Vodafone-Technikchef: "Wir sehen 5G SA nicht als Spielerei"

Die Pläne von Telekom und Vodafone zu 5G Stand Alone sind sehr unterschiedlich. Die Aussagen der Technikchefs prallen aufeinander.

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Tech-Talk von Vodafone: Guido Weissbrich, Technikchef von Vodafone (Links unten)
Tech-Talk von Vodafone: Guido Weissbrich, Technikchef von Vodafone (Links unten) (Bild: Vodafone/Screenshot: Golem.de)

Vodafone-Netz-Chef Guido Weissbrich hat dem Technikchef von Telekom Deutschland, Walter Goldenits, zu 5G Stand Alone (SA) widersprochen. "Wir halten 5G für deutlich mehr als eine technische Spielerei." Das sagte Weissbrich am 14. März 2022 im Gespräch mit Golem.de. "Wir wollen den Kunden die Wahl lassen. Wir zwingen keinen, das zu nutzen", erklärte er.

Goldenits hatte am 30. August 2021 erklärt: "Wir nutzen die Technologien so, dass unsere Kunden den höchsten Mehrwert haben". Auch das Thema 5G Stand Alone verfolge die Telekom weiter. "Derzeit betreiben wir in vier deutschen Städten Stand-Alone-Standorte". Man sei sich aber bewusst, dass mit 5G SA im Live-Netz die Nutzer erst einmal einen Rückgang bei der Datenübertragungsrate erlebten. Bisher wurden Datenraten von 1 GBit/s und mehr aggregiert mit den 4G-Kapazitätsbändern erreicht. 5G SA sei deshalb "eine technische Spielerei", die nur Experten "bereits ausprobieren wollen", meinte Goldenits vor über sechs Monaten.

5G mit 700 MHz ist eher bescheiden

Tatsächlich sind die Datenraten, die Vodafone bei 5G Stand Alone im Bereich 700 MHz bietet, mit 100 MBit/s nichts Besonderes und haben wenig mit dem Gigabit-Versprechen von 5G zu tun. "Wenn wir mehrere Bänder zusammennehmen, bei 3,5 GHz und im 1800-Band kommen wir auf über ein Gigabit pro Sekunde", sagte Weissbrich.

Die Frage sei auch immer, was zuerst da sein müsse, "das Netz oder die Anwendung?", erklärte Weissbrich. "Wir wollen mal vorlegen, der Rest wird sich schon ergeben", meinte er. In dem Low-Band-Bereich bei 700 MHz hat Vodafone etwa 3.700 5G-Antennen.

Auch die Aussage der Telekom, dass es für 5G SA noch fast keine Endgeräte außer von Oppo gebe, lasse sich heute nicht mehr halten, ergänzte Vodafone-Sprecher Tobias Krzossa.

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