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Vodafone Group: Vodafone Deutschland leidet unter Kundenrückgang beim Kabel

Vodafone Deutschland verliert weiter Kunden im Kabelnetz und bei seinen gemieteten DSL -Kundenzugängen. Das trifft die gesamte Vodafone Group.
/ Achim Sawall
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Vodafone Konzernchef Nick Read am 15. November 2022 (Bild: Vodafone Group/ Screenshot Golem.de)
Vodafone Konzernchef Nick Read am 15. November 2022 Bild: Vodafone Group/ Screenshot Golem.de

Die britische Vodafone Group hat ihre Erwartungen für das Gesamtjahr gesenkt, da die Gewinne im ersten Halbjahr zurückgegangen sind. Wie Vodafone am 15. November 2022 in London bekanntgab(öffnet im neuen Fenster) , war die "schwache Entwicklung in Deutschland" dafür der Grund. Der Rückgang der Dienstleistungsumsätze in Deutschland beschleunigte sich im zweiten Finanzquartal von minus 0,5 Prozent im ersten auf minus 1,1 Prozent, hieß es, hauptsächlich aufgrund von Verlusten bei "Breitbandkunden im Kabelnetz" berichtet die britische Financial Times(öffnet im neuen Fenster) . Vodafone Deutschland hat keinen eigenen Bericht veröffentlicht.

"Die Kabelnetz-Kundenbasis ging um 45.000 zurück und wir haben im ersten Halbjahr 38.000 DSL-Kunden verloren" , findet sich in einer Fußnote der Präsentation der Vodafone Group. Die TV-Kundenbasis ging um 165.000 zurück. Ein Vodafone-Manager sagte schon im Januar 2020 , dass Kunden für lineares Fernsehen im Kabel ausstürben. Die Abonnenten für Kabelfernsehen wüchsen nicht mehr nach. Bei der jungen Generation sei eine Nachfrage nach dem klassischen Kabel-TV-Produkt nicht mehr gegeben.

Vodafone Group senkte seine Gewinnprognose von 15 bis 15,5 Milliarden Euro auf 15 bis 15,2 Milliarden Euro und seine Free Cashflow-Prognose von 5,3 Milliarden Euro auf 5,1 Milliarden Euro.

Vodafone will wieder sparen

Das Deutschlandgeschäft, das 30 Prozent des Konzernumsatzes ausmacht, ging das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen um 7,4 Prozent auf 2,68 Milliarden Euro zurück.

Vodafone Group verzeichnete einen Umsatzanstieg um 2 Prozent auf 22,9 Milliarden Euro, das bereinigte Ebitda ging jedoch um 2,5 Prozent auf 7,2 Milliarden Euro zurück und lag damit unter den Analystenschätzungen von 7,5 Milliarden Euro. Das britische Geschäft verzeichnete einen Umsatzanstieg von mehr als 7 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro und ein bereinigtes Ebitda von 685 Millionen Euro. "Vor dem Hintergrund eines herausfordernden makroökonomischen Umfelds liefern wir dieses Jahr eine robuste Leistung" , sagte Nick Read, Chief Executive von Vodafone. Er kündigte ein neues Kosteneinsparungsziel von 1 Milliarde Euro bis zum Jahr 2026 an.


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