Vodafone: Implementierung von Cell Broadcast "keine simple Sache"

Wenn die technischen Vorgaben der Bundesnetzagentur fertig sind, wird die Implementierung mehrere Monate dauern. Missbrauch von Cell Broadcast durch Hacker soll verhindert werden.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
In LTE-Netzen wird Cell Broadcast mit MME (Mobility Management Entity) erzeugt.
In LTE-Netzen wird Cell Broadcast mit MME (Mobility Management Entity) erzeugt. (Bild: Vodafone)

Die Einführung des Systems Cell Broadcast ist bis zum Ende des Sommers 2022 machbar. Das teilte der Netzbetreiber Vodafone der Nachrichtenagentur dpa auf Anfrage mit. Als Reaktion auf die heftigen Unwetter in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz im Juli mit zahlreichen Toten und schweren Verwüstungen brachte das Bundeskabinett in der vergangenen Woche neben einem Hilfsfonds auch die Einführung des neuen Mobilfunk-Warnsystems auf den Weg.

Stellenmarkt
  1. Software Developer (m/w/d) eMobility
    ABL GmbH, Lauf a. d. Pegnitz / bei Nürnberg
  2. IT-Softwareingenieur*in (m/w/d)
    Landeshauptstadt Stuttgart, Stuttgart
Detailsuche

Am Mittwoch soll das Vorhaben in den Bundestag kommen. Als weiteren Schritt bereitet die Bundesnetzagentur eine Richtlinie mit technischen Anforderungen vor.

Auf diese technischen Vorgaben warte man noch, sagte ein Vodafone-Sprecher. Die Einführung des neuen Systems sei keine simple Sache. Vielmehr müsse ein komplettes technisches System bei den Netzwerkherstellern bestellt und in den Mobilfunknetzen und Behörden implementiert werden. "Wir befinden uns bereits im Dialog mit den deutschen Behörden zu Detailthemen wie technischen Realisierungsmöglichkeiten, gesetzlichem Rahmen, Datenschutz, Sicherheitsanforderungen an die Systeme, Prozesse und Schnittstellen." Der Schutz vor Hackern sei sehr wichtig. Das System müsse gegen Angriffe geschützt werden, um den Versand falscher Meldungen zu vermeiden.

Cell Broadcast: Kosten bei 40 Millionen Euro

Die Implementierung wird nach Angaben eines Telefónica-Sprechers mehrere Monate dauern. Die Kosten für die Einführung liegen demnach schätzungsweise bei 40 Millionen Euro insgesamt für alle Betreiber und bei einer Million Euro Betriebskosten pro Netzbetreiber pro Jahr. Diese Ausgaben trägt der Steuerzahler.

Golem Karrierewelt
  1. Elastic Stack Fundamentals – Elasticsearch, Logstash, Kibana, Beats: virtueller Drei-Tage-Workshop
    28.-30.11.2022, Virtuell
  2. Adobe Photoshop Aufbaukurs: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    06./07.10.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Cell Broadcast ist als unidirektionaler Dienst im Katastrophenfall auch bei überlasteten Netzen verfügbar. In LTE-Netzen wird Cell Broadcast mit MME (Mobility Management Entity) erzeugt. In 5G-Netzen heißt die Mehrpunktverbindung AMF (Access and Mobility Management Function). Das 3G-Netz ist in Deutschland weitgehend abgeschaltet, doch BSC (Base Station Controller) in GSM-Netzen (2G) funktioniert weiter.

Hohe Rabatte bei den Amazon Blitzangeboten

SMSCB, häufiger Cell Broadcast genannt, sind Eins-zu-viele-Nachrichten. Sie lassen sich in wenigen Sekunden für ein gesamtes Land oder begrenzt auf bestimmte Gebiete aussenden. Die Telefone müssen nicht in einem bestimmten Netz registriert sein, um diese Nachrichten zu empfangen. Alarme mit der höchsten Priorität lösen einen Alarm aus, auch wenn das Telefon stumm geschaltet ist.

Außerdem haben solche Broadcasts im Gegensatz zu SMS und mobilem Internet einen reservierten Kanal, der auch dann funktioniert, wenn die Funkzellen mit vielen eingewählten Geräten und Nachrichten überlastet sind. Es muss ein Cell Broadcast Center implementiert werden, über das zielgerichtet der Versand von Warnmeldungen angestoßen werde, sagte der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Telekom, Tim Höttges.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Flobo.org 26. Aug 2021

Das ist ein 24/7 System mit extrem hoher Ausfallsicherheit. Was die 25man da machen...

chewbacca0815 26. Aug 2021

"Der Staat" ist die Gemeinschaft aller Personen.

Knuspermaus 25. Aug 2021

Ist da nicht der Scheuer zuständig, so als "Daten"-Verkehrsminister? Zumindest für die...

fulton 25. Aug 2021

Was neu gebaut werden muss ist die Schnittstelle zwischen BBK/Mowas und den...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Streit mit Magnus Carlsen
Schachgroßmeister Niemann soll über 100 Mal betrogen haben

Schachweltmeister Magnus Carlsen wirft dem Großmeister Hans Niemann Betrug vor - eine neue Untersuchung stärkt die Vorwürfe.

Streit mit Magnus Carlsen: Schachgroßmeister Niemann soll über 100 Mal betrogen haben
Artikel
  1. Airpods Pro 2 im Test: Apple schaltet Lärm und Konkurrenz aus
    Airpods Pro 2 im Test
    Apple schaltet Lärm und Konkurrenz aus

    Mit sinnvollen Änderungen sind die Airpods Pro 2 das Beste, was es derzeit an ANC-Hörstöpseln gibt. Aber Apples kundenfeindliche Borniertheit nervt.
    Ein Test von Ingo Pakalski

  2. Vodafone und Telekom: Zwei Netzbetreiber melden Datenrekord auf Oktoberfest
    Vodafone und Telekom
    Zwei Netzbetreiber melden Datenrekord auf Oktoberfest

    Die Telekom liegt beim Datenvolumen klar vor Vodafone. Es gab in diesem Jahr besonders viel Roaming durch ausländische Netze.

  3. Dr. Mike Eissele: Es kann immer wieder technologische Revolutionen geben
    Dr. Mike Eissele
    "Es kann immer wieder technologische Revolutionen geben"

    Chefs von Devs Teamviewer-CTO Dr. Mike Eissele gibt einen tiefen Einblick, wie man sich auf eine Arbeitswelt ohne Bildschirme vorbereitet.
    Ein Interview von Daniel Ziegener

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Günstig wie nie: Inno3D RTX 3090 Ti 1.199€, MSI B550 Mainboard 118,10€, LG OLED 48" 799€, Samsung QLED TVs 2022 (u. a. 65" 899€, 55" 657€) • Alternate (Acer Gaming-Monitore) • MindStar (G-Skill DDR4-3600 16GB 88€, Intel Core i5 2.90 Ghz 99€) • 3 Spiele für 49€ [Werbung]
    •  /