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Vodafone: Kabelnetz wird sehr kurzfristig "mehr Upload bieten"

Ein Vodafone -Manager hat beim Gigabit-Symposium zwar nicht zu viel verraten wollen, behauptete aber: "Wir verglasen das gesamte Kabelnetz" .
/ Achim Sawall
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Vodafone-Chef-Lobbyist Michael Jungwirth beim ersten Panel des Gigabit-Symposiums (Bild: Gigabit-Symposium / Screenshot: Golem.de)
Vodafone-Chef-Lobbyist Michael Jungwirth beim ersten Panel des Gigabit-Symposiums Bild: Gigabit-Symposium / Screenshot: Golem.de

Das Kabelnetz von Vodafone in Deutschland werde in Kürze die Datenübertragungsrate beim Upload erheblich erhöhen. Das sagte Michael Jungwirth, Director Public Policy & External Affairs bei Vodafone, am 26. Januar 2021 beim Gigabit-Symposium der Branchenverbände Anga, VATM und Eco(öffnet im neuen Fenster) . Der Deutsche-Glasfaser Topmanager David Zimmer hatte zuvor erklärt, "alles andere außer Glasfaser sind Brückentechnologien" .

Jungwirth meinte dagegen für Vodafone: "Ich will nicht zu viel aus unseren Versuchslabor unserer Techniker verraten, aber ich wäre mir nicht so sicher, das Kabelnetz als Brückentechnologie abzuschreiben. Das Kabel wird nicht beim Gigabit pro Sekunde stehen bleiben." Hier werde es "sehr, sehr kurzfristig" Neuigkeiten geben. Die gegenwärtige Situation zeige, wie wichtig der Upload bei Videokonferenzen sei.

Im Upload erreicht das Kabelnetz bis zu 50 Megabit pro Sekunde, im Download maximal 1 GBit/s. Vodafone-Deutschland-Chef Hannes Ametsreiter sagte im November 2020 : "Das reicht uns aber nicht: Wir ziehen noch mehr Glasfaser ins Netz. Wir verdoppeln bald die Upload-Geschwindigkeit und beschleunigen schrittweise auf bis zu 10 Gigabit im Download." Jungwirth warnte davor, dass Kabelnetz zu überbauen. "Wir verglasen das gesamte Kabelnetz" , behauptete er.

Netcologne: "Wir überbauen unsere Kabelinfrastruktur"

"Wir überbauen unsere Kabelinfrastruktur" , sagte dagegen Timo von Lepel, Chef des regionalen Netzbetreibers Netcologne. "Wir haben als Kabelnetzbetreiber viel Erfahrung und wir glauben nicht, dass das Zukunft hat, denn das Kabelnetz ist ein shared Medium." Kein Rechenzentrum und keine 5G-Mobilfunkstation werde mit Koax- oder Kupferkabel angebunden.

Mit dem Ansatz des Überbauens steht Netcologne nicht allein da: Auch der dänische TV-Kabelnetzbetreiber TDC Group (Tele Danmark Communications) ersetzt sein Koaxialnetz mit FTTH . Das sagte Michael Fränkle, Chief Technology Officer des Unternehmens, im Juni 2019 auf der Branchenmesse Anga Com in Köln.

Doch Zimmer betonte auf dem Branchentreffen für die Deutsche Glasfaser, das Kabel zu überbauen sei "der falsche Weg. "


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