Vodafone-Kabelnetz: Sky Deutschland stellt DVB-C schrittweise ein

Sky Deutschland stellt viele seiner Sender im Vodafone-Kabelnetz vom DVB-C-Standard auf IP-TV um. Das bestätigte der Pay-TV-Anbieter der Redaktion Digitalfernsehen.de(öffnet im neuen Fenster) . Die Umstellung beginnt ab dem 10. Februar 2026 und erfordert bei Kunden einen internetfähigen Sky-Receiver wie den Sky Stream oder Sky-Q.
Die Sky-Sport-Sender sollen auch weiterhin über DVB-C empfangbar bleiben, erklärte das Unternehmen.
DVB-C belegt im Kabelnetz größere Frequenzbereiche. Bei IPTV wird nur dann Bandbreite beansprucht, wenn Haushalte die Inhalte tatsächlich abrufen.
Die Umstellung ist Teil der bundesweiten Frequenzneuordnung von Vodafone, die im September 2025 angekündigt wurde . Ziel sei es, das fragmentierte Frequenzspektrum in ganz Deutschland zu vereinheitlichen, hieß es dazu.
Günstiger Weg zu höheren Datenraten
"Nach Abschluss der TV-Umstellungen wandeln wir zukünftig – im Frequenzbereich von 330 MHz – TV-Frequenzen in Docsis-3.1-Frequenzen mit OFDM-Modulation um" , sagte Unternehmenssprecher Thorsten Höpken Golem seinerzeit auf Anfrage. Laufe alles nach Plan, werde die Maßnahme bis Mitte 2026 abgeschlossen sein. Für Vodafone ist das ein Weg, höhere Datenraten für Internetnutzer bereitzustellen, ohne große Investitionen tätigen zu müssen.
Die für die Übertragung des digitalen TV- und Radiosignals genutzten Frequenzen werden neu sortiert und zusammengefasst. Die Umbelegung soll freie Frequenzen schaffen, um perspektivisch eine bessere Internetversorgung und höhere Datenraten zu ermöglichen.
Bisher werden im Vodafone-Kabelnetz TV-Sender und Hörfunkprogramme auf regional unterschiedlichen Frequenzen übertragen. Mit der laufenden technischen Umstellung wird das Frequenzspektrum bundesweit vereinheitlicht. Zur Verbreitung des TV-Signals unterhält Vodafone insgesamt zwei große Sendezentren in Frankfurt-Rödelheim und in Kerpen bei Köln.



