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Vodafone: Partner für Überbau des Kabelnetzes offenbar gefunden

Vodafone wird wohl zusammen mit KKR sein Koaxialnetz mit Glasfaser überbauen. Der US-Private-Equity-Investor dürfte zwei Milliarden US-Dollar beitragen.
/ Achim Sawall
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Nick Read, Chef der Vodafone Group (Bild: Ed Robinson/OneRedEye Vodafone)
Nick Read, Chef der Vodafone Group Bild: Ed Robinson/OneRedEye Vodafone

Der britische Telekommunikationskonzern Vodafone wird in Kürze durch zwei Anteilsverkäufe in Deutschland mehr Geld für den Netzausbau zur Verfügung haben. Das berichtet das Handelsblatt(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Der Abschluss einer Partnerschaft für den Glasfaser-Ausbau, bei dem ein Investor rund zwei Milliarden Euro Eigenkapital beisteuern werde, sei für Ende Oktober vorgesehen. Anders als bei den Glasfaserpartnerschaften von Deutsche Telekom und Telefónica gehe es Vodafone offenbar zunächst darum(öffnet im neuen Fenster), bestehende Koaxialkabel durch Glasfaser zu ersetzen.

Außerdem wird der Verkauf eines Minderheitsanteils von Vantage Towers, wohin Vodafone seine Mobilfunktürme ausgelagert hatte, konkreter.

In dem von der Investmentbank Lazard geführten Bieterverfahren für Glasfaser gilt Insidern zufolge der US-amerikanische Private-Equity-Investor Kohlberg Kravis Roberts (KKR) als Favorit. Es ist aber nach wie vor möglich, dass doch ein anderer Bieter zum Zuge kommt. Die Investoren EQT und Antin hatten auch Interesse signalisiert. Laut eines früheren Berichts mussten bindende Offerten bereits Anfang September abgegeben sein. Im Juni 2022 hieß es laut den Quellen des Handelsblatts, dass ein Abschluss spätestens bis Ende August bekanntgegeben werde.

KKR steckt viel Geld in Netzwerke

Bei Vantage ist der von der Schweizer Großbank UBS organisierte Verkaufsprozess in einem früheren Stadium. Vodafone hatte im Juli erklärt, eine Dekonsolidierung der Funkturmtochter zu favorisieren, jedoch die Gesellschaft weiter kontrollieren zu wollen. Mit der Angelegenheit vertraute Personen berichten, dass Vodafone mittlerweile einen kleineren Anteil abgeben wolle; die Rede ist von 24,9 Prozent der Vantage-Aktien.

KKR habe hier gemeinsam mit dem Infrastrukturfonds GIP geboten, ebenso wie EQT. Ein Konsortium aus den spanischen Funkturmbetreibern Cellnex und GIC aus Singapur wollte nur einen Mehrheitsanteil übernehmen und sei deshalb aus dem Prozess ausgeschieden. Vodafone wollte sich nicht konkret zu den Verhandlungen äußern, Vantage, die Bieter und Banken lehnten Stellungnahmen ebenfalls ab.

Telenor hat am 7. September 2022 erklärt(öffnet im neuen Fenster), eine Minderheitsbeteiligung an seinem Glasfasernetz in Norwegen für rund 10,8 Milliarden Kronen (1 Milliarde US-Dollar) an ein Konsortium unter Führung von KKR & Co. und Oslo Pensjonsforsikring zu veräußern. Norwegens größter Netzbetreiber will nach eigenen Angaben so Kapital freisetzen, um den weiteren Glasfaserausbau zu finanzieren.


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