Vodafone: Einige Router haben Probleme mit VPN

Manche Vodafone-Kunden haben mit einem Bug zu kämpfen, der VPN-Verbindungen verhindert. Eine Lösung ist aber in Arbeit.

Artikel von Günter Born veröffentlicht am
Die Vodafone Station gibt es von zwei Herstellern. Bei einer Variante gibt es Verbindungsprobleme.
Die Vodafone Station gibt es von zwei Herstellern. Bei einer Variante gibt es Verbindungsprobleme. (Bild: Vodafone)

Kunden von Vodafone, die einen Unitymedia-Breitband-Anschluss per Kabelnetz für den Internetzugang verwenden, können möglicherweise keine IPSec-Verbindungen vom VPN-Client mit den Firmenservern aufbauen. Bei der Einrichtung gibt es Fehlermeldungen, der Aufbau eines VPN-Tunnels scheitert schlicht. Ursache ist ein Bug in einem bestimmten Routermodell.

Keine VPN-Verbindungen im Homeoffice

Stellenmarkt
  1. Senior Engineer Software Architecture (m/w/d)
    Continental AG, Frankfurt am Main
  2. IT System Engineer - 1st/2nd Level Support (m/w/d)
    ORBIT Gesellschaft für Applikations- und Informationssysteme mbH, Bonn
Detailsuche

Der Autor dieses Artikels wurde bereits im Frühjahr von einem betroffenen Leser auf dieses spezielle Problem aufmerksam gemacht: Anwender, die wegen der Coronavirus-Pandemie ins Homeoffice umziehen mussten, scheiterten beim Aufbau von VPN-Verbindungen zu den Firmenrechnern.

Der Autor hatte die Lesernachricht seinerzeit als Information in seinem Blog veröffentlicht. Leserrückmeldungen ergaben, dass es wohl vom Provider und dem Zugang abhing, ob es das Problem gab oder nicht. Während manche Vodafone-Kabelnetzkunden jedoch keinerlei Probleme hatten, scheiterten andere an den beschriebenen IPSec-VPN-Verbindungen. Speziell Vodafone-Kunden mit neueren Cable-Max-1000-Breitband-Anschlüssen schienen betroffen zu sein.

Es gab diverse Vermutungen: Zum Beispiel, dass das Problem nur mit VPN-Verbindungen im DS-Lite-Modus auftrete, nicht aber beim Dual-Stack-Modus. Inzwischen ist jedoch klar, dass es nicht an den Modi liegt, sondern dass die Ursache eine ganz andere ist und in den Breitband-Routern zu suchen ist.

Firmware-Bug in einem Routermodell

Golem Akademie
  1. C++ Programmierung Basics: virtueller Fünf-Tage-Workshop
    30.05.-03.06.2022, virtuell
  2. AZ-104 Microsoft Azure Administrator: virtueller Vier-Tage-Workshop
    28.06.-01.07.2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Denn Mitte September 2020 meldete sich der betroffene Nutzer erneut, und zwar mit einer überraschenden Erkenntnis. Die IT-Abteilung einer von diesem Problem betroffenen Firma hatte nämlich Tests durchgeführt und kam so der eigentlichen Ursache für die VPN-Fehler auf die Spur: Sie liegt im verwendeten Routermodell beziehungsweise dessen Firmware.

Vodafone (Unitymedia) setzt bei Kabelkunden mit Internetanschluss die als Vodafone Station bezeichneten Router ein, wobei jedoch Modelle zweier Hersteller existieren. Wer als Vodafone Station einen Breitband-Kabelrouter von Arris hat, sollte keine Probleme haben. Wird aber eine Station von Technicolor eingesetzt, lässt sich die IPSec-VPN-Verbindung oft nicht aufbauen. Die beiden Modelle sehen gleich aus.

Manche Betroffenen ließen den Technicolor-Kabelrouter durch ein Modell von Arris austauschen und konnten anschließend ihre VPN-Verbindungen im Homeoffice nutzen. Von Vodafone ist inzwischen eine neue Firmware 2.0.17 für die Technicolor-Router verfügbar, die das Problem mit IPSec-VPNs behebt.

AVM FRITZ! Box 7590 WLAN AC+N Router (DSL/VDSL,1.733 MBit/s (5GHz) & 800 MBit/s (2,4 GHz), bis zu 300 MBit/s mit VDSL-Supervectoring 35b, WLAN Mesh, DECT-Basis, Media Server, geeignet für Deutschland)

Update noch nicht für alle freigegeben

Ein betroffener Nutzer bestätigte dem Autor dieses Artikels, dass bei ihm IPSec-VPN-Verbindungen auf der Technicolor-Variante der Vodafone Station nach einer Firmware-Aktualisierung funktionieren. Nutzer müssen den Kabelrouter nach dem Firmware-Update lediglich auf die Werkseinstellungen zurücksetzen, damit die Fehlerkorrektur wirkt.

Dieser Vodafone-Forenbeitrag deutet ebenfalls in diese Richtung. Nach den vorliegenden Informationen testet Vodafone das Firmware-Update für seinen Kabelrouter aktuell aber noch. Großflächig ausgerollt wird es jedenfalls offenbar noch nicht.

Denn in den Vodafone-Foren gibt es auch Rückmeldungen von Nutzern, die mit dieser Firmware andere Probleme feststellen. Betroffene sollten daher den Vodafone-Support kontaktieren und um die Aktualisierung der Firmware auf dem Kabelrouter bitten. Sobald Vodafone die neue Firmware-Version 2.017 für die Vodafone Station für die Breite freigegeben hat, sollte das Update automatisch auf den Geräten installiert werden.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Am.... 17. Nov 2020

Die Vodafone Station kann man leider nur in den Bridge mode schalten wenn man nicht...

schieriii 15. Nov 2020

Vielen lieben Dank Werde mich morgen da mal schlau machen am "Dienstrechner"... Jedoch...

Bowerick_Wowbagger 14. Nov 2020

Genauso habe ich es gemacht :-) Mein Router besitzt dabei eine statische IP aus einem...

amdonly 13. Nov 2020

ps: hier ein ziemlich hilfreicher post Re: Problem andersrum Autor: Marcus_83 13.11.20...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
LG HU915QE
Laserprojektor erzeugt 90-Zoll-Bild aus 5,6 cm Entfernung

LG hat einen Kurzdistanzprojektor mit Lasertechnik vorgestellt. Der HU915QE erzeugt ein riesiges Bild und steht dabei fast an der Wand.

LG HU915QE: Laserprojektor erzeugt 90-Zoll-Bild aus 5,6 cm Entfernung
Artikel
  1. Verkaufsstart des 9-Euro-Tickets: Was Fahrgäste wissen müssen
    Verkaufsstart des 9-Euro-Tickets
    Was Fahrgäste wissen müssen

    Das 9-Euro-Ticket für den ÖPNV ist beschlossene Sache, Verkehrsverbünde und -unternehmen sehen sich auf den Verkaufsstart in diesen Tagen gut vorbereitet. Doch es gibt viele offene Fragen.

  2. Urkunden nicht zugestellt: Digitalisierung in Berlin sorgt für Pannen
    Urkunden nicht zugestellt
    Digitalisierung in Berlin sorgt für Pannen

    Eine Panne in der Berliner Innenverwaltung hat dafür gesorgt, dass Hunderte von wichtigen Urkunden nicht übermittelt werden konnten.

  3. LTE-Patent: Ford droht Verkaufs- und Produktionsverbot in Deutschland
    LTE-Patent
    Ford droht Verkaufs- und Produktionsverbot in Deutschland

    Ford fehlen Mobilfunk-Patentlizenzen, weshalb das Landgericht München eine drastische Entscheidung gefällt hat. Autos droht sogar die Vernichtung.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Acer Predator X38S (UWQHD, 175 Hz OC) 1.499€ • MindStar (u. a. AMD Ryzen 7 5700X 268€ und PowerColor RX 6750 XT Red Devil 609€ und RX 6900 XT Red Devil Ultimate 949€) • Alternate (u. a. Cooler Master Caliber R1 159,89€) • SanDisk Portable SSD 1 TB 81€ • Motorola Moto G60s 149€ [Werbung]
    •  /