Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Vodafone Kabel: Kunden sollen trotz Routerfreiheit Leihgeräte behalten

Im Kundenforum von Vodafone wird erklärt, dass man sein Leihgerät auch mit dem Ende des Routerzwangs nicht los wird. Es werde im Störungsfall benötigt. Updates der Firmware sind hier weiter untersagt.
/ Achim Sawall
114 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Dose von Vodafone Kabel (Bild: Vodafone Kabel)
Dose von Vodafone Kabel Bild: Vodafone Kabel

Vodafone Kabel Deutschland erklärt seinen Kunden, dass auch mit dem Ende des Routerzwangs die Leihgeräte behalten werden sollen. Im Kundenforum heißt es(öffnet im neuen Fenster) dazu: "Zu jedem Vertrag wird ein Leihgerät geliefert. Zum Ende des Vertrages muss es an die Vodafone Kabel Deutschland GmbH zurückgesendet werden. Wenn Du es nicht zurücksenden kannst, erheben wir eine Gebühr. Außerdem wird das Leihgerät im Störungsfall benötigt, da mit Deinem eigenen Gerät keine Entstörung durchgeführt werden kann."

Firmware-Updates auf dem Leihgerät dürfe der Kunde nicht selbst durchführen, wird im Kundenforum erklärt. "Firmware-Updates werden weiterhin ausschließlich durch die Vodafone Kabel Deutschland verteilt. Ein manueller Eingriff in die Hard- und Software der Leihgeräte ist untersagt."

Bundestag und Bundesrat hatten im Herbst 2015 die Abschaffung des Routerzwangs beschlossen, der bisher durch Geheimhaltung der detaillierten Zugangsdaten erreicht wurde. Die Routerfreiheit gilt ab dem 1. August 2016.

5 Euro im Monat

Während es bei kostenlosen Leihstellungen für den Kunden gleichgültig ist, ob er das Gerät zurückgibt, dürften zahlende Kunden ein Interesse an der Rückgabe haben. Vodafone-Sprecher Thorsten Höpken sagte Golem.de: "Zu jedem unserer Festnetz-Anschlüsse liefern wir in der Grundausstattung einen kostenlosen Router. Bei DSL ist es die EasyBox 804 und bei Kabel der Kabelrouter ohne WLAN-Funktion."

Laut Angaben des Kundenservice zahlen einige Kunden 5 Euro im Monat Leihgebühr, etwa für eine Fritzbox von AVM. Ob die Kunden ab August dann weniger zahlen, war einem Mitarbeiter im Kundenservice im Gespräch mit Golem.de nicht bekannt.


Relevante Themen