Vodafone: Kabelnetzkunden nutzen mehr Daten als DSL-Kunden

Das Kabelnetz von Vodafone hat in den vergangenen zwölf Monaten 60 Milliarden Gigabyte transportiert – das sind 20 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum zuvor. Das gab der Netzbetreiber am 30. September 2025 bekannt. Haushalte, die das Koaxial-Kabelnetz oder Glasfaser nutzen, verwenden pro Monat deutlich mehr Daten als solche, die auf DSL-Leitungen setzen, die Vodafone bei der Deutschen Telekom anmietet.
Verbraucher mit einem Koaxialanschluss nutzen durchschnittlich 460 Gigabyte Daten pro Monat und damit fast 50 Prozent mehr als Kunden im DSL-Netz. Die Werte im Kabelnetz liegen sogar über denen im Glasfasernetz. Hier verbrauchen Nutzer im Schnitt etwa 366 Gigabyte pro Monat, also 17 Prozent mehr als bei DSL. VDSL erreicht mit Super Vectoring eine maximale Datenübertragungsrate von 250 MBit/s.
Vodafone-Technikchefin Tanja Richter sagte: "Dieser Trend zeigt auch: DSL-Netze stoßen an ihre Grenzen, wenn es um große Datenmengen geht." Das trifft aber auch für Koaxialnetze zu, die genauso alt sind wie die DSL-Netze. Nur ein gut ausgebautes Koaxialnetz kann den wachsenden Datenbedarf bedienen.
Netzsegmentierungen bedeuten die Verkleinerung der Anzahl der Kunden, die sich einen Netzknoten teilen müssen. Verstärkerpunkte werden in Fibernodes umgewandelt und neue Hauptverteiler (Aggregationspunkte) errichtet, die per Glasfaser angeschlossen sind. Vodafone macht ungern Angaben dazu, wie viele Kunden an einem Netzknoten hingen.
Vodafone stattete sein Kabelnetz im vergangenen Jahr mit mehr Glasfaser aus und führte viele Segmentierungen durch. Insgesamt liefen 2.200 Nodesplit-Maßnahmen. Auf einer Trassenlänge von 1.000 Kilometern wurde Glasfaser im Koaxialnetz neu verlegt. Bundesweit umfasst laut früheren Angaben Vodafones HFC-Netz (Hybrid Fiber Coax) eine Länge von mehr als 400.000 Kilometern. Daran gemessen sind 1.000 Kilometer Glasfaser kein großer Ausbauschritt.