Kennt die Telekom Zahlen zu den Nodes der Konkurrenz?
Doch dies begründet die Telekom mit qualitativen Unterschieden zwischen ihrem Netz in Österreich und den Kabelnetzen von Tele Columbus und Vodafone in Deutschland. Telekom-Sprecherin Nicole Schmidt sagte Golem am 13. Februar 2026: "Hier werden Äpfel mit Birnen verglichen. Denn der entscheidende Unterschied ist: In das Kabelnetz in Deutschland ist nicht investiert worden. So sind in Deutschland im Kabelnetz durchschnittlich deutlich mehr Breitbandkunden pro Node angebunden als in anderen europäischen Kabelnetzen, die mit hohen Investitionen modernisiert wurden. Dort beträgt die Zahl der Breitbandkunden pro Node nur die Hälfte, teils sogar nur ein Viertel des deutschen Wertes."
Dies wirke sich auf die Qualität aus. In Stoßzeiten wie in den Abendstunden können deutsche Kabelkunden deutliche Netzbeeinträchtigungen spüren. "Für den zu erwartenden Anstieg der Datenvolumina ist das kein gutes Rüstzeug, auch wenn Kabel bei den Kundinnen und Kunden als technologieoffene Gigabitanschlüsse vermarktet werden" , sagte Schmidt.
Koaxialkabel und Telekom-Klingeldraht
Tatsächlich besteht das Kabelnetz auch in großen Teilen aus Kupfer, weshalb man von Hybrid-Fibre-Coax-Netzen (HFC) spricht. Die Zuleitungen zu den Haushalten werden über Koaxialkabel realisiert, dies sind aber bessere Kupferkabel als die der Telekom. Koaxialkabel sind dicker, haben eine dickere Isolierung und eine bessere Abschirmung. Koaxialnetze können daher mit den Kabelnetzstandards 3.1 und 4.0 sehr viel höhere Datenraten als das Vectoring im Kupfernetz der Telekom bieten, wo bei 250 MBit/s meist der Höchstwert erreicht ist. Allerdings müssen sich alle Kabelnetzkunden die Kapazität in einem Node teilen. Daher ist zutreffend, dass weniger Haushalte an einem Node gut für die Nutzer sind.
Rein rechnerisch hängen bei Vodafone laut früheren Angaben vom Januar 2023 500 Haushalte an einem Node und teilen sich die Gesamtkapazität von 1 GBit/s.
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