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Vodafone: Marke Kabel Deutschland verschwindet in Kürze

Vodafone plant, noch in diesem Jahr den Namen Kabel Deutschland abzuschaffen. Vodafone will künftig auch als Kabelnetzbetreiber auftreten.
/ Achim Sawall
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Dose von Kabel Deutschland (Bild: Kabel Deutschland)
Dose von Kabel Deutschland Bild: Kabel Deutschland

Vodafone wird die Marke Kabel Deutschland abschaffen. Auf die Frage des Handelsblatts(öffnet im neuen Fenster), wann die Marke Kabel Deutschland verschwinden werde, sagte Konzernchef Jens Schulte-Bockum: "Noch in diesem Jahr. Wir sind hierfür aktuell in der detaillierten Planung. Der Name Vodafone wird künftig auch für die Kompetenz im Kabelnetz stehen."

Vodafone hatte den TV-Kabelnetzbetreiber für 10,7 Milliarden Euro übernommen, um Zugang zum Festnetz zu bekommen.

Kabel Deutschland hatte im November die angekündigte Verdopplung der Geschwindigkeit für die ersten Kabelanschlüsse vollzogen. 1,1 Millionen Kunden des Unternehmens können über einen neuen Vertrag mit 200 MBit/s und 12 MBit/s im Down- und Upstream das Internet nutzen. In den Kabelnetzverteilern der Ortsnetze von Aurich, Bassum, Bendorf, Frankfurt (Oder), Gransee, Koblenz, Mainz, Meppen und Papenburg sowie in umliegenden Orten sind die dafür nötigen Änderungen nach Angaben des Providers bereits durchgeführt worden. Bis Ende März 2015 sollen zwei Millionen Haushalte mit der neuen Technik versorgt sein, bis zum Herbst 2015 knapp sieben Millionen. Die bisherige Geschwindigkeit von 100 und 6 MBit/s steht Kabel Deutschland zufolge für 14,3 Millionen Anschlüsse zur Verfügung.

Vodafone will höhere Preise für Ultra High Definition

Zudem möchte Vodafone Deutschland Qualitätsklassen im Internet einführen. Mancher Kunde würde beispielsweise für Ultra High Definition mehr bezahlen. Dies sei auch für den Netzwerkbetreiber mit zusätzlichen Kosten verbunden. Schulte-Bockum: "Deshalb brauchen wir richtig verstandene Netzqualität. Niemand darf in einer offenen Gesellschaft die freie Verfügbarkeit von Inhalten unterbinden, das ist meine feste Überzeugung. Aber wenn es um Qualitätsklassen geht, muss es möglich sein, besondere Dienste gegen Geld abzuwickeln."

Mit dem Begriff Qualitätsklassen könne die Branche von dem "negativ belegten Wort Netzneutralität wegkommen", das "politisch verfänglich" sei, meint Schulte-Bockum.


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