark im Boulevardstil, weshalb die Informationen auch falsch sein könnten.

Vodafone-Chef äußert sich eindeutig

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Eine Kombination von Mobilfunk und Festnetz wird für Telekommunikationskonzerne immer wichtiger. Besonders, um bis 2020 ein 5G-Netz aufzubauen, brauchen die Mobilfunkbetreiber ein sehr leistungsfähiges Backhaul-Netz, das hauptsächlich aus Glasfaser bestehen muss. Koaxial kann jedoch mit Docsis 3.1 so weit ausgebaut werden, dass Datenübertragungsraten von ungefähr 9,2 GBit/s im Downstream und 1,4 GBit/s Upstream möglich werden. Full Duplex wird dann später die Upstream-Kapazität erhöhen und symmetrisch machen.

In den Niederlanden hatten Liberty Global und Vodafone ihre Landestöchter zu Vodafone Ziggo zusammengelegt und bedienen rund 15 Millionen Kunden. Vodafone zahlte 1 Milliarde Euro an den US-Kabelkonzern, den John Malone führt, und brachte ein Mobilfunknetz in die Partnerschaft ein. Liberty-Global-Chef Mike Fries sagte jedoch, das Joint Venture mit Vodafone in den Niederlanden sei eine "einmalige Sache". Es gebe keine weiteren Pläne, sich mit Vodafone zusammenzutun.

Auf dem Mobile World Congress in Barcelona im vergangenen Monat hatte Vodafone-Chef Vittorio Colao Liberty laut einem Bericht der angesehenen britischen Financial Times ein Zusammengehen der Konzerne weiterhin als eine "attraktive Kombination" bezeichnet. Der Deal werde nicht verhandelt, sei aber "ein interessantes Projekt".

"Wenn Europa die Schaffung von echten Alternativen zu den Etablierten erreichen will, sind Vodafone und Liberty die einzigen, die hier infrage kommen", sagte er.

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